Kıymalı Poğaça – Hefeteilchen mit Hackfleischfüllung

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Das beste ist gerade gut genug. Erst recht, wenn kein lautes Hoffen mehr eine sich leise vordrängende Ahnung übertönen kann, weil diese Ahnung längst zur Gewissheit geworden ist. Dieses Mal wird das nichts mit der EM für die Türkei. Da versüßen einem diese fluffig-soften und herzhaften Hefeteigteilchen die schmerzhafte Fussballrealität.

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Zutaten für ca. 18 Stück

für die Hackfleischfüllung:

  • 1 große Zwiebel klein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen grob gewürfelt
  • 300 g Rinderhack
  • Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß
  • 1 EL mildes Paprikamark (optional)
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 4 Blätter frische Minze (optional)
  • Öl

für den Hefeteig

  • 150 g Speisequark
  • 150 g Joghurt
  • 150 g (Oliven)öl
  • 1 Ei und 1 Eiweiß
  • ca. 600 g Weizenmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Steinweichselkernmehl
  • 1 EL Puderzucker
  • 1 Würfel frische Hefe (oder ein Tütchen Trockenhefe)
  • 1 Tütchen Backpuler
  • 1 Eigelb mit 1 TL Zucker und etwas Wasser verquirlt
  • Sesamsamen und Schwarzkümmel

Zubereitung

Als erstes die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in etwas Öl glasig anbraten. Dann das Hackfleisch hinzugeben, würzen, das Paprikamark unterheben und alles gut durchbraten. Zum Schluss die kleingewogenen frischen Kräuter unterheben und die Fleischmasse auskühlen lassen.

Für den Hefeteig sollten zur Zubereitung sämtliche Zutaten Raumtemperatur haben. Zunächst Quark, Joghurt, Öl und Ei miteinander vermengen. Salz, Zucker und Steinweichselkernmehl unterheben. Einen Teil des Mehls darüber geben. Die frische Hefe in wenig warmen Wasser etwas auflösen und dazu geben. Alles miteiander verkneten. Dabei Mehl und Backpulver nachgeben. Abhängig von der Konsistenz des entstehenden Teigs weiteres Mehl hinzugeben.

Der Teig bleibt ölig, aber nicht klebrig. Er soll sehr weich, geschmeidig und fluffig werden. Öslem sagte immer, der Teig muss so weich und füllig sein, wie dein Ohrläppchen.

Den fertigen Teig ruhen lassen, bis er sich in der Schüssel verdoppelt hat. Dann nochmals durchkneten und zu mandarinengroßen Teigkügelchen aufteilen.

Den Backofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Teigkügelchen nach und nach mit den Händen zu runden oder ovalen Scheiben ausbreiten, mit einem TL Hackfleisch belegen und zu Bällen oder Halbmonden verschließen. Eine weitere nette Möglichkeit besteht darin, Hörnchen zu formen.

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Die Teigrohlinge auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Dabei beachten, dass die Rohlinge im Backofen noch aufgehen werden.

Mit der Eigelbmischung bestreichen und mit Sesam und Schwarzkrümmel bestreuen. Für ca. 15 – 20 Minuten auf der mittleren Ofenschiene backen. Hier müsst ihr ein wenig acht geben. Die Teilchen sollen eine schöne hellbraune Farbe bekommen. Rasch werden sie dunkel und damit wird dann auch der Teig trocken.

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21 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hang sagt:

    Es sieht sehr lecker aus, liebe Wili! 🙂

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    1. Wili sagt:

      Danke liebe Hang, das ist es auch 😉

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  2. geniesserle sagt:

    hmmm, da würde ich nun gerne zugreifen 😀
    liebe Grüsse Britta

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    1. Wili sagt:

      Ich würde dir auch gerne den Teller rüberreichen ☺️

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  3. Ich liebe solches Zeugs, egal ob die Türken weiterkommen oder nicht. Noch warm und dazu einen Tekirdağ Rakısı mit wenig Wasser auf Eis. Himmlisch.
    Liebe Grüsse, Bernhard

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    1. Wili sagt:

      Fakir wäre gut zu diesen Kalorienmonstern gewesen. Ich fürchte ein Stück deckt schon die Tagesration an Punkten, aber sie sind trotzdem unwiderstehlich köstlich. Eine etwas derbere Opulenz, als das persische SafranPistazienRosenzeugs 😉
      Hier gab es herbes Drachenblut vom Mittelrhein dazu.

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      1. Wili sagt:

        Diese Autokorrektur hat was! Macht aus Raki Fakir 😂😂😂

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      2. In solchen Momenten denkt mein Hirn in Aromen nicht in Punkten. Die sind bei deinen Hörnchen bestens erfüllt. Ich darf gar nicht vor meinem kargen Frühstück daran denken ….
        Bernhard

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      3. Wili sagt:

        Ein karges Frühstüch? Ich freue mich schon auf den Kräutertellee mit vielleicht einem Stückchen Käse und einer kleinen Schebe frischem Brot oder dem Rührei mit Basilikum und Schnittlauch im Juli 😀

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      4. Scheinbar hast du das Gefühl bei uns sei der Wohlstand ausgebrochen. Wir genügen uns mit der kleinen Scheibe trockenem Brot. Vielleicht sogar zwei.

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      5. Wili sagt:

        Ja, das verstand ich, ebenso dass im Juli die erste Kräuterernte von eurem notbedingtem Selbstversorgerbeet anstehen wird.

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  4. Zeilenende sagt:

    Mhm … Ich steh auf so Zeug. Das kommt auch in die Linkliste. Dieses Steinweichselkernmehl … Was ist und was hat denn das für eine Funktion? Ist mir noch nie untergekommen.

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    1. Wili sagt:

      ertappt, ich weiß es auch nicht. Ein typisches Gewürz in der türkischen Küche, dass man an viele Süßspeisen, Brote und auch Käse gibt. Neben dem Schwarzkümmel erzeugt es eben dieses typische türkische Brotaroma, leicht süsslich, aber auch dezent bitter, wie ein Hauch von Bittermandeln. Probiere es mal aus. Du bekommst es in jedem türkischen Supermarkt.

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      1. Zeilenende sagt:

        Ah, okay. Ich dachte, das sei irgendwie so ein Triebmittel oder was zum Teiglockern oder so. Wenn es ein Gewürz ist, weiß ich, wo ich suchen muss. 🙂

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    2. Es Marinsche kocht sagt:

      Hab ich mich auch gefragt mit dem Mehl…..wieder was dazu gelernt 🙂

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  5. LunaUmbra sagt:

    Das sieht wirklich köstlich aus=)
    Liebe Grüße Luna 🙂

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    1. Wili sagt:

      Danke dir 🌻

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  6. Limenaria sagt:

    Wieder sehr lecker, obwohl ………. der Teller mich fast mehr interessiert, als die köstlich anmutenden Hörnchen (würden eh nur an den Hüften liegenbleiben ;)). Ein schönes Foto !

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    1. Wili sagt:

      Die Teller sind Mitbringsel aus Marokko und ein bisschen Hüftgold schadet nicht. Da wirst du ja auf Thassos vielen Versuchungen ausgesetzt sein.

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