Ich kann’s nicht sein lassen :-)

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Wisst ihr noch: Wild, ein wenig verdreckt und hungrig stürmtet ihr den Esstisch voller Vorfreude auf hoffentlich eure Lieblingsspeise und dann servierte ich bereits ein optisches Abenteuer. Mal gelang mir das mit der Konsistenz nicht so recht und auch farblich konnte es schon einmal zum weglaufen aussehen. Doch wenn ihr euch dann dennoch daran wagtet, schmeckte es vorzüglich und ihr wünschtet mehr davon. Manchmal sah das Essen ja superlecker und einladend aus, wie z.B. der mit Schokolade überzogene und bunt dekorierte Kuchen zu Julias 7. Geburtstag. Stolz nahm sie ihn mit in die Schule und ihre Klassenkameraden drängelten sich darum, ein Stück zu bekommen. Doch dann schmeckte es so schrecklich kleistrig, bannanig, vollwertig und karottig. Dieser Kuchen hatte so gar nichts mit einem Traum von einem soften schokosüßen Geburtstagskuchen gemeinsam. Die Enttäuschung und die Schmach waren groß.

Ein anderes mal sah es zwar aus, wie immer, aber es schmeckte weniger gut als sonst. In der Regel hatte ich dann mit den Gewürzen gespielt und nicht die richtigen Harmonien getroffen. Schlimm war die Phase, als ich mit Piment experimentierte, das sehr schnell unangenehm dominant werden kann.  Ihr hattet euch trotzdem immer wieder darauf eingelassen und vor allem mit aller  Ehrlichkeit zurück gemeldet, was ihr davon halten würdet. Somit wart ihr die besten Lehrmeister, die ich jemals in der Küche hatte. Danke dafür.

Heute wollte ich mir ein völlig unaufgeregtes, in seiner Einfachheit aber doch so leckeres Mittagessen  machen: Kartoffelpüree mit Frikadellen und Tomatensalat. Doch als ich im Kühlschrank das übriggebliebene Rucola-Pistazien-Pesto vom Sonntag sah, da konnte ich es einfach nicht sein lassen

Und was soll ich euch sagen: ich wurde köstlich belohnt!

Kartoffel-Pesto-Püree an Frikadelle und Tomatensalat

Für das Kartoffelpüree wusch ich 4 kleine Frühkartöffelchen gründlich ab, schnitt sie in grobe Stückchen und setzte sie in einem Topf mit Salzwasser auf. Nach ca. 15 Minuten waren die Kartoffelstücke weich gekocht. IMG_3460 Das überschüssige Wasser goß ich ab, gab einen Schuß Milch und 2 gehäufte TL Pesto dazu, ehe ich sie mit dem Kartoffelstampfer zerdrückte. Abschließend schlug ich die Kartoffelmasse mit dem Schneebesen noch ein wenig cremig-locker auf. Den Fleischteig für die Frikadellen mischte ich aus 200 g Hackfleisch (am besten ist Hackfleisch halb und halb dafür), 1 Ei, 1 EL Senf, 2 TL Paniermehl, 1 kleinen Zwiebel, die ich in feine Würfelchen geschnitten und glasig angedünstet hatte, sowie Salz und Pfeffer. Petersilie hatte ich nicht zur Hand. Die mit nassen Händen geformten Frikadellen habe ich dann mit wenig Butterschmalz in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur gar gebraten. Während dieser Zeit mischte ich in Viertelchen geschnittene Cocktailtomaten mit rohen Zwiebelstreifen, einem Spritzer Zitrone, 1 TL  Tomatenessig, 2 TL Traubenkernöl, Salz und Pfeffer zu einem leichten Salat. Dann habe ich mir alles serviert. Lecker war’s!

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Corinna sagt:

    Sieht doch absolut lecker aus. Und scheinbar ist auch kein Piment dran. 😉

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    1. wiwor sagt:

      stimmt beides, doch beim klassischen Kartoffelbrei war ich nicht geblieben 🙂

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      1. Corinna sagt:

        Ein bisschen Pepp kann auch den Klassikern nicht schaden, aber, wie gesagt, muss es ja nicht immer Piment sein, was das Gericht aufpeppt. 😉 Die Idee mit dem Pesto finde ich super.

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      2. wiwor sagt:

        🙂

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