Tschelo Bratwurst – eine deutsch-iranische Liäson

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Persisches Tschelo, ein mit Butter und Safran verfeinerter luftig-lockerer Reis kann echt süchtig machen. Mit einem persischen Reiskochtopf ist die Zubereitung von bestem Reis mit „Tadik“ kein Zauberwerk mehr. So ein „Pars khasar“ ist zwar teurer als herkömmliche Reiskocher, doch die Mehrinvestition lohnt sich in jedem Fall. Denn er ist der einzige Reiskochtopf, der das goldgelbe Tadik schafft. – „Tadik“ bedeutet „der Boden des Topfes“ und bezeichnet die heißbegehrte Reisknusperkruste, die sich am Topfboden bildet und richtig zubereitet wie eine karamelisierte Reisplatte aussieht. – Das liegt daran, dass sich am Ende des Garvorgangs der Innentopf noch einmal aufheizt (Deshalb ist es auch soooooooo wichtig abzuwarten bis die Zeitschaltuhr des Reiskochers tatsächlich ausgelaufen ist ehe man den Deckel lüftet). Man kann in diesem Reiskocher aber auch richtig guten Reis für indonesische Gerichte, wie z.B. nasi udak (Kokosreis) oder Thai-Reis kochen. Vollkornreis oder Vulkanreis, den ich mittlerweile häufiger zubereite als weißen Basmatireis, gelingt auch immer in meinem „pars khasar“.

Mittlerweile kann man einen persischen Reiskochtopf  einfach über das Internet oder in iranischen Lebensmittelgeschäften kaufen. Aber vergleicht in jedem Fall die Preise! Als ich Anfang der 80ziger Jahre des letzten Jahrhunderts Pari kennen lernte und mit ihr die Welt der in Deutschland lebenden Iraner betrat, da waren diese Reiskocher noch etwas besonderes und mussten aus dem Iran importiert, bzw. mitgebracht werden. Das war gar nicht immer so einfach. Pari kochte den Reis in einem großen Aluminiumtopf auf dem Elektroherd. ich nutzte später immer einen Edelstahltopf.  Wie es geht, könnt ihr hier nachlesen: Reis kochen – iranische Art

Reis und Pasta haben bei uns schnell die Kartoffel abgelöst. Ein schnelles Mittagessen zwischen Hausaufgaben und Spielplatz sah dann auch schon einmal so  aus:

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Oft war ja noch Reis vom Vortag über. Die Bratwürstchen brutzelten wie von selbst auf dem Elektrogrill oder im Sommer auf der Dachterrasse über Holzkohle und ein gemischter Salat mit einer Vinaigrette aus frischem Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer war nebenher schnell gemacht.

Und ob ihr es nun glaubt oder nicht, unsere iranischen Freunde lieben die Bratwürstchen, während unsere deutschen Freunde verrückt nach dem Reis sind.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Johng511 sagt:

    I don’t usually comment but I gotta admit thanks for the post on this great one eccekeekgadk

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    1. Wiltrud sagt:

      Sorry, but what does ist mean „eccekeekgadk“ ?

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  2. bentolily sagt:

    Könntest Du bitte mal beschreiben, wie der/das Tschelo im iranischen Reiskocher gemacht wird?

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    1. Wili sagt:

      sehr einfach: den Reis wie immer vorbereiten, also waschen und quellen lassen. Dann auf 1 Teil Reis 2 Teile Wasser geben, etwas Salz und etwas Öl oder Butter dazugeben. Deckel auflegen und den persichen Reiskocher einschalten. Der hat eine Farbkala mit der du auswählen kannst, wie braun dein Thadik (die Reiskruste) werden soll. Nach ca. 40 Minuten ist der Reis fertig.

      http://www.reisland.net/reiskocher/pars-khazar/

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      1. bentolily sagt:

        Danke.

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