Kleiner Mezzeteller mit Pistazien – Rote Bete Hummus

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Die Schweizer waren es nicht, das zumindest ist gesichert. Doch wer hat’s dann erfunden? Die Iraker? Die Israelis? Die Jordanier? Die Kurden? Die Libanesen? Die Palästinenser? Die Syrer? Oder waren es vielleicht doch die Türken, die Griechen oder gar die Römer?

Hummus, ein Bauernessen mit einfachsten Zutaten aus dem Garten, ist für Juden und Christen eine biblische Speise. Moslems glauben, dass Sultan Saladin im 12. Jahrhundert den Hummus erfunden habe. Unzählige Geschichten und noch mehr Behauptungen über die Herkunft dieser einfachen wie genialen Speise gibt es. Belegen lässt sich bisher nur, dass  die Kichererbse mit ca. 8000 Jahren eine unserer ältesten Kulturpflanzen ist, die wohl erstmals in Kleinasien angebaut wurde und sich dann im gesamten Mittelmeerraum und in Indien ausbreitete.

Für mich ist Hummus der Inbegriff der Küche der östlichen Mittelmeer-Regionen. Es gibt kaum etwas, das orientalischer schmeckt. Oder doch?

Probiert einmal die folgende Kombination aus Kichererbsen, Rote Bete, Pistazien, Pistazienöl, Zitrone, Knoblauch und Salz. Das ist nicht nur etwas für’s Auge. Samtig weich entfaltet sich das rote Hummus auf der Zunge, warm, erdig, nussig, frisch, mit dezenter Schärfe und zarter Süße. Die rohen Zwiebelachtel, Salzgürkchen und Tomaten besprenkeln erfrischend diesen sämigen Aromateppich und regen Appetit wie Geschmacksnerven an.

Zutaten

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  • 40 g geröstete Pistazien
  • 3 EL Pistazienöl
  • 1 gebackene Knolle Knoblauch
  • 1 mittelgroße gebackene Rote Bete
  • 300 g gekochte Kichererbsen
  • Zitronensaft nach Geschmack
  • Salz
  • 1 Paar gehackte Pistazien und 1-2 TL Pistazienöl zum Garnieren

ausserdem

  • eine milde Zwiebel geachtelt
  • Salzgürkchen
  • Oliven
  • Cocktailtomaten
  • Oliven
  • dünnes Fladenbrot

Zubereitung

Pistazien, Öl und Knoblauch zu einem Pesto verarbeiten. Entweder im Mörser oder im Mixer. Dann die Rote Bete pürieren und schließlich die Kichererbsen zu einer Paste verarbeiten. Falls ihr dies im Mixer macht, müsst ihr evtl. etwas Wasser hinzugeben.

Dann alle drei Komponenten miteinander vermengen und mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Zum Anrichten wird das Hummus mit Pistazienstücken bestreut und mit Pistazienöl beträufelt.

Es schmeckt übrigens auch genial mit Gemüsechips oder -sticks, zu Fisch, Fleisch, Brot oder als Komponente einer großen orientalischen Mezze-Platte. Und nicht zuletzt schmeckt es auch einfach pur.  Theoretisch sollte sich dieses Hummus bis zu zwei Wochen im Kühlschrank halten. Praktisch hat es bei mir noch niemals eine Chance gehabt so lange zu lagern.

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10 Kommentare Gib deinen ab

  1. DPNews sagt:

    Toller Beitrag!

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    1. Wili sagt:

      Danke!

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  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Mmmmmmh wie fein….und schön anzusehen….die neuen Teller und der Sarong sind ein Gewinn 😉 ich stell mal was dazu….auf die Mezze fertig los….. Aaaaaabendesseeeeeeeen 😊 – Es Marinsche Kocht
    https://esmarinschekocht.wordpress.com/2016/06/29/aaaaaabendesseeeeeeeen-%f0%9f%98%8a/

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    1. Wili sagt:

      Sarong auf dem Tisch…. Eigentlich geht das ja gar nicht. Aber dein Salat ist fein. Also, lass es dir schmecken.

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Danke 🙂 ach….solange er dort würdevoll behandelt wird ist alles gut 😉

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  3. Zeilenende sagt:

    Ohja, die Farbe ist klasse. Und auch die Idee mit den Roten Beten. Ich mag meinen Hummus ja gern mit Sesam oder Erdnüssen, die dem Kichererbsenbrei auch eine zusätzliche Erdigkeit verleihen. Das mit Beten zu machen finde ich super. Und dazu die Süße von Pistazien … Wird Zeit, dass wir mal wieder grillen. 🙂

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  4. Patrick H. sagt:

    Hmmm Hummus kann so lecker sein.
    Wie sächt man hier in Hamburch? „Hau rein“ 🙂

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    1. Wili sagt:

      Haps war alles weg 😂

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  5. asz02011961 sagt:

    Sieht farblich umwerfend aus, und schmeckt bestimmt super!

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    1. Wili sagt:

      Probiere es aus 😉

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