Rosis (Rosmarinkartöffelchen) mit Spiegelei und Blattsalat

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Gestern traf ich mich mit meiner Tochter zum Mittagstisch in der Stadt. Es war später geworden als geplant, zudem hatten wir uns viel zu erzählen und bummelten langsam durch die Straßen. Als wir dann irgendwann am frühen Nachmittag einen schönen Aussentisch in einem der angesagten Szenerestaurants auf einem schönen belebten Platz erreicht hatten, peinigte uns das Gefühl hungrig wie Bärinnen nach einer erfolglosen Jagdt zu sein.

Die wundervollen Angebote der Speisekarte klangen alle sehr verlockend und so ließen wir uns verführen weitaus mehr zu bestellen, als wir tatsächlich verzehren konnten. Das ist eine Unart! Zum einen ist es eine Entwertung der Köche, die gewissenhaft daran arbeiteten, dass wir etwas feines in guter Qualität aufgetischt bekamen. Des weiteren ist es eine unermessliche Lebensmittelverschwendung. Zumindest empfand ich das gestern Mittag so.

So entschied ich mich mir die Beilage, die Rosmarinkartöffelchen, einpacken zu lassen. Die litten keinen Schaden und verloren dadurch nur wenig an Qualität. Sorgfälltig in einer großen Papiertüte verpackt reisten diese dann mit mir nach Hause und bildeten die Grundlage für ein schönes sonntägliches Abendessen.

Rosis (Rosmarinkartöffelchen) mit Spiegelei und Blattsalat

Zutaten

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  • 1 EL Olivenöl
  • Rosmarinkartöffelchen vom Vortag
  • ein paar Blätter von möglichst verschiedenen Blattsalaten
  • 1 Schalotte, in Streifen geschnitten
  • frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Dill, fein gehackt
  • Balsamessig und Senföl
  • 1 Stich Butter
  • 1 Ei, möglichst frisch
  • schwarzer Pfeffer und Fleur de Sel

Zubereitung

Die Kartöffelchen vierteln und in erhitztem Olivenöl langsam knusprig braten. Sie