kleines Sonntagsmenü

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Als Kind saß ich oft vor den riesigen weißen Boxen des Plattenspielerschrankes und hörte die Musik meiner Eltern. Dieses hier mochte ich besonders gerne. Ohne zu verstehen, worum es eigentlich wirklich ging, fand ich es sehr lustig und sang fröhlich mit:

Na und irgendwie waren die Sonntage auch so: Es gab den Sonntagsbraten oder das große Brathähnchen für 5 Personen, anschließend den gemeinsamen Familienspaziergang und dann selbstgebackenen Kuchen mit Kaffee. Oft besuchten wir die eine oder die andere Oma oder aber meine Patentante. Das mochte ich besonders gerne, denn sie lebte sehr lange mit auf dem Bauernhof ihrer Eltern.

Ich liebte es die Hühner zu füttern oder der Oma Schmal im Garten zu helfen, solange das keine Pflichtaufgabe für mich wurde. Noch lieber aber fuhr ich auf dem Trecker oder auf dem riesigen Mähdrescher mit. Auch beim Schlachten und Wurstmachen durfte ich ganz selbstverständlich mit dabei sein. Das liest sich jetzt vielleicht sonderbar, doch das Essen auf dem Bauernhof war immer besonders lecker, gerade weil ich bei der Kartoffelernte dabei sein durfte, den Salat und die Möhren selbst aus dem Garten geholt hatte und oftmals das Schwein oder das Rind kannte, dessen Fleisch da auf meinem Teller lag.

Heute  war mein Sonntagsmenü fast vegan, in jedem Fall aber vegetarisch. Die Produkte dazu stammten vorwiegend vom Wochenmarkt oder aus dem Bioladen, auch wenn ich manchmal denke, dass ich mir damit ein bisschen etwas vormache:

Gemüserösti aus Kartoffel, Süßkartoffel und Zucchini an buntem Feldsalat und Mast-o-Khiar – ماست و خیار

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Mast-o-Khiar -ماست و خیار

Zutaten

  • 1 Becher (150 g) Joghurt
  • 1/4 Salatgurke
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL getrocknete Minze
  • 1 TL getrocknete Dillspitzen
  • 1/2 TL getrocknete Bockshornkleeblätter
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • Die Gurke gut abwaschen, halbieren und entkernen. Dann die Gurkenhälften grob raspeln. Die Gurkenraspeln gut ausdrücken und das Gurkenwasser verwerfen bzw. anderweitig nutzen, z.B. zur Gesichtsreinigung
  • die Knonlauchzehe pellen und fein würfeln
  • alle Zutaten miteinander cremig verühren und ein wenig Ruhen lassen

Ihr könnt auch den Knoblauch weg lassen und statt dessen eine Handvoll Walnusskerne und eine Handvoll grüne  Rosinen ( die ihr im persischen Lebensmittelladen bekommt) sowie ein paar getrocknete Rosenblütenblätter dazu geben. Das passte mir aber heute nicht.

bunter Feldsalat

IMG_3035Zutaten

  • 200 g Feldsalat
  • 1/4 Salatgurke
  • 2-4 Radischen
  • 1/2 gelbe Paprika
  • 1 Frühlings-zwiebel
  • 1 EL geröstete Haselnusskerne
  • 2 TL Haselnussöl
  • 1 TL Quittenessig
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • Den Feldsalat gut waschen, trocknen und mundgerecht zerlegen
  • die Salatgurke und die Paprika entkernen und in Würfelchen oder feine Streifen schneiden
  • die Radischen und die Frühlingszwiebel ebenfalls waschen und  kleinschneiden
  • alle Zutaten auf einem Teller anrichten
  • die frisch gerösteten Haselnusskerne im Mörser zerkleinern und über die Salatmischung geben
  • aus Öl, Essig, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette anrühren und über den Salat geben (für eine einfache Basissalatsauce mische ich  Öl und Essig oder Zitronensaft grundsätzlich im Verhältnis 2 : 1. Das passt eigentlich immer).

Kartoffel-, Süßkartoffel und Zucchinirösti

Zutaten

  • Kartoffel, Süßkartoffel und Zucchini zu gleichen Teilen. Hier waren es je ca 60 g
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl zum braten

Zubereitung

  • Die Kartoffel und die Süßkartoffel schälen, die Zucchini gut waschen und alles grob raspeln, gut ausdrücken und das  aufgefangene Gemüsewasser durch ein Sieb gießen. Die so aufgefangene Stärke an die Gemüseraspeln geben
  • die Zwiebel schälen und in feine Würfelchen schneiden
  • alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • das Öl in einer Pfanne erhitzen (nicht zu heiß werden lassen)
  • etwas von der Gemüsemasse in die Pfanne geben, zu einer flachen Scheibe verteilen und gut andrücken
  • gut anbraten lassen. Dabei immer einmal wieder die Pfanne rütteln, damit das Rösti nicht ansetzt
  • nach 4-5 Minuten das Rösti wenden und von der anderen Seite fertig braten

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Und weil heute ja Sonntag ist und ich gestern gebacken habe, gab es dann noch ein Dessert  und einen feinen Espresso zum Abschluss 🙂

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. ElkePy sagt:

    tolle seite…<3

    Gefällt 1 Person

    1. Wili sagt:

      toll, das sie dir gefällt. Das freut mich.

      Gefällt mir

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