Dä! Do ess hä widder.

am

artig knickse ich vor Zeilenende, weil er mich nominierte für:

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Das werte ich als eine freundliche Anerkennung und Wertschätzung meiner ersten Blogging-Schritte und es kommt eigentlich und ehrlich gesagt zur rechten Zeit daher. Denn ich habe gerade gestern meinen 100. Beitrag veröffentlicht. Ich danke herzlichst für diese kleine Aufmerksamkeit und beantworte zeitnah seine 11 anspruchs- und sinnvolle Fragen:

Blogging, was ist das eigentlich?

Blogging… Blog ging, ja, das kann ich so für mich bestätigen. Das mit dem Blog ging wirklich leicht, schnell und zunächst unkompliziert. Das war und ist genau das richtige für mich. Ich kann einfach loslegen, über die Tastatur huschen und von Buchstabe zu Buchstabe wächst mein kleines Werk. Fast ganz ohne Konzept, ohne Projektplan und Struktur kommt mein Blogging dabei aus, zumindest an der Oberfläche. Blickt man etwas genauer und tiefer wird alles gleich wesentlich komplexer. Blogging, das kann ich sagen, macht mir Spaß, ich lerne dabei viel und unbeschwert, begegne Menschen und erhalte Feedback und Resonanz.

Wo herrscht ernsthaft noch Struktur?

Mmmh… da habe ich eine Gegenfrage: Wo herrscht ernsthaft keine Struktur? Selbst Amoeben sind strukturiert. Ob die Strukturen, denen wir unser Leben anvertrauen sinnvoll und/oder nützlich sind ist eine andere Frage. Wenn wir uns von zu ernsthaften Strukturen beherrschen lassen, kann uns schnell das Lachen verloren gehen, wohingegen zu amorphe Strukturen unserem Leben instabilen Halt und mangelnde Orientierung geben können.

Wenn man dir gutes Geld dafür bezahlen würde, egal wie viel du tust oder wie gut du darin bist: Welche Tätigkeit würdest du ausüben wollen?

Ich würde mehr reisen. In diesem Sinne habe ich meinen Beruf, den ich übrigens sehr gerne ausübe, falsch gewählt. Der Jahresurlaub reicht einfach nicht aus, um meinen Hunger nach Weltenbummeln zu stillen, zumal ich auch tatsächlich Erholungsphasen und das Seele im Nichtstun baumeln lassen für mich brauche.

Welchen Zweck erfüllt Schönheit?
Dazu fällt mir folgendes Zitat des wunderbaren Halldór Laxness ein: „Wer immer nur nach dem Zweck der Dinge fragt, wird ihre Schönheit nie entdecken.

Schönheit empfinde ich als zweckfrei und wohltuend. Ihre Abwesenheit kann aber auch als schmerzhaftes Fehlen oder Verlust empfunden werden. Und dann kommt mir noch das Märchen von Schneewittchen in den Sinn, das den Neid und die Boshaftigkeit thematisiert, die Menschen befallen kann, wenn sie sich in Schönheit vergleichen und messen.

Gibt es so etwas wie eine Entwicklung der Menschheit?

Eine Entwicklung der Menschheit kann ich per se nicht in Frage stellen. Menschen, Völker und Kulturen entwickeln sich. Veränderungen verlaufen dabei sowohl fast subtil, als auch rasant und prägnant. Manches mal bin ich persönlich zutiefst enttäuscht darüber, wie langsam sich doch die Entwicklung hin zu mir wesentlichen Werten vollzieht.

Welches ist dein Lieblings-Insekt?

Die Libelle.

“Was wärst du für ein … ?”

Das ist eine beliebte Frage, die so wunderbar zu “Was ist dein Liebling-…” passt, aber die Auswahl ist doch entweder abgedroschen (Tier, Farbe, Pflanze) oder gewollt lustig (Eissorte, Besteckteil, Rolex-Modell) Such dir also selbst ein Genus Proximum und bestimme, welche Art dessen du bist. Als Frage formuliert: Was wärest du für ein … und warum?

Ich wäre das kostbare Salz in der Suppe, gebe meinem Blog hier „Geschmack“ und Substanz. Dieser Blog könnte ohne mich genauso wenig leben, wie die Menschen ohne das Salz. Denn dieser Mineralstoff regelt den Wasserkreislauf im Körper. Brot kann man auch kaum ohne Salz backen. Überall dort, wo Mehl verarbeitet wird, gehört eine Prise Salz hinein, um die Stärke zu stabilisieren. Gemüse wird im Salzwasser gegart, welches die Zellwände aufschließt, schneller garen lässt und so wichtige Inhaltsstoffe erhält. Ja, wenn ich eine Mineral wäre, dann wäre ich das salzige Salz.

Hast du bei der letzten Wahl deine Stimme abgegeben?

ja

Warum hast du das (nicht) getan?

Ich meine, dass unser demokratisches Gemeinwesen, ob auf Länder- oder Bundesebene, auf dem Gang zur Wahlurne basiert. Mit meiner Stimmabgabe kann ich einen wirksamen Beitrag zu einem aktuellen gesellschaftlichen Meinungsbild leisten und gewünschte politische Veränderungen bestärken.

Was ist dein ganz besonderes Talent?

