Tempeh-Nuggets oder „Bilder machen Speisen“

am

Rechtzeitig hatte ich gestern diesen kleinen Abendsnack, ein eiweißreiches, sättigendes, indonesisch orientiertes Fingerfood fertig, um der Tradition folgend den Sonntagabendkrimi zu schauen.  Auch blieb mir ausreichend Zeit, Fotos zu machen und sogar noch ein wenig zu experimentieren, als mir die ersten Aufnahmen dann doch nicht zusagten:

FotorCreated

Irgendwie sehen die Nuggets da so verdammt nach nichts aus. Ich war enttäuscht. Weder würdigte die Aufnahme meinen Zubereitungsaufwand, noch machten sie mir Lust einmal von ihnen zu probieren. Nee, so wollte ich meine leckeren Nuggets nicht im Blog präsentieren, was ich jetzt ja doch mache. Aber doch nur für so einen Vorher-/Nachhervergleich. Denn nach einem kurzen Rundumblick in meiner Küche pimpte ich meine  Fotopräsentation ein wenig auf:

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Gut, am Arrangement müsste ich noch ein wenig feilen, denn mein Blick fällt sofort auf das selbstgekaufte Sambal und erst dann auf die darum drappierten Nuggets. Trotzdem kommen diese jetzt unzählige Male besser weg, als so dicht gestapelt auf dem weißem Tellerchen. Mir gefällt es besser so und wieder einmal entdeckte ich, dass ich gerne etwas über Fotografie wissen, verstehen und umsetzen können möchte.

Zutaten

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  • 1 mittelgroße Kartoffel fein geraspelt
  • 1 kleine Zucchini klein gewürfelt
  • 1 Frühlingszwiebel in Röllchen geschnitten
  • 1/2 Tempeh zerbröselt
  • 1 Ei
  • 2 Knoblauchzehen zerquetscht
  • Salz
  • 1 Eiweiß
  • Pniermehl
  • Öl

Zubereitung

Alle Zutaten zu einer homogenen Masse vermengen. Diese in einer flachen hitzebeständigen Form gleichmäßig verteilen. Die Form in einem Wasserbad im aufgeheizten Ofen (oder großen Topf) stellen und stocken lassen. Das dauert ca 30 – 40 Minuten.

Die Masse aus der Form stürzen und in mundgerechte Stückchen schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Nuggets in Eiweiß und Paniermehl wenden und dann von beiden Seiten goldbraun und nicht schwarz braten. Sie passen – wie hier – als kleiner Snack, aber auch als Beilage zu Reis und anderem.

 

24 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Die Perspektive ist Dir auf dem Nachher Foto gut gelungen 🙂

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    1. Wili sagt:

      Glückstreffer…

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Wie auch immer….gut gemacht 🙂

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  2. Zeilenende sagt:

    Siehste? Der Bild-Anschnitt funktioniert dann sogar noch besser, lässt die Dinger appetitlich ausschauen und lenkt vom selbstgekauften Sambal auf. Perfektion ist was für Anfänger. 🙂

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    1. Wili sagt:

      Stimmt, der Bildausschnitt ist noch besser! Wenn die Perfektion derart treibt, kann sie sogar richtig Freude machen 😉

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  3. Tring sagt:

    Manchmal ist das wirklich schwierig. Vor allem bei Sachen, die von sich aus nicht viel Farbe mitbringen oder wenn das Licht nicht optimal ist… Aber ich würde sagen bei dir hat sich das rumprobieren definitiv gelohnt. Sieht lecker aus!

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    1. Wili sagt:

      Ich habe sogar den schwarzen Teller poliert 😀

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      1. Tring sagt:

        Haha, was tut man nicht alles 🙂

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  4. Ich liebe die Worte “ das selbstgekaufte Sambal“ und deine Rezepte. Gutes kluges Essen ist nicht Fotografie abhängig. GLG, Bernhard

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    1. Wili sagt:

      ich stimme dir uneingeschränkt zu. Und doch ist es eben auch eine hohe Kunst, die neben Kreativität auch Können verlangt, ein „kluges Essen“ in ein kluges Bild zu übersetzen.

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      1. Ein gutes Rezept mit solala Bild wird beim Nachkochen gut. Ein schönes Bild mit schlechtem Rezept …….

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      2. Wili sagt:

        Ich gebe zu, manche Fotos können mich schon verjagen, ehe ich dem Rezept überhaupt eine Chance gegeben habe.

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      3. Mich verjagt lieblos gekochtes und auf die Teller gepflatschtes*.

        *sorry, Schweizerdeutsch

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      4. Wili sagt:

        ja, mich auch und in den Blogs dann auch noch lieblos präsentiertes… Aber du hast ja Recht. Die Fotos sind nebensächlich. Es geht um die Rezeptur

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      5. … und die Liebe beim kochen.

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      6. Pfui, wie kannst du dir solch perversen Foodporno ohne Magenschmerzen ansehen?

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      7. Wili sagt:

        kann ich ja nicht.

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  5. Du sprichst mir mit dem Foto-Problem aus der Seele! Mich ärgert es auch so oft, dass manch tolles Essen am Foto gar nicht besonders gut aussieht…. apropos, ich habe auch schon lange Fotos von selbstgemachten Nuggets 😇😅, die ich bisher nie gepostet habe, weil die Fotos gar so mau sind….hoffe auf einen neuen Anlauf und besseres Licht und Inspiration!

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    1. Wili sagt:

      Ich bin ja der Überzeugung, dass liegt an unserem unprofessionellen rumgeknipse. Ich nehme mir einfach nicht die Zeit mich mit der Fotografiererei auseiander zu setzen und wenigsten mal die Basics dazu zu lernen. Die Digitalisierung macht es mir da leicht. Ich kann x mal knipen und dann wird schon ein erträglicher Schnappschuss dabei heraus kommen. Nur, wenn dass Essen fertig ist, will es nicht stundenlang fotohrafiert, sondern genoßen werden 🙂

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      1. Das Thema ist allseits bekannt mit dem gegessen-werden-wollen! 😜 und nicht erst, wenn es kalt ist!

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      2. Wili sagt:

        ich weiß, du kannst schon viele Lieder davon singen 😉

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  6. Probiere ich aus. Da meine Tochter Vegetarierin ist, bin ich immer froh über neue, leckere Rezepte.

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    1. Wili sagt:

      Fein 🙂 Eigentlich kommen statt Zucchini Karotten hinein. Das sind dann auch ein wenig hübscher, weil bunter aus 🙂

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