Bánh mi – französisch-vietnamesisches Sandwich

am

Neugier kann gelegentlich reich machen. Mich machte sie gerade Wurstreich, also reich an vietnamesischer Wurst, um es genau zu schreiben, zur stolzen Besitzerin von zwei vitnamesischen Würsten Gio Lua.

Das ist toll, denn seit ich hier Hang getroffen habe, bin ich neugierig auf vietnamesische Wurst, wollte sie bereits seit einiger Zeit einmal probieren. Jetzt habe ich sie im Überfluss in meiner Küche. Denn ich kaufte eine vietnamesische Wurst aus der Tiefkühltheke des Asialadens und ein geheimnisvolles kleines längliches Etwas aus der Kühltheke, das fest in einem Bananenblatt gewickelt und geschnürt war. Es lag zwischen all den verschiedenen Tofupacks. Ich nahm eins in die Hand, bemerkte, dass das Bananenblatt ein Imitat aus Folie ist, roch erfolglos daran, hielt ebenso erfolglos Ausschau nach einem Verkäufer und packte es dann in meinen Einkaufskorb.

Sie schmeckt ein wenig wie eine etwas süßliche Lyoner, ist dabei farbloser und weicher. Auch Fischsauce schmeckte ich heraus…. neu für meinen Gaumen und angenehm. Ja klar, Vietnam war Teil Französsisch-Indochinas… Und so wie die Franzosen in Sprache und Küche ihre Spuren in Köln zurück ließen, so taten sie das auch und vielleicht sogar sehr viel ausgeprägter in Vietnam. So heißt pho mát (fromage) Käse, búp bé (poupée) Puppe und bánh mi ist ein Baguette, belegt mit vietnamesischer Wurst und/oder südostasiatisch mariniertem Fleisch, süß-sauer eingelegtem Gemüse, Gurken und frischem Koriander. Aber auch Mayonnaise und Maggi gehören auf ein bánh mi. Es schmeckt nach Paris und nach Peking. Es schmeckt, wie ich mir Saigon vorstelle: Knusprig-knackig und weich, süß-sauer und salzig, saftig und cremig-frisch, erstaunlich leicht, was es ja absolut nicht ist. Für mich ist es eine neue Art belegtes Brot, das ich mir ab und zu gerne mit zur Arbeit nehmen werde oder in den Picknickkorb packe.

Zudem freue ich mich jetzt auch noch mehr auf die kommende Grillsaison. Denn da wird es neben Kebab, Saté und Burger jetzt auch bánh mi mit gegrilltem Schweine- und Hähnchenfleisch geben. Das schöne ist, dass man eigentlich alle Basiszutaten für bánh mi einfach zubereiten und damit die Qualität gut beeinflussen kann. Angefangen von dem Baguette, über die Wurst, Mayonnaise bis hin zum Đồ chua, dem süß-sauer eingelegtem Gemüse. Ich habe hier das Baguette, die Mayonnaise und das Đồ chua selbst zubereitet. Ihr könnt diese einzelnen Komponenten aber auch alle fertig kaufen.

IMG_7844

von unten nach oben habe ich das Baguette wie folgt belegt:

  • Mayonnaise
  • Gio Lua – Scheiben
  • Gurkenscheiben
  • Đồ chua
  • frischer Koriander und Thaibasilikum (weil ich das so sehr gerne mag)
  • ein paar Tropfen Maggi

 

18 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hang sagt:

    Liebe Wili,
    es sieht sehr toll aus! gut gemacht 👍👍👍 Da freue ich mich sehr, dass es Dir gut gefällt. 😊 Die gekaufte Würst schmeckt ganz anders als selbstgemachte Würst. Es ist nicht schwierig selber zu machen. Du kannst den Beitrag “ Schweinebrät“ vorbeischauen. Man kann die vietnamesische Wurst ohne Küchenmaschine selber herstellen.
    Liebe Grüße 💖 Hang

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    1. Wili sagt:

      Danke, liebe Hang 💐 Ich werde dein Rezept nachmachen, wenn ich die Wurst aufgebraucht habe. Heute werde ich erst einmal die Paté herstellen und Thit Nguoi möchte ich auch probieren. Und dann ist erst mal wieder Fleisch- und Wurstpause 😉
      Liebe Grüße, Wili

