Bohnen-Kohlrabi-Suppe mit Grünkernklößchen

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Es waren einmal ein Vater und eine Mutter, die hatten 3 Kinder. Sie waren weder arm, noch waren sie reich und so lebten sie recht zufrieden in einer großen Stadt. Eines Tages erkrankte die Mutter und musste für längere Zeit das Haus verlassen, um  von den Ärzten behandeln zu werden. Da musste der Vater plötzlich alleine zurecht kommen mit der Arbeit, dem Haushalt und der Kindererziehung. Er war damit schon ein wenig überfordert. So kam es dann ganz dicke: Er hatte einen Waschtag angesetzt, ohne das Fusselsieb der Waschmaschine zu überprüfen. In das hatte sich eine der vielen Socken verfangen. Die Waschmaschine lief aus und setzte das Badezimmer unter Wasser. Vor Schreck ließ der überforderte Mann den Salztopf in die Suppe fallen. Als er diesen fluchend wieder heraus fischte, verbrannte er sich auch noch die Finger. Das machte ihn nicht fröhlicher. Fluchend stellte er für die Kinder den Suppentopf auf den Tisch und eilte ins Badezimmer, um den Schaden zu beheben.

Als die Kinder hungrig von der Schule nach Hause kamen, sahen sie ihren Vater nicht. Dafür aber entdeckten sie den gedeckten Tisch mit dem gefüllten Suppentopf. Wie freuten sie sich. Ihr Vater kochte immer sooo leckere Sachen und Suppen mochten sie besonders gerne. Schnell setzten sie sich an den Tisch, füllten ihre Teller und löffelten gierig darauf los. Doch was war das? Sie prusteten und husteten, so salzig war die Suppe. Da kam der Vater barfuß, mit nassen Hosenbeinen und triefnasser Wäsche unter dem Arm aus dem Badezimmer an ihnen vorbei. „Warum ist die Suppe so salzig“ fragte das erste Kind und das zweite Kind setzte nach „die schmeckt ganz eckelig, Papa.“

„Eßt einfach“, sagte der Vater, „ich muss mich um die Wäsche und das Bad kümmern.“ „Aber…“ jammerte das dritte Kind und der Vater unterbrach es ungehalten: „Ihr eßt was auf den Tisch kommt!“ und eilte davon. Ratlos blickten sich die Kinder an. Das Kleinste hatte eine Idee. Es nahm die Orangenlimonade und kippte diese in den Suppentopf. Nun war die Suppe nicht mehr versalzen, dafür aber lauwarm, süß und sprudelig. Kurzum, es gab kein happy end, aber auch kein Drama. Die Mutter kehrte genesen nach Hause zurück, die Familie lebte ruhig weiter und die Kinder wuchsen heran. Dieses kleine Ereignis wurde zur Anekdote, die immer einmal wieder auf Familienfeiern und nun auch hier zum Besten gegeben wird.

Wenn ihr nun meint, ich hätte heute mein Süppchen versalzen, dann irrt ihr aber gewaltig. Es hat ganz fein und köstlich geschmeckt. Deutscher Grünkern, marrokanische Salzzitrone und persisches Advieh passen wunderbar zusammen. Auch der Nährwert dieses Süppchens war ausgewogen. So läßt sich gesund gut genießen, macht Freude und schmeckt gleich auch noch nach mehr:

Featured imageZutaten für 2 Personen

  • 10 g Butter
  • 1 kleine Schalotte
  • 150 ml Wasser
  • 50 ml Milch
  • 1/4 TL Advieh
  • 75 g Grünkernschrot
  • 1 Ei
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 Kartoffel
  • 1 Kohlrabi
  • 240 g weiße Bohnen aus der Dose
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 Salzzitrone
  • 3 Zweige glatte Petersilie
  • 5 Minzblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Küchengeräte

1 Schneidebrett, 1 Messer, 1 kleiner und ein großer Topf, 1 Rührlöfel

Zubereitungszeit

45 Minuten

Zubereitung

Die Schalotte glein gewürfelt mit dem Advieh in Butter anschwitzen und mit der Milch und dem Wasser ablöschen.

Den Grünkernschrot dazu geben und unter ständigem rühren einen Brandteig kochen, der sich zu einem glänzenden Klumpen zusammenzieht und vom Topfboden löst. diesen etwas auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffel und die Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden. Die weißen Bohnen über ein Sieb ausschütten und abtropfen lassen.

Die Gemüsebrühe mit der Salzzitrone erhitzen und das Gemüse dazu geben und leise köcheln lassen.

Unter den abgekühlten Brandteig ein Ein rühren. Mit nassen Händen aus dieser Masse kleine Klößchen formen und diese mit in die Gemüsebrühe geben. Nach 10-15 Minuten sollten die Klößchen an der Oberfläche schwimmen und somit gar sein.

Knoblauch, Petersilie und Minze fein schneiden und kurz vor dem Servieren an die Suppe geben.Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Oh weia 😳😊 lecker 😊

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    1. Wiltrud sagt:

      was denn jetzt, die Limosuppe? 😂😂😂

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Für die das Au weia…für den Grünkern das lecker…..😊

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  2. Zeilenende sagt:

    Limonadensuppe… Welch herrliche Idee. Probiere ich bei Gelegenheit glatt mal aus. 😊

    Gefällt 1 Person

    1. Wiltrud sagt:

      ich kann das ja schon lange nicht mehr nachschmecken, doch wir alle erinnern uns, dass es nicht unseren Geschmack traf… um es mal diplomatisch auszudrücken.

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