Coco-Kurkuma-Curry aus dem Crocky

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Wenn heute Abend, also jetzt, noch Sonntag und nicht schon Montag wäre, dann würde ich mich spontan Zeilenendes Projekt 52 Wochen anschließen und Sonntag für Sonntag in meine Foodfotos ein Selfie einbauen. Das heutige Zufallsselfie auf dem Speiselöffel, das entstehen konnte, weil ich einfach dringend eine neue Brille brauche, wäre mein Entree.

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Doch jetzt ist schon Montagabend. Das ist näher an Dienstag als an Sonntag. Und so habe ich sechs Tage Zeit, mir das noch einmal zu überlegen.

Da kann ich mich entspannt zurücklehnen und mein köstliches Coco-Kurkuma-Curry löffeln, das mein zuverlässiger kleiner Crocky mir emotionslos zubereitete, während ich meinem Tagewerk nachging.

Dieses Abendessen ist eigentlich die aufgepimpte Verwertung der  Essensreste vom Samstag. Denn wenn ich etwas wenig mag, dann ist es tagelang das gleiche essen zu dürfen, weil ich mal wieder zu viel davon gekocht habe. Doch ebenso wenig mag ich Lebensmittelverschwendung. Darum möchte ich euch heute eine App vorstellen, die mir meine Kinder empfohlen haben: Too good to go. Dahinter steckt ein Start up mit der Idee, Lebensmittelabfälle, die in der Gastronomie entstehen, weil vorbereitete Speisen nicht verkauft wurden, zu reduzieren. Die Gastronomen können so Kosten für die Müllentsorgung sparen und die Kunden erhalten äusserst preiswert (für 2 – 5 Euro) all das, was sie vom übrig gebliebenen Buffet in ihre Boxen packen mögen. Man lädt die App herunter, meldet sich an, sucht sich eines der teilnehmenden Restaurants aus, zahlt online und erhält mit der Bestätigung die Abholzeit. Das Start up scheint in den Metropolen Deutschlands gut anzulaufen. Hier in Hannover gibt es erst ein Restaurant, das mitmacht. Das ist natürlich noch ausbaufähig. Ich bin gespannt und beschreibe erst einmal, wie dieses milde Coco-Kurkuma-Curry entstand:

Zutaten für 3 Portionen

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  • 1 Hähnchenbrust von ca. 250 g *optional
  • 250 g Kartoffeln
  • 1 rote Paprika
  • 1 Schalotte
  • 70 g frische Ananas
  • 250 ml Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe)
  • 200 ml Kokosnussmilch
  • den Rest des Erdnusssambals vom Samstag, alternativ vielleicht 1 EL rote Currypaste
  • 1 Stück friches Kurkuma, ca. 10 g
  • 1/2 TL Curry
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Scheiben Lontong
  • 2 – 3 Ruccolablätter *optional

Zubereitung

Das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden, die Schalotte fein würfeln und auch die Hähnchenbrust und die Ananas in kleine Stücke schneiden. Das frische Kurkuma fein reiben. Das Sambal oder die Currypaste mit der Brühe verrühren. Alle Zutaten ausser der Kokosnussmilch in den Crocky geben. Diesen auf „low“ einstellen und sechs bis acht Stunden köcheln lassen. Zur letzten halben Stunde die Kokosmilch hinzufügen.

Das kalte Lontong in Stückchen zerteilen und auf den Teller geben. Darüber von dem heißen Coco-Kurkuma-Curry schöpfen und mit frischem Grün, hier gezupften Ruccolablättchen, garnieren.

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15 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Du bist herzlich eingeladen, deine Beiträge auch an anderen Wochentagen einzureichen. Ich bin da flexibel und verlinke dich gleich morgen. Bei so einem schönen Selfie … (Ich warte ja immer noch auf Küchenbilder: So sieht die Küche wirklich aus ^^) … kann ich gar nicht anders. Aber erst einmal muss ich mir überlegen, wie ich dich dazu bringe, mir per App das Essen auf dem Bild zu liefern. 😉

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    1. Wili sagt:

      Na, da bin ich jetzt schon wieder gespannt…. 😉

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    2. Wili sagt:

      ähem…. ich habe mich doch noch gar nicht entschieden mit zu machen…. Du bist ganz schön schnell 😀

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      1. Zeilenende sagt:

        Das hat mein Ex auch … Öhm … Wie dem auch sei. Wenn du dann doch nicht willst, firmiere ich das zum „Gastspiel“ um. Aber ich bin sehr überzeugend. 😅

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    3. Es Marinsche kocht sagt:

      Habe vor kurzem in der ZEIT gelesen das daran getüftelt wird Menschen eine völlig neue Reisemöglichkeit zu schaffen…Bahn fahren, fliegen, schippern etc. sind dann sowas von 80th….dann würde man, nach der Idee der Tüftler, in Röhren unter Vakuum und magnetisch, in fast schon Schallgeschwindigkeit von A nach B geschickt werden…..bevor es das für Menschen gibt wird es so etwas bestimmt für Waren geben….warum nicht auch für fertige Gerichte…. 😉

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      1. Wili sagt:

        An meinem Arbeitsplatz gibt es das schon lange für sämtliche Materialien bis zu einer gewissen Größe, die so zwischen 8000 Beschäftigten schnell hin und her gesendet werden müssen. Allerdings funktioniert das nur im Hauptgebäude….

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      2. Es Marinsche kocht sagt:

        Dann muss es nur noch Städte-verbindend und Lebensmittel-tauglich gestaltet werden 😉

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      3. Wili sagt:

        Das geht technisch bestimmt schon…

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      4. Es Marinsche kocht sagt:

        Würde ich auch denken….

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      5. Zeilenende sagt:

        Nennen wir es „Menschen-Rohrpost“ … Beliebtes SF-Thema, die Idee kommt häufiger mal auf den Tisch. Fänd ich super, nicht nur für das Curry. *gg*

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      6. Es Marinsche kocht sagt:

        Na ich weiss nicht…..sie wissen derzeit nicht welche Wirkungen es auf den Menschen hat wegen der hohen Geschwindigkeit….und in so einem „Raum“….ohne Fenster etc…..hm….

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  2. Landidylle sagt:

    Ich musste ziemlich fett grinsen, wie nonchalant Du das Selfie in den Artikel eingebunden hast. 😀
    ich weis nicht, wieviele Fotos ich schon aussortiert habe weil wahlweise ich, Küchenutensil, Bücherstapel oder andere unansehnliche Dinge sich im Geschirr gespiegelt haben. Du hast das deutlich eleganter gelöst und die Idee, Löffel-Selfies einzubinden ist doch echt mal was Neues!
    LG, Oli 🙂

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    1. Wili sagt:

      Liebe Oli, das war eine Tugend aus der Not oder so. Der Teller war bereits leer und die Sonne untergegangen, als ich das Malör bemerkte. Für saubere Bildbearbeitung bin ich zu ungeduldig…. Dafür hat mich Zeilenende direkt zu verpflichten versucht. Also vom Regen in die Traufe 😂

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      1. Landidylle sagt:

        Ohje! 😀
        Ach, Bildbearbeitung ist so eine Sache finde ich: zwar bewundere ich toll arrangierte Fotos, die tolle Tiefe und Farbe und watt weiss ich was haben, aber heutzutage sind viele halt auch überbearbeitet sodass ich den Eindruck habe, hyperrealistische Malereien zu sehen. Ich mag’s eigentlich ein wenig authentisch. Aber das ist ja nur meine kleine Meinung.
        Liebe Grüße und einen tollen Tag, Oli

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