Pandankuchen mit Kokosfüllung zu Katzenkaffee

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Anja Beckmann berichtet in ihrem Reiseblog Travel on Toast über ihren Besuch auf einer Kaffeeplantage auf Bali. Sie beschreibt dort sehr schön, wie eine vorbildliche Kopi Luwak Produktion aussieht.  Und ich bin überzeugt, dass die Kaffeebohnen des kleinen Paketchens Kopi Luwak, das mir mein Sohn von seinem letzten Indonesienbesuch mitbrachte, tatsächlich von wild lebenden Luwaks fermentiert wurden.

Heute habe ich mein kleines Döschen mit „braunem Gold“ einmal wieder hervorgeholt – es ist wirklich ein kleiner Schatz, eine köstliche Kostbarkeit. Auf Sumatra genoß man ursprünglich den Kopi Luwak zu ganz besonderen Momenten und nicht alltäglich – und ein paar Bohnen sehr fein gemahlen…. mmmmh schon das duftete nach einem wohligen Kaffeegenuß. Vorfreude tat sich auf. Endlich Wochenende, die Sonne scheint, wenn auch nicht tropisch und mein Pandankuchen ist mir gut gelungen.

Ich bereitete den Kopi Luwak nicht traditionell indonesisch zu: Einen gehäuften Teelöffel Kaffepulver in eine Espressotasse mit heißem Wasser geben, umrühren und nach 2-3 Minuten genießen. Das mit möglichst viel Zucker. Nein, so machte ich es nicht.

IMG_1030Ich bereitete meinen Katzenkaffee in meinem altbewährten Espressokocher zu und damit er auch schön lange heiß bliebe, wärmte ich mein Tässchen  an, indem ich es so lange mit kochendem Wasser auffüllte, bis der Espressokocher seine Arbeit abgeschlossen hatte.

Diesen aromatischen und säurearmen Kaffee genieße ich ohne Zucker oder Zuckerersatz. Dieser Kaffee ist ja auch absolut nicht bitter, wie ich finde.

Doch so ganz ohne Süße wollte ich auch nicht sein. Also nahm ich mir dazu ein Stückchen von meinem mittlerweile fertig gestellten Pandankuchen mit Kokosfüllung und ein Schälchen Obstsalat. Es fehlte eigentlich nur noch, dass ich die Heizung voll aufdrehte, eine der alten indonesischen Musikbänder abspielte und die Augen schloss um mich 15.628,10 km weit weg zu fühlen.

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Ja, so kleine Momente, die können mich wohlig zufrieden sein lassen.

Mein Pandankuchen duftet lecker nach Pandan und schmeckt auch so. Er ist nicht all zu süß, ein wenig malzig im Geschmack und eben braun statt blattgrün, weil ich zum Süßen den dunkelbraunen Palmzucker nutzte. Wenn ihr wie ich kein Pandanextrakt nutz, ist die Zubereitung nur unwesentlich aufwendiger. Eigentlich macht ihr nur der Spülmaschine ein bisschen mehr arbeit. Aber nun starte ich mal mit dem Rezept:

Zutaten für den Kuchenteig

  • 100 g Reismehl (wenn zur Hand, sonst nehmt einfach Weizenmehl)
  • 100 g selbstaufgehendes Weizenmehl (ihr könnt auch Mehl und Backpulver nehmen)
  • 200 g Palmzucker (ich nehme immer den schon gemahlenen)
  • 50 ml Rapsöl (oder ein anderes neutrales Öl)
  • 5 Eier
  • ca 10 bis 15 Pandanblätter (je nachdem wie intensiv ihr es mögt auch mehr oder weniger, ich hatte gefrorene Pandanblätter)
  • 80 ml Wasser

Füllung

  • 200 g grobe Kokosraspeln
  • 100 g Palmzucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Kokoswasser (alternativ einfach Wasser nehmen)

Zubereitung

IMG_1024Zunächst das Pandanwasser herstellen: Ich habe gleich ein wenig mehr gemacht und in ein verschließbares Gläschen umgefüllt, das ich im Kühlschrank lagere, um mir Montag für mene Lunchbox grüne Reismehlpfannkuchen (Dadar gulung) zubereiten zu können .

Hierzu schneidet ihr die Pandanblätter in kleine Streifen, die ihr mit dem Wasser in einen Standmixer gebt (Stabmixer, Alleszerkleinerer oder so geht natürlich auch) und die Blätter ganz fein püriert.

Dann gießt ihr das Wasser über ein Sieb in eine Auffangschale, drückt den grünen Trester gut aus und verwerft diesen. Wenn ihr einen Kompost habt, gehört er dahin. Eure Küche wird nun schon nach Pandan duften. Ich mag das.

