vegetarischer Staudensellerieeintopf (Khoresht-e karafs gijahi) – خورش کرفس گیاهی

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Das klassische Khoreht-e karafs ist ein weiteres gesundes und leckeres iranisches Gericht in das ich mich quasi einfach nur hineinknien kann. Einfache Zutaten wie Fleisch, gleichmäßig geschnittener Staudensellerie, fein gehackte Petersilie, Minze und Limoo omani oder frisch gepresster Limettensaft sowie die richtige Menge an Würze verbinden durch schonendes und langsames Köcheln ihre Aormen zu einer sanft erfrischenden Speise des Orients. Sie schmeckt, als würde ein kleiner Zitronenfalter mitten durch den nasskalten Winter flattern oder wie eine erfrischende Schneeballschlacht an heißen Sommertagen. Dieser „Eintopf“ ist einfach nur ein gesundes Soulfood für jede Jahreszeit, so wie er ist.  Dennoch habe ich diesen enfach nicht mehr zu toppenden iranischen Klassiker abgewandelt, indem ich das Fleisch durch Bohnen und Kartoffeln ersetzte. Die feine minzige Säure blieb dem Gericht erhalten und schmiegte sich wunderbar an den Staudensellerie und die Kartoffeln. Doch Bohnen schmecken einfach anders als Lammfleisch oder Rind. Es ist auch ein enormer Unterschied ob die Basis aus einem Gemüse- oder einem Fleischsud besteht. So bin ich der Meinung, dass dieser vegetarische Staudensellerieeintopf ein köstliches und völig eigenständiges Gericht neben Koresht-e karafs geworden ist.

Zutaten für 4 Portionen

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  • 1 Schalotte
  • 2 Kartoffeln
  • 1 kleiner Staudensellerie
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 kleine Dose braune Bohnen (optional, ihr könnt auch andere Proteinträger nehmen)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Limoo omani
  • Kurkuma, Salz, Pfeffer, Chili
  • 2 EL getrocknete Nanaminze
  • Öl

Küchengeräte

Schneidebrett und Messer, 1 Topf, 1 Pfanne, 1 Holzlöffel

Zubereitungszeit

kanpp 60 Minuten

Zubereitung

Kartoffeln, Sellerie und Petersilie waschen. Die Bohnen über einem Sieb ausschütten und ebenfalls abspülen. Schalotte und Knoblauch schälen. die limoo omani mit heißem Wasser übergießen und darin aufweichen lassen.

Das Gemüse in gleichmäßige Stückchen schneiden. Petersilie und Sellerieblätter grob hacken. Die Schalotte in Scheiben und den Knoblauch in Würfelchen schneiden.

In einem Topf Öl erhitzen und die Schalotte darin glasig dünsten. Dann die Kartoffeln und die Gewürze bis auf de Minze und den Knoblauch dazu geben. Alles kräftig anrösten. Die Selleriestückchen hinzugeben und ebenfalls anbraten.

Dann die Gemüsebrühe hinzugeben und alles 40 Minuten köcheln lassen, ehe die eingestochenen limoo omani und der Knoblauch hinzugefügt werden.

In einer Pfanne Öl erhitzen: Petersilie, Selerieblätter und die Minze darin anbraten und dann zu dem übrigen Gemüse geben. Alles noch ca 15-20 Minuten köcheln lassen.

Ihr könt es bereits so als Einfopf essen oder mit leckerem persischen Basmatireis servieren.

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20 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Leeeeeecker…..ich habe Staudensellerie bisher nur roh gegessen….gekocht schmeckt er bestimmt auch fein 🙂

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    1. Wili sagt:

      ja, ganz anders. Ich mag ihn roh nicht so gerne, aber diese Khoresht’s liebe ich

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Muss ich mal probieren demnächst 🙂

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      2. Wili sagt:

        ja, probiere es mal 🙂

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      3. Es Marinsche kocht sagt:

        Später, wenn ich wieder ordentlich würzen kann 😉 bin gespannt!

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      4. Wili sagt:

        ja, klar 🙂

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      5. Es Marinsche kocht sagt:

        🙂

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  2. Im Rezept ist keine Angabe zum ÖI. Nimmt man im Iran Rohöl?
    LG, Bernhard

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    1. Wili sagt:

      Die Autorin stellt Ihnen frei, welches Öl und welche Menge davon Sie zum anbraten benötigen.
      Im Iran nimmt man ein neutrales Pflanzenöl wie Traubenkern- und Sonnenblumenöl oder aber Ghee, eine Art Butterschmalz.
      LG, Wili

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      1. Das Rohöl war eigentlich zum schmunzeln gedacht. Aber danke für die ausführliche Antwort. Ich habe tatsächlich keine Ahnung von der Persischen Küche. LG, Bernhard

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      2. Wili sagt:

        ich habe ja auch geschmunzelt bevor ich sachlich antwortte…

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  3. Zeilenende sagt:

    Verlockend schauts ja aus, auch wenn ich kein Freund vom Staudensellerie bin. Egal ob roh oder gegart. Aber vielleicht kriegt er eine Chance. Da ich mit braunen Bohnen indes nichts anfangen kann: Das sind ganz schön große Kaliber, oder? So die Ausmaße der dicken weißen Bohnen aus der griechischen Küche, schätze ich vom Bild her.

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    1. Wili sagt:

      nee, das Fotot äuscht. Die sind noch kleiner als Kidneybohnen. Du kannst da aber auch andere Bohnen oder Kichererbsen nehmen oder sie ganz weg lassen. In das klassische Rezept gehören sie nicht rein. Ich nahm sie als pflanzliche Proteinspender, quasi als Fleischersatz.

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      1. Zeilenende sagt:

        Beim Kochen kommt es durchaus auf die Größe an … Also so rein gerichtstexturmäßig. *g* Ich werf im Zweifelsfall eine Münze ob mir nach Fleisch ist oder nicht, wenn ich im Supermarkt um den Staudensellerie schleiche und an das Rezept denke. 🙂

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      2. Wili sagt:

        guuter Lösungsvorschlag….
        Mir persönlich schmeckt Khoresht-e karafs mit Fleisch einen Ticken besser 😉

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  4. Lustig, ich habe gerade in den vergangenen 14 Tagen gleich an 4 Tagen Eintöpfe mit Staudensellerie gekocht, teils ganz ähnlich wie du aber mit Fleisch, Knoblauch, Kurkuma, Erdäpfeln, Schwammerl, etc…wirklich erfrischend!

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    1. Wili sagt:

      das ist wirklich lustig. Ich mag besonders die Kombination von Staudensellerie, Minze und Limone. Dazu weiß ich jetzt, dass mir dies mit Lammfleisch besser schmeckt, als vegetarisch 😉

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  5. Klingt klasse, das Rezept UND der Text 🙂
    „Sie schmeckt, als würde ein kleiner Zitronenfalter mitten durch den nasskalten Winter flattern „

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  6. dsk sagt:

    Lecker, muss ich probieren.

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