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      1. Hang sagt:

        Wow…Du bist aber sehr fleißig! ein schönes Wochenende, liebe Wili! 😘

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  2. Zeilenende sagt:

    Moah … Diese Sub-Sandwiches liebe ich ja genau wegen dieser reichhaltigen Optik (und weil sie schmecken) … Zum An-, Rein- und Wegbeißen. 🙂

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    1. Wili sagt:

      yepp 😀 Dieses war knusprig und „exotisch“

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  3. Es Marinsche kocht sagt:

    Es sieht köstlich aus 🙂

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    1. Wili sagt:

      ist es bestimmt auch mit ohne FleischWurst und mit marinietem Tofu 😉

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, ja 😊 und durch das Gemüse ist es schön saftig 😊

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      2. Wili sagt:

        ja, das Gemüse, besonders diese eingelegten Karotten mit Rettich gibt dem einen besonderen Kick. Ich habe auch noch Tempeh und Acar…. ganz neue Sandwitchkreationen kommen mir jetzt in den Sinn… also, für mich ganz neue… 😀

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      3. Es Marinsche kocht sagt:

        Gut das wir drüber geredet haben 😉 was ist denn Acar?

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      4. Wili sagt:

        meinst du?
        Acar ist die indonesische Variante eingelegten Gemüses. Da kommen noch ein paar Gewürze und natürlich chili hinzu 😉

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      5. Es Marinsche kocht sagt:

        Ah….o.k. 🙂 yummie!

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  4. Mir gefallen deine Texte, immer! Lieber Gruss, Bernhard

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    1. Wili sagt:

      Danke, das freut mich sehr 🙂 Darf ich Fragen… und bekomme ich auch eine Antwort, was dir an meinen Texten gefällt?

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      1. Es beginnt mit deinem Interesse an Speisen die aus mir kaum bekannten Regionen kommen. Deine Neugier am Neuen und Unbekanntem, die Gewissenhaftigkeit mit der du auch die originalen Namen und deren Herkunft oder Sinn hinterfragst. Dein gutes Geschmacks-Empfinden und Geschmacks-Gedächtnis das du sehr gut nachvollziehbar beschreibst. Dass du aus alledem in einem guten Deutsch bekömmliche Texte schreibst unterscheidet diese von andern Foodblogs und macht sie speziell. Ich habe noch keines deiner Rezepte nachgekocht auch wenn da einiges dabei ist das mir sehr gefällt. Doch deine Texte lese ich immer mit grossem Interesse und erfreue mich daran.
        LG, Bernhard

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      2. Wili sagt:

        Lieber Bernhard, das ist eine fantastische Rückmeldung, die mir wirklich weiterhilft. Dafür danke ich dir!
        Mein Rezepte kannst du ruhig einmal ausprobieren. Ganz besonders, wenn du dichnicht stur an die Angaben hältst, sondern diese an deine küchentechnischen Vorraussetzungen und an deinen Geschmack anpasst. Das simpeltste Beispiel hierfrü ist bestimmt Chili. Ich meine, dass ich es schn schön scharf mag, mein Sohn hingegen lacht darüber und nennt meinen chilikonsum homöopathisch 😉
        LG, Wili

        PS: ich weß übrigens immer nch nicht genau, wann eine Reise in die Schweiz passen wird, vermute aber Juni/Juli. Vermutlich braucht es noch den März, um eine abschleißende Entscheidung und dann abstimmung treffen zu können. Ich habe es also nicht vergessen 😉

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  5. Ooooh das ist sowas Leckeres!!
    Ich wollte gerade klugscheißen und sagen, dass ich noch gerne eingelegte Karotten dazu gebe, aber du hast ja eh Đồ chua dabei (ich hatte das vorher noch nie gehört).

    Eine superduper Schlemmerei. Und dein Ergebnis sieht sooo lecker aus.

    Liebe Grüße
    Katharina

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    1. Wili sagt:

      uiiiiie danke, das war mein Erstling, denn ich kannte diese leckeren Subs bisher noch gar nicht 🙂

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