Buchweizen-Safran-Spaghetti mit Ölsardinen

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Manchmal kommt es soooooooo ganz anders als gedacht. Ich ging in die Küche mit der Idee mir einen Salat aus Ölsardinen, Tomaten und Zitrone zu machen. Vor einigen Tagen hatte mich so ein Salat hier in wordpress angelacht. Seither spukte er mir im Kopf herum.  Die benötigten Zutaten hatte ich vorrätig.

Doch der Weg von meinem Zimmer über den Flur bis zur Küche ist relativ weit. Da können schon einmal neue Gedanken entstehen, wie „Pasta habe ich schon sehr lange nicht mehr gegessen.“

Neben dem Weizenmehl im Vorratsschrank stand das Buchweizenmehl und weckte eine Erinnerung aus längst vergangenen Tagen:  Ich war keine 18 Jahre alt, die Grünen waren noch keine Partei und das Café Sehnsucht gab es nicht, als zwei Freundinnen von mir einen der ersten Bioläden in Köln-Ehrenfeld eröffneten, passenderweise in der Körnerstraße. Es gab ein riesiges Sortiment an Müsliflocken, Trockenfrüchten und Nüssen und eine kleine Auswahl an frischem, aber doch meist schon recht welkem Obst und Gemüse. Alles war für mich unbezahlbar teuer. Doch gerne arbeitete ich mit. Dabei waren wir alle eher politisch engagiert als wirtschaftlich orientiert. So konnten die beiden das Lädchen nicht lange halten, dass sich erst mit dem dritten Besitzer zu einem florierenden Geschäft mauserte, expandierte, umzog und schließlich auch frische Buchweizennudeln anbot…

… mein Nudelteig war etwas zu trocken. Als ich mich von der Küchenarbeitsplatte weg zum Wasserhahn wandte, sah ich das Kännchen mit dem Safranwasser, das ich gestern angesetzt hatte…

et voilà, meine Buchweizen-Safranspaghetti waren geboren.  Aus meinen Salatzutaten schmorte ich eine köstliche Pastasauce. Wenn es nun auch anders ist als gedacht, habe ich es dennoch gut gemacht. In meinem Kopf spukt nichts mehr herum.

Zutaten für 2 Portionen

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  • 120 g Weizenmehl
  • 80 g Buchweizenmehl
  • 2 Eier
  • 3 TL Safranwasser
  •  Olivenöl und Öl der Ölsardinen
  • 3 Knoblauchzehen
  • 250 g Tomaten (ich hatte bunte Cocktailtomaten)
  • 1 kleines Bund glatte Petersilie
  • 2 Blättchen frische Minze
  • Abrieb 1/2 Zitrone
  • 50 ml Riesling
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Dose Ölsardinen

Zubereitung

Die Pastazutaten zu einem festen Teig verkneten. Salz braucht nicht dazu, denn die Pasta nehmen beim Garen genug Salz auf. Mit der elektrischen Nudelmaschine sind dann die Spaghetti in Nullkommanichts produziert.

Die Ölsardinen (im Olivenöl) abtropfen lassen. Dabei das Öl auffangen und später mitverwenden. Knoblauch fein würfeln, Kräuter hacken und Tomaten klein schneiden.

Den Knoblauch im erhitzen Olivenöl anbraten, die Kräuter und Tomaten hinzugeben und gut anschwitzen, mit dem Wein ablöschen und weiterköcheln lassen, bis die Flüssigkeit reduziert ist. Dann die Sardinen und Zitronenabrieb zufügen und sich alles noch ein wenig miteinander verbinden lassen, während das Nudelwasser zum Kochen gebracht wird.

Die Spaghetti brauchen lediglich 2-3 Minuten, bis sie im sprudelnden Salzwasser gar sind. Dann können sie abgeschöpft und unter die Sardinen-Tomaten-Sauce gehoben werden. Alles in allem brauchte es 40 Minuten, bis das Gericht fertiggestellt war.

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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Jaaaa….so geht es mir auch oft….lecker! 🙂

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    1. Wili sagt:

      Dass du deine Pläne über Bord wirfst?

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Ja….oder das ein Gericht „im gehen“ entsteht…da ist etwas was weg muss….dann ist es mir womöglich eine halbe Stunde vor dem Essen zubereiten noch nicht klar was dabei heraus kommt….aber was dabei heraus kommt ist zu 95% lecker 😊

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      2. Wili sagt:

        Wir sind erfahrene Häsinnen 😉

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      3. Es Marinsche kocht sagt:

        Yep 😀 und es gebraucht gewisse Grundvorräte…..

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      4. Wili sagt:

        Genau, wobei ich so zentral in der Stadt wohne, dass ich quasi alles im Umkreis < 1000 Meter besorgen kann, was ich in der Küche begehre.

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      5. Es Marinsche kocht sagt:

        Quasi ein erweiterter Küchenschrank 😉

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  2. D.S.K sagt:

    Das wäre ja mal was für unser Boot. Ölsardinen, Nudeln… Das passt, merke ich mir. liebe Grüße Cornelia

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