Das Rendangexperiment

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Rendang daging ist Fleisch, das sehr langsam in würziger Kokosmilch gegart wird.  Ursprünglich stammt dieses Gericht wohl von Westsumatra und war eine Methode, das Fleisch eines frisch erlegten Büffels ohne Gefriertruhe und trotz tropischer Hitze lange haltbar zu machen.

Das beste Rendang, das ich je kosten durfte, hatte Rils Mama gemacht. Wie bei vielen traditionellen Gerichten hat auch bei Rendang jede Region, ja sogar jede Familie ihr eigenes Rezept. Das wichtigste ist neben dem Rindfleisch die Koskosmilch und unendlich viel Zeit. Doch gerade letzters habe ich ja nur selten.  In der Regel bin ich unter der Woche bis zu 10 Stunden täglich beruflich unterwegs. Da könnte ich noch nicht einmal ab und an einfach an meinem Küchenherd vorbeikommen und schauen, wie das Essen so vor sich hin köchelt…

… doch es gibt ja nun schon seit ein paar Jahren die slow cooker. Als jetzt mein neuer kleiner crockpot  bei mir eintraf, dachte ich: „Vielleicht geht auch rendang daging damit“. Gedacht, getan und für gut befunden, wenn das Rendang dann doch noch etwas mehr Aufmerksamkeit und Zeit benötigte, als anderer Schmorgerichte, die mit den Langsamgartöpfen zubereitet werden können.

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Zutaten

  • 500 g gewürfeltes Rindfleisch (ich hatte das Fleisch vom Gallowayrind)
  • 3/4 l Kokosmilch
  • 1 Schalotte
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 3-4 Chillis
  • 1 Stück Galgant
  • 1 Stück Ingwer (Knoblauch, Ingwer und Galgant nehme ich im Verhältnis 2 : 2 : 1)
  • 1 Stück Kurkuma (ich hatte ersatzweise Kurkumapulver genommen)
  • 1 Daun jeruk
  • 1 Daun salam
  • 1 Zitronengras (ich nahm Tamarindenwasser als Ersatz)
  • 1/4 Zimtstange

Zubereitung

Knoblauch, Kurkuma, Galgant, Ingwer und Chillis in einer kleinen Küchenmaschine oder mit dem Mörser zu einer Paste verarbeiten.

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Die Gewürzpaste anbraten und das Fleisch mit der in Würfelchen oder Streifen geschnittenen Schalotte dazu geben. Alles kräftig anbraten.

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Das angebratene Fleisch mit der Kokosmilch, den Gewürzblättern, Zimt, etwas Salz und dem Zitronengras in den Crockpot geben und diesen einschalten.

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Zur Arbeit gehen oder zur Uni oder in den Zoo oder so…. Wenigstens 4 Stunden alles vor sich her köcheln lassen.

Es wird angenehm in der Küche duften, wenn ihr sie wieder betretet, das Fleisch wird butterzart durchgegart sein, aber leider hat sich kaum bis gar nicht die Kokosmilch reduziert.

Nun gut, also füllt ihr alles wieder in die Pfanne zurück und lasst das ganze kräftig aufkochen.

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Es braucht ca. 30 – 40 Minuten, bis die Kokosmilch völlig eingekocht ist und nur noch das Kokosöl vorhanden ist. In dieser Zeit könnt ihr euch um Reis und Salat kümmern. Bei mir gab es nasi udak aus javanischen Vulkanreis und einen Salat aus Salatgurke, Karotte, Apfelessig und ein wenig Palmzucker dazu.

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Ich habe noch ein betagtes Foto aufge-trieben. Da hatte ich Rendang mit Puten-fleisch und Möhren gekocht und an weißen Langkornreis serviert. Das war auch sehr lecker 😉

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Corinna sagt:

    Sieht sehr lecker aus und ich wusste bisher gar nicht, dass es auch langsam kochende Töpfe gibt. 🙂

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    1. wiwor sagt:

      ich kenne die auch noch nicht lange, die sind aber super, weil du die unbeaufsichtigt arbeiten lassen kannst. Morgens alles rein, anschalten und abends, wenn du Heim kommst, kannst du auftischen… Perfekt für viele Leckereien, die ich gerade aus Zeitgründen nur noch selten kochte 😉

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  2. Schon die Auswahl der Zutaten klingt himmlisch!!!!!

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