knuspriges Tempeh kering, zu gedämpften Klebreis und Kohlrabisalat

am

Vergangene Woche hatte ich mir wieder Glücksrollen für’s Büro gerollt. Dieses Mal allerdings mit einem selbstgemachten Dip aus Essig, Zitronensaft, Austernsoße, Honig, Chili und Knoblauch.

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Fragt mich nicht, denn ich weiß nicht mehr in welchem Verhätnis ich die Zutaten genau mischte. Solche Dips mache ich immer nach Gefühl und dem was gerade da ist. Ein schönes Rezept findet ihr allerdings auf heat’n’eat von Alex.

Jedenfalls stand jetzt noch ein Schälchen mit diesem Dip im Kühlschrank. Und was macht Wili damit? Sie nutzt es einfach als Vinaigrette für einen Kohlrabisalat. Den Rest, der dann immer noch übrig blieb, mischte sie unter das Tempeh kering.  Das ist eine indonesische Knusperbeilage, die dazu verführt sie wie Chips zügellos zu vernaschen. Dabei hat sie einen ähnlich hohen Fettgehalt und ein ähnliches Suchtpotenzial.

Tempeh kering

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Zutaten

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  • 1/2 Block Tempeh
  • 1 1/2 EL Ketcap Manis
  • 1 Stck. Trassi optional und nach Geschmack
  • Chili nach Geschmack, hier 3 Stück
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 3-4 rote Schalotten
  • 1 handvoll ungesalzene Erdnüsse
  • 1 TL Palmzucker
  • 1 Zitronengras
  • 2 Daun jeruk purut (Kafirlimettenblätter)
  • etwas Wasser (hier mit der restlichen Dipsoße)
  • Öl zum Frittieren

Zubereitung

Das Tempeh in kleine Streifen oder Würfel schneiden, das Zitronengras grob zerquetschen und verknoten und die übrigen Zutaten ausgenommen der Daun jeruk purut im Mörser zu einer Gewürzpaste zerstoßen.

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Reichlich Öl (ich nehme Traubenkernöl) in der Pfanne erhitzen und das Tempeh darin goldbraun frittieren. Wenn das Öl richtig heiß ist, nehmen die Tempehstückchen wenig Fett auf.

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Über einer hitzebeständigen Schüssel ein Sieb geben und behutsam den Pfanneninhalt darüber ausgießen. Die Tempehstückchen gut abtropfen lassen.

Die Pfanne mit 2 TL Öl zurück auf den Herd stellen und das Zitronengras mit den Daun jeruk purut darin anbraten.

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Die Gewürzpaste hinzugeben und kurz anbraten.

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Schließlich die Tempehstückchen unterrühren und karamelisieren lassen.

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Dazu habe ich eine Kaffeetasse Klebreis über einem Bananenblatt gedämpft.

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Das dauerte am längsten. Reis braucht einfach seine Zeit. Nach dem Waschen muss er mindestens 3 Stunden in frischem Wasser quellen. Anschließend und völlig unabhängig davon ob ihr ihn nun dämpft, im Reiskocher oder in einem Topf kocht, braucht er 30-40 Minuten bis er gar ist.

Der Kohlrabisalat hingegen war noch schneller fertig als das Tempeh kering.

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Die Kohlrabi stifteln oder wie hier mit dem Spiralschneider schneiden und 3 EL von dem Glücksrollendip untermengen. Etwas Koriandergrün und ein paar geröstete Sesamsamen dazugeben und fertig ist ein frischer Kohlrabisalat, der asiatisch wirkt. Öl braucht er nicht. Das Tempeh kering hat genug davon.

So hatte ich eine unkomplizierte und doch exquisite Mahlzeit.

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22 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Tönt lecker…..sieht lecker aus…..schmeckt bestimmt lecker 🙂

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    1. Wili sagt:

      ja, schmeckt mir gut.
      Ich mag es ja feurig 😉

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Sehr schön 🙂

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      2. Wili sagt:

        🙂

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      3. Es Marinsche kocht sagt:

        Habe mir die Kräuteraufbewahrungsbox übrigens bestellt, weil ich noch etwas anderes brauchte 😉

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      4. Wili sagt:

        gut so 🙂

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      5. Es Marinsche kocht sagt:

        Trotzdem danke für’s Äuglein aufhalten 😉

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      6. Wili sagt:

        dafür nicht, absolut 😉

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  2. Landidylle sagt:

    Das ist wieder eines von den Gerichten, wo ich angesichts der Zutaten ziemlich ahnungslos bin, was das sein könnte und wie das schmeckt.:) Es klingt aber so interessant und lecker, dass ich vermutlich mal wieder deine umfangreiche Zutatensammlung durchstöbern werde(n muss).

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    1. Wili sagt:

      Tempeh steht da noch nicht drin. aber wiki hilft auch. https://de.wikipedia.org/wiki/Tempeh

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  3. Winnie sagt:

    Tempeh ist leider nicht gleich Tempeh, hab schon 3x echt daneben gegriffen :-/

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    1. Wili sagt:

      Wie meinst du das? Seit 30 Jahren kaufe ich Tempeh und ich habe noch nicht daneben gegriffen.

      Zudem könntest du es ja auch selst herstellen. Allerdings scheint mir das zu aufwendig für die kleinen Mengen, die ich benötige

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      1. Winnie sagt:

        Meine waren stets entweder zu alt und daher säuerlicher als normal oder ich weiß auch nicht. Auch mein Indonesischer Freund sagte, dass jedes Tempeh anders schmeckt, … nicht jeder Naturtofu schmeckt gleich dem anderen – da ist es ähnlich

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      2. Wili sagt:

        ja, das kann sein. Hier gibt es bestimmte Liefertage für Tempeh und die packungen haben ein Haltbarkeitsdatum. Du kannst die Frische auch an der Farbe erkennen. Je älter, um so dunkler und gelblicher.

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      3. Winnie sagt:

        aha, … ich kaufte den bislang beim Asia-Laden, … da hab ich noch nie aufs Datum geschaut => FEHLER

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      4. Wili sagt:

        😉
        ich kaufe auch im Asialaden….. Das sind in der Regel keine Indonesier und sie kennen Tempeh gar nicht.

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  4. Lecker und ein sehr hübsches Foto 🙂 Die bunt gemusterten Schalen sind toll!

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    1. Wili sagt:

      danke, ich freue mich immer, wenn es euch gefällt.

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      1. Dann geht es uns ja gleich 🙂

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  5. Limenaria sagt:

    Hallo Wili, wieder was dazugelernt 🙂 und die Fotos gefallen mir auch sehr gut. Abgesehen davon, dass ich wieder Hunger habe ;). LG

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  6. Ohhhh. Tempeh! Ich/wir lieben es! Wie wichtig ist das Trassi für den Geschmack? Der Rest müsste hier vorrätig sein :))

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    1. Wili sagt:

      ich mag das Trassi sehr gerne, aber es geht natürlich auch ohne. Dann ist es sogar vegetarisch/vegan 😉
      du könntest auch Ingwer dazu geben.

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