Pfannenkebab (Kebab Tabei/digi) – کباب تابه ای / کباب دیگی

am

Was das Grillwürstchen für die Deutschen ist das Kebab den Iranern. Wenn uns jetzt bald die Frühlingssonne wieder mit unseren Grills in den Garten und auf die öffentlichen Rasenflächen lockt, dann duften Kebabs und Würstchen um die Wette und machen nicht nur die Schnuppernasen der streunenden Hunde verrückt. Doch noch ist es nicht soweit.

Eine einfache, schnell zubereitete, megaleckere und preiswerte Alternative ist da ein köstliches Pfannenkebab. Ein Muss, kommt wenigstens eines meiner Kinder zu Besuch. Denn sie lieben es. Ich glaube sie lernten Pfannenkebab zu kochen bevor sie lesen und schreiben konnten. Es ist aber auch wirklich schnell und einfach gemacht.  Die ganze Kunst besteht in der sorgfälltigen Auswahl des Fleisches, der rechten Mischung aus geriebenen Zwiebeln und salzigen Tränen sowie einer doch eher kräftigen Schlagtechnik. Aber lest und überzeugt euch selbst:

Zutaten für 4 Portionen

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  • 500 g Rinderhüftsteak fein gewolft (es geht auch Rinderhack, Rinder- und Lammhack, aber auch Rinderhack mit Schweinemett)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Messerspitze Kurkuma
  • 1 Messerspitze Somak
  • 1 Messerspitze Curry (Und/oder Koriander und/oder Piment und/oder Chili)
  • 50 ml Wasser
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 TL Butterschmalz

Küchengeräte

1 Schüssel, 1 Messer, 1 Reibe, 1 Sieb, 1 Glas, 1 Gabel, 1 Pfanne, 1 Pfannenwender

Zubereitungszeit

15 -20 Minuten

Zubereitung

Ich beginne mit der unangenehmeren Tätigkeit und schäle zunächst die Zwiebel. Dann reibe ich sie fein. Dabei kullern mir immer ein paar Tränchen über die Zwiebelmasse – nein, das ist natürlich Blödsinn. Die feingeriebene Zwiebel gieße ich über ein Sieb und drücke den Zwiebelsaft gut aus.

Die trockene Zwiebelmasse vermenge ich gründlich mit dem Hackfleisch und den Gewürzen zu einer homogenen und gut bindenden Fleischmasse.

Es wird immer feiner, wenn ihr fertiges Hackfleisch nochmals durch den Fleischwolf dreht.
Das ist insbesondere dann ein Muss, wenn ihr beim türkischen Metzger ein Gemisch aus Rinder- und Lammhack gekauft habt. Denn dieses enthält oft zu grobe Fettstückchen.
Das bei uns übliche Hackfleisch halb und halb mit Schweinemett macht besonders saftige Kebabs. Wir mögen diese Variante sehr gerne. Allerdings haben wir selbstverständlich auch keine ethischen oder religiösen bedenken. Ich würde es nie und niemals meinen vegetarischen, veganen und muslimischen Gästen anbieten.

Dann wird der entstandene Fleischklops mehrmals kräftig auf den Pfannenboden geschlagen. Dabei tritt etwas Fett aus der Fleischmasse aus. Dieses überzieht den Pfannenboden. Darauf wird dann die Fleischmasse gleichmässig verteilt. Das Tomatenmark wird in dem Wasser gelöst und mit dem Butterschmalz bereit gehalten.

Jetzt wird die Pfanne auf dem Herd zügig erhitzt und der Fleischfladen von beiden Seiten kräftig angebraten. Spätestens hier erkennt ihr die Qualität eures Fleisches. Wenn der Fleischfladen arg zu schrumpfen beginnt und gräulich im Wasser schwimmt solltet ihr die Bezugsquelle wechseln.

Sollte zu wenig Fett in der Pfanne sein, gebt ihr das Butterschmalz hinzu und lasst es unter den Fleischfladen fließen. Zum Schluss übergießt ihr den „Braten“ mit dem Tomatenmarkwasser und lasst dieses kräftig blubbernd einköcheln. Dabei wendet ihr das Fleisch ruhig nochmals. Wenn ihr mögt könnt ihr noch pro Portion 1-2 Tomaten anbraten.

Klassischer Weise gibt es dazu leckeren Basmatireis mit oder ohne Safran mit Somak und einen gemischten Salat. Ich empfehle euch den Salat vor dem Kebab zuzubereiten. Der Reis dämpft ja von alleine und benötigt mit ca 40 Minuten die längste Zubereitungszeit.

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Limenaria sagt:

    Auch wieder ein Gericht, was ich noch nicht kenne, aber alleine schon der Gedanke an den Duft ……….. lecker mutet das Gericht an ! 🙂

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    1. Wili sagt:

      ja, es ist lecker und schnell gemacht 🙂

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  2. bentolily sagt:

    Ein praktisches Verfahren, vor allem bei der schnellen Küche unter der Woche, zu Kebab zu kommen 😉 So gefällt mir das. Idee habe ich mal aufgepickt … es bruzzelt gerade in der Pfanne, wenn auch eher TexMex-gewürzt. Und jetzt muss ich essen 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Wili sagt:

      Guten Appetit 🙂

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