Mein ganz besonderes Talent ist es in wenigstens jedes zweite Fettnäpfchen zu treten, selbst, wenn es gerade gar nicht aufgestellt war.

Ist in einer technisierten Welt Platz für Magie?

Den magischsten Menschen bin zumindest ich bei den Naturwissenschaftler*innen und Ingenieur*innen begegnet. Und wer schon einmal hinter die Kulissen einer Bühne geschaut hat, der bekommt eine leise Ahnung davon, dass gerade Technik Magie und Zauber möglich macht. Deshalb meine ich, dass sich Technik und Magie geradezu gegenseitig bedingen.

So und jetzt habe ich erst einmal eine Bitte an Zeilenende: du hattest ja geschrieben: „… Auch wenn ihr nicht glauben mögt, dass sie einen Sinn haben: Sie haben einen!“ Mich interessiert, welchen Sinn. Ich meine, welchen Sinn hattest du dir hinter diese Fragenkombination gelegt?

Und dann stelle ich zum zweiten Mal die Regeln vor:

  • Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat
  • Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat
  • Füge eines der Liebster-Blog-Award Buttons in Deinen Post ein
  • Beantworte die Dir gestellten Fragen
  • Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst
  • Nominiere 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
  • Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast

Meine Fragen sind:

  1. Was schätzt du ganz besonders am bloggen?

  2. Worüber hast du heute herzhaft gelacht?

  3. Was ist eine gesunde Ernährung?

  4. Und wenn wir schon dabei sind, was ist Gesundheit?

  5. Wo hat deine Toleranz ihre Grenzen?

  6. Was macht einen guten Blog aus?

  7. Welche Nachteile hat das Bloggen?

  8. Welchen Kinofilm sollte man keinesfalls verpassen?

  9. Mit welchem Promi würdest du 1 Woche lang das Leben tauschen wollen?

  10. Was würdest du nie und niemals essen?

  11. Wenn du zwischen Berlin und Neuwerk wählen solltest, wo würdest du dich dann niederlassen?

Und ich nominiere frank und frei ohne jede Rangfolge:

Julia von LEICHT ESSEN – gesund durchs Leben

Desi von brutzelmania – die schnelle, gesunde Küche

Sherry von Herz im Kopf Blog

Professor Mundls Küchenblog

Susanna von Mehlstaub & Ofenduft

Haris von HARIS & THE CITY

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Vielen vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht und so wundervolle Antworten gegeben hast. Insbesondere die „Was wärst du für ein …“ hätte ich dieses poetische Potential ehrlich gesagt nicht zugetraut. Deine Frage beantworte ich dir gern, es gibt sogar zwei Antworten, von denen du dir eine selbst gegeben hast, als du die Fragen mit für mich erstaunlichen Antworten beantwortet hast: Fragen sind für mich Sprungbretter ins Denken, mal ins Nachdenken, mal ins Phantasieren. Besonders wichtig waren mir deshalb die erste und die letzte Frage, die mich immer mal wieder umtreiben.
    Die zweite Antwort basiert auf den Antworten, die ich gegeben hätte: Sie bearbeiten drei Themenkomplexe: Die nach der Struktur, dem „Traumberuf“, der Entwicklung und die beiden Fragen zur Wahl (Was willst du?), wiederum die nach der Struktur die nach Schönheit, dem Insekt und der Magie (Was ist das Außergewöhnliche?) und der dritte Komplex die nach dem Bloggen, dem Was wärest du für ein, den beiden Wahlfragen erneut und die nach dem besonderen Talent (Wer bist du?) … Und die drei Komplexe hängen natürlich wieder zusammen, ebenso wie sich die Fragen auch untereinander noch einmal aufeinander beziehen (denke ich an Insekten, denke ich an ihre spezifische Struktur und die Schönheit ihrer Facettenaugen, deine Libelle passt da wunderbar hinein … Bei mir ist es übrigens die Gottesanbeterin). Kurz: In meinem Kopf verweisen die Fragen aufeinander, spielen mit Utopie, Realität und uns mittendrin. Es ist also kein handfester Sinn, aber eine Sinnmöglichkeit.
    Nochmals vielen Dank für deine Antworten, ich werde sowohl Salz als auch Theaterbühnen von nun an mit anderen Augen sehen, habe einen weiteren Aspekt entdeckt, warum ich blogge (weil es so einfach ist – einfache wie elegante Antwort), und weiß endlich, wer mich davor bewahrt, jedes Fettnäpfchen zu erwischen. Ich freue mich von nun an glatt doppelt auf viele weitere Beiträge von dir.☺

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  2. wiltrud sagt:

    Gerne doch und toll, dass du mir so anschaulich die Struktur mit ihren Hintergründen zu deinen Fragen erläutert hast. Dem kann ich gut folgen. Die Gottesanbeterin finde ich auch anmutig und schön anzusehen. Allerdings verspeisen hungrige Damen dieser Gattung die sich ihnen interessiert nähernden Männer. Das ist mir suspekt 😉

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  3. kowkla123 sagt:

    ich sag mal so, Fettnäppfchen trifft eigentlich jeder und dann braucht man von den Betroffenen Toleranz, schönen Sonntag wünsche ich dir

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    1. wiltrud sagt:

      meinst du, das sei also kein besonderes Talent 😉

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    1. wiltrud sagt:

      Du bis eine !!!!! 😂😂😂

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