Das Avocadomenü

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Vor ca. 30 Jahren lernte ich die Avocado kennen. Damals glaubte ich, sie käme aus Frankreich und Israel. Sicherlich waren das die Hauptexporteure nach Deutschland. Ich mochte diese Frucht nicht sonderlich, die recht teuer war, selten reif und meistens grün und bitter schmeckte.  Spannender fand ich es aus den riesigen Kernen der Avocado Keimlinge zu ziehen und kleine Bäumchen in Fensterbankkübelchen zu pflanzen…

… heute weiß ich es besser, habe den nussig-cremigen Geschmack der Avocado erkannt und lieben gelernt, ebenso, wie ihre Wandelbarkeit. Sie ist gar keine bittere Französin, eher eine milde Indio aus Südamerika. Es waren die Azteken, die bereits vor 10.000 Jahren Avocadobäume pflanzten und deren Früchte ernteten. „ahuacatl“ nannten sie diese Frucht.  Das heißt Hoden. Demnach ist die Avocado eine weibliche Frucht mit weichem Fleisch und einem sehr feinen buttrig-nussigen Geschmack, die eher in Frauen als in Männern Sinnlichkeit weckt. In jedem Fall aber kann die Avocado mit ihrem vielen Serotonin glücklich machen!  Trotz ihres hohen Fettgehalts  kann sie den Blutzuckerspiegel senken und damit die Gewichtsreduktion fördern. Das liegt an der Zusammensetzung ihrer Kohlenhydrate.  Sie enthält ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel sowie auf den Blutdruck auswirken und sie ist mit ihrem hohen Linol- und Linolengehalt sehr gut zu unserer Haut (besonders auch bei Neurodermitisneigung). Nicht zuletzt beschenkt sie uns reich mit Vitamin A, B1, B2, C, Folsäure und Kalium. Das spricht sehr dafür ihr heute ein ganzes Menü zu widmen und ein wenig aufzuzeigen wie vielseitig  sie doch sein kann.

Avocado-Zuckermelonen-Salat mit geräuchertem Lachs

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Zuaten für 1 – 2 Personen

  • 1/2 Avocado
  • ca 75 g Zuckermelone
  • 1/2 rote Paprika
  • 1 – 2 Scheiben gräucherten Lachs
  • 1 TL Limettensaft und 2 TL Mandelöl

Zubereitung

  • Die Schale von der Avocadohälfte und der Zuckermelone entfernen und beide in grobe Würfel schneiden
  • die Paprika waschen, entkernen und in feinere Würfelchen schneiden
  • den Lachs in Streifen schneiden
  • alles vorsichtig miteinander vermengen und mit Limettensaft und Mandelöl beträufeln; leicht pfeffern.

Avocado-Safran-Risotto

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Zutaten für 1 – 2 Personen

  • 1 Schalotte
  • 1 TL  Olivenöl und etwas Butter
  • 75 g  Risottoreis (alternativ Milchreis)
  • 3 EL  Weißwein trocken
  • 200 ml  Gemüsebrühe
  • 2 – 3 Safranfädchen gemahlen
  • 1 kleine  Avocado
  • 1 TL  Zitronensaft
  • 1 Tomate
  • 50 g  Parmesankäse, gerieben
  • Basilikum

Zubereitung

  • Ideal ist ein flacher Topf mit einem Boden, der die Wärme gut leitet (ich habe bei der kleinen Menge die Pfanne genommen)
  • in diesem erhitzt ihr das Olivenöl mit wenig Butter und dünstet die fein gewürfelte Schalotte an
  • dazu gebt ihr den Reis und dünstet ihn mit. Wenn die Körner leicht glasig wirken und überall von einem glänzenden Fettfilm umhüllt sind,
  • löscht ihr mit einem Schuss Weißwein ab (natürlich geht es auch ohne Wein, dann nehmt ihr direkt von der Gemüsebrühe. Aber der Wein gibt ein feines Aroma und der Alkohol verkocht ja)
  • den Safran löst ihr in der heißen Brühe auf
  • diese gebt ihr nach und nach an den Reis, immer nur soviel, dass die Flüssigkeit schnell wieder verdampft und alles immer weiter köchelt. Das müsst ihr so lange wiederholen, bis der Reis fast gar ist. Dabei müsst ihr besonders zum Abschluss dabei bleiben und geduldig rühren. Das dürfte insgesamt schon eine knappe halbe Stunde dauern
  • das Risotto ist gut, wenn die Reiskörner nur noch einen ganz kleinen festen Kern haben
  • nun kommt frisch geriebener Parmesan und auch etwas Butter dazu – alles gut unterarbeiten. Die Konsistenz sollte cremig sein, fast ein wenig suppig. Eventuell müsst ihr mit etwas Brühe korrigieren
  • Tomatenwürfel, Avocadowürfel und Basilikum vorsichtig unterheben und sofort servieren, sonst wird es zu fest und der Reis pappig. Gegessen wird klassisch aus tiefen Tellern mit dem Löffel.

eisgekühlte Avocado-Schoko-Creme

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Also gut, es sollte ja eigentlich ein Avocado-Schokoladen-Eis werden. Aber ich hatte es zu spät angesetzt. So wurde es heute eine eisgekühlte Creme und morgen gibt es dann von dem was übrig blieb das Eis 😉

Zutaten für 1 – 2 Personen

  • 1 Avocado
  • 50 g Zartbitter-Schokolade
  • 2 EL Palmzucker
  • 1 EL Mandelöl
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 TL Limettensaft
  • 150 ml Mandelmilch
  • 1 – 2 Scheibchen Banane (sie macht die Konsitenz cremiger, hat aber auch ihren leicht dominanten Eigengeschmack)
  • 1 EL fein gemahlene Haselnüsse

Zubereitung

  • Schokolade im Wasserbad schmelzen und etwas runterkühlen lassen
  • währenddessen alle anderen Zutaten  im Blender oder Mixer kurz pürieren
  • die Schokolade langsam unterrühren
  • in einer verschließbaren Box für 2 – 3 Stunden in die Gefriertruhe geben, ab und zu einmal kräftig umrühren, dass sich keine Eisklümpchen bilden

 

Risottovariationen:

  • Risotto mit Zitronensaft und abgeriebener Zitronenschale
  • Risotto mit Radicchio und Chicoree, mit Rot- statt Weißwein angegossen
  • Risotto mit frischen Pilzen
  • Risotto mit fein gehacktem Rosmarin und Orangeschale
  • Risotto mit grünem Spargel oder mit weißem Spargel
  • Risotto mit ….

Das Prinzip bei der Risottozubereitung ist ja immer gleich 😉

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. dsk sagt:

    Danke für den Post. Auch ich liebe Avocado (spätestens seit ich sie in Guatemala richtig reif gegessen habe), aber es kommt wirklich darauf an, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Ein guter Test ist der Blick unter Stielansatz.;-)

    Allerdings habe ich sie noch nie erwärmt oder gekocht. Muss ich mal probieren. LG Cornelia

    Gefällt 1 Person

    1. wiwor sagt:

      dir auch danke für den Tipp mit dem Blick unter dem Stielansatz, den kannte ich noch nicht.

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