Gartenerdbeeren mit Kokos-Schoko-Gelee

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Der Veggie-Boom hat durchaus auch so seine Nachteile. So sind mit ihm nicht nur pflanzliche Geliermittel wie Pektin und Agar Agar hierzulande eine ernsthafte Konkurrenz für die altbewährte Gelatine geworden. Nein, vor allem der Preis für Agar Agar in den Asialäden ist enorm angestiegen seit es sich zum „Superfood“ mauserte.

Ganz verstehe ich diesen Hype nicht. Zwar ist Agar Agar ein hervorragendes und in Südostasien altbewährtes Geliermittel. Doch seine wertvollen B-Vitamine und Proteine kommen bei den kleinen Dosen, die es zur Bindung von Speisen braucht, kaum zur Wirkung. Da Agar Agar unverdaulich ist, wirkt es bereits bei einer Dosis ab 4 g verdauungsfördernd und wird deshalb in der Medizin auch als Abführmittel eingesetzt. Das passt jetzt so gar nicht zu meinem köstlichen Dessert und ich weiß nun nicht wirklich, wie ich die Kurve biegen kann… Doch könnte es ein ernährungsphysiologischer Tipp sein, nach einer etwas schwereren Hauptspeise, ein Gelee oder eine Creme auf Agar Agar – Basis als Dessert zu reichen.

Ich persönlich schätze an Agar Agar, dass es so wunderbar erfrischend und saftig auf der Zunge zergeht und geliere sehr gerne Fruchtsäfte damit. Im Gegensatz zu Gelatine wird Agar-Agar mühelos mit rohen Früchten wie Ananas, Kiwi oder Mango fertig.  Seiner Gelierkraft können die in diesen Früchten enthaltenen Eiweiß spaltenden Enzym nichts entgegensetzen.

Gartenerdbeeren mit Kokos-Schoko-Gelee

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Endlich Juni, die ersten  Erdbeeren sind im Garten gereift. Nicht alle  Früchtchen landeten gleich nach dem Pflücken in meinem Mund. Nein, auch ich kann mich gelegentlich ein wenig disziplinieren und habe so ein kleines Körbchen voll dieser zauberhaft süßen Früchte mit nach Hause gebracht, deren himmlischer Duft sich sogleich in meiner Küche mit den Aromen meines feurigen Erdnuss-Kokosnuss-Sambals vom Mittagessen verbanden.  Ich hatte noch etwas Kokosnussmilch übrig und dachte zunächst daran eine leichte Kokos-Erdnusscreme zu den roten Früchtchen aufzuschlagen. Doch als ich in meiner Vorratsschublade nach dem Agar Agar schaute, fiel mein Blick auf eine Tafel Zartbitterschokolade. Das weckte süße Kindheitserinnerungen an die Kokosschokolade die es für einen Groschen das Stückchen am Büdchen auf dem Schulweg zu kaufen gab… Klar, dass da die Erdnüsse der Schokolade weichen mussten, auch wenn erstere ebenfalls eine wundervolle Symbiose mit den Erdbeeren und der Kokosnussmilch eingehen können. Doch davon ein anderes Mal.

Zutaten für 4 Portionen

  • 250 ml Kokosnussmilch
  • 50 g Bitterschokolade (75% Kakaoanteil)
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 EL Limettensaft
  • 1 TL Agar Agar
  • 600 g Erdbeeren

Hinweis: Das Agar Agar braucht wenigstens 2 Stunden, um zu gelieren, diese solltet ihr mindestens einrechnen. Ideal ist es das Gelee über Nacht fest werden zu lassen.

Zubereitung

Ca. 100 ml Kokosnussmilch mit dem Agar Agar aufkochen lassen. Die geraspelte Schokolade, den Zucker und den Limettensaft einrühren. Unter ständigem Rühren warten, bis sich die Schokolade aufgelöst hat und die „Milch“ leicht eindickt. Das geht sehr schnell. Dann den Topf vom Herd nehmen und die restliche Kokosnussmilch unterrühren. Eine Porzellanform mit Frischhaltefolie auslegen und anschließend die Kokos-Schoko-Masse zum auskühlen und binden darauf gießen, mit Folie abdecken und für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Servieren das Gelee in kleine Stückchen schneiden oder mit kleinen Förmchen ausstechen.

Die Erdbeeren behutsam waschen und trockentupfen. Die Blattrosette entfernen und vierteln. Die Früchte sind jetzt so herrlich erdbeerig und süß, dass sie keiner weiteren Verfeinerung bedürfen. Einfach wechselweise Erdbeerviertelchen und Kokos-Schoko-Geleestückchen in Gläser schichten und genießen.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Mmmmmmh…..das tönt sehr lecker 🙂 mein allererstes Mal mit Agar Agar endete in Gummibärchen….ich wollte es als Tortenguss haben und hatte wohl etwas viel davon erwischt damals….die Kinder freuten sich und naschten gern davon 😀

    Gefällt 1 Person

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