IMG_1-downNun trennt ihr die Eier. Am besten trennt ihr jedes Ei einzeln über einer Tasse und schüttet dann nach und nach die Eiweiße zusammen in eine größere Schüssel, denn das Eiweiß wird nur schön fest, wenn kein Spritzer Eigelb dazu gekommen ist.

Ihr schlagt in einer Schüssel das Eiweiß mit 100 g Palmzucker auf und in einer weiteren Schüssel die Eigelb, mit 100 g Palmzucker, dem Öl und dem Pandanwasser. Nach und nach gebt ihr das Mehl unter die Eigelbmischung – ach ja, den Backofen könnt ihr bereits auf 160° C vorheizen. Schließlich hebt ihr vorsichtig das Eiweiß unter euren Teig und füllt alles entweder in eine normal große Kuchenform oder ihr macht es wie ich und verteilt den Teig auf mehrere kleine Kuchenförmchen. Selbstverständlich solltet ihr die Kuchenform(en) zuvor einfetten, damit sich eure Kuchen später wieder von der Form lösen.

Die Backzeit dauert ca 40 – 45 Minuten. Löst den Kuchen am besten noch warm aus der Kuchenform und dann laßt ihn erst einmal gut auskühlen, ehe ihr ihn horizontal in 2-3 Kuchenplatten schneidet.

Die Kokosraspeln karamelisiert ihr mit dem Palmzucker in einer großen, fettfreien Pfanne. Ihr müsst dabei ständig die Masse rühren, damit nichts anbrennt. Wenn sich der Palmzucker ganz aufgelöst hat, gebt ihr Zimt, eine Prise Salz und das Wasser dazu und lasst alles noch 2-3 Minutern unter ständigem rühren köcheln. Zum Schluss sollte die Flüssigkeit gut verdampft sein und wenig zähflüssiger Sirup die Kokosraspeln umziehen. Ihr bestreicht die untere Pandankuchenscheibe mit den braunen Kokosraspeln, legt die mittlere Kuchenscheibe darauf, bestreicht diese wieder mit der Kokosfüllung und bedeckt diese mit der dritten Kuchenscheibe. Fertig 🙂

Ach ja, mein kleiner Obstsalat.… Den hatte ich aus folgenden Zutaten zusammen gemischt:

  • 1/2 Banane
  • 2 Kumquats
  • 2 Rambutan
  • 1 Mangostane
  • 1 Aprikose
  • Saft 1/2 Limette

 

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. PurpurBête sagt:

    Ich hab den Kaffee mal probiert, bei einem Kaffeeseminar im Speicherstadtmuseum in Hamburg (sehr empfehlenswert!), und konnte ihm so gar nichts abgewinnen. Ich fand, er hatte so eine Note wie der Gewürzketchup aus meiner Kindheit.
    Die Vortragende nannte diese Geschmacksrichtung „blumig“. Klingt gleich viel besser 😉
    Schade, dass ich ihn nicht mochte, denn wenn man es sich mal ausrechnet, ist der Kopi Luwak gar nicht so unerschwinglich (pro Tasse) und hat viele positive Nebeneffekte, die viele andere Genussmittel nicht haben.

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    1. wiwor sagt:

      mmm…. vsicherlich gibt es auch beim Kopi Luwak Unterschiede oder es liegt an der Lagerung und Zubereitung? Denn meiner schmeckt nicht nach Gewürzketchup, auch nicht blumig, meiner schmeckt nach Kaffee, etwas milder, was ich mir mit dem geringeren Säureanteil erkläre. Regelmäßig kaufen würde ich ihn mir nicht, denn ich weiß auch, dass viele Schleichkatzen zur Produktion in kleinen Käfigen verenden müssen. Das möchte ich keinesfalls durch mein Genussverhalten bewusst fördern. Aber vielleicht sind es auch unsere unterschiedlichen Geschmacksnerven. Jenachdem zu was es verarbeitet ist, finde ich auch weißes Mehl sehr köstlich 😉

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      1. PurpurBête sagt:

        Ich bin sicher, dass es an den unterschiedlichen Geschmacksnerven liegt, denn die Kaffeeseminarfrau konnte das auch nicht recht nachvollziehen. Meine Geruchs- und somit auch Geschmacksnerven überreagieren manchmal …

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      2. wiwor sagt:

        Weißt du was, ich lade ich einfach einmal ein, du bringst den glutenfreien Kuchen und ich stelle neben einem Getränk, das du garantiert magst noch einmal Kopt Luwak dazu 😉

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