Gado Gado oder Mischmasch mit schneller Erdnusssoße

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Also dieses Stöbern durch die vielen tollen Kochblogs ist schon echt gefährlich. Da gibt es nicht nur so viele Anregungen und Inspirationen, gute Ideen und tolle Tipps. Da bekomme ich Appetit. Heute Abend war es ganz schlimm, da hatte ich plötzlich das Gefühl soooooo richtig hungrig zu sein.

Ich ließ die Kochblogs mit knurrendem Magen Kochblogs sein, schaltete den PC aus und eilte durch den ewig langen Flur in die Küche an den Kühlschrank. Was gab er mir her? Na klar, da war noch so viel von meinem letzten Kaufrausch im Asialaden. Aber auch Gurke, Tomaten und Pimientos sowie ein Stück Süßkartoffel und eine letzte Kartoffel. Also gut, dann sollte es Mischmasch geben. Auf indonesisch heißt das Gado Gado und ist ein Gemüsesalat, der ohne Reis gegessen wird. Vielleicht ist dieses Gericht ja ursprünglich aus so einer ähnlichen Situation heraus entstanden, wie ich sie heute Abend hatte.

IMG_3342Für ein gutes Gado Gado könnt ihr alles an Salat und Gemüse mit verwenden, was ihr da habt, es ist ja ein Mischmasch. Ihr könnt einen Rohkostteller zurechtschnibbeln oder das Gemüse kurz blanchieren, bzw. anbraten. So wie ihr es mögt. Ihr könnt  euren Teller mit gekochten Eiern, Krupuk, gerösteten Zwiebeln, Nüssen, Kokosraspeln anreichern und natürlich würden auch Garnelen, Hähnchenfleisch oder anderes Fleisch dazu passen, falls ihr Reste davon über habt. Traditionell wird Gado Gado allerdings ohne Fleisch zubereitet.

Die kleine Herausforderung besteht in der Zubereitung der Erdnusssoße. Da habe ich es mir heute einfach gemacht. Zwar nahm ich keine Fertigsoße aus der Tüte, aber ich griff zur Erdnussbutter, statt zu den Erdnüssen. Und so  habe ich es gemacht:

Erdnusssoße

In jedem Fall benötigt ihr für die Erdnusssoße Knoblauch, Ingwer, Chili, eine Schalotte (oder kleine Zwiebel), Ketjap manis (süße, dickliche Sojasoße),  Zitronengras (oder Zitronensaft), wenig Palmzucker (oder Zucker), Kokosmilch und Erdnussbutter. Wenn ihr es in eurem Gewürzschrank habt, dann ergänzt ihr mit Kurkuma, zerstoßenen Koriandersamen, einer Kemirinuss, einem Stück Galgant und Terassi. Knoblauch, Ingwer und Galgant nehme ich im Verhältnis 1 : 2 : 1/2

Die Schalotte würfelt ihr fein. Aus Knoblauch, Ingwer, Chili und den anderen Gewürzen (ausser dem Zitronengras) stellt ihr im Mixer oder Mörser eine Gewürzpaste her. In wenig Öl bratet ihr die Schalottenwürfelchen glasig und gebt die Gewürzpaste dazu. Ihr müsst diese ständig rühren und achtgeben, dass die Gewürze nicht anbrennen, aber auch, dass ihr die Schärfe nicht zu tief einatmet. Dann löscht ihr das Ganze mit der Kokosmilch ab (ca. 250 ml), gebt einen kräftigen Schuss Ketjap manis dazu und 1 – 2 EL Erdnussbutter. Alles gut verrühren.  Sollte es zu dickflüssig sein, gebt ihr etwas Wasser dazu. Das Zitronengras zerquetscht ihr ein wenig, dass es sein Aroma abgeben kann und gebt es in die Erdnusssoße. Den Herd schaltet ihr auf die niedrigste Stufe und laßt die Soße leise köcheln. Ab und zu müsst ihr sie umrühren, damit sie sich nichts am Topfboden absetzt und anbrennt.

Das Gemüsemischmasch

Ich setzte einen großen Topf mit Wasser auf, weil ich das Gemüse lieber blanchiert mag. Die Kartoffel, die Süßkartoffel, und die Schlangenbohnen schnitt ich in kleine Stifte und kochte sie gar, aber noch mit Biß. Die Möhren, die Auberginen und die Sojabohnenkeimlinge blanchierte ich kurz.

In einer Pfanne mit wenig Olivenöl schwenkte ich die Datteltomaten. Anschließend briet ich in dem Öl zunächst die Pimientos und dann die geviertelten Auberginen an. Schlussendlich briet ich noch Tofuwürfelchen knusprig und kochte ein Ei. Nachdem ich alles schön auf einem Teller angerichtet und brav ein paar Fotos geknipst hatte, stürzte ich mich wie eine hungrige Bärin über meinen Gemüsesalat, ein wundervolles Fingerfood. Doch bitte benutzt zum Essen immer nur die rechte Hand und haltet die linke Hand unter dem Tisch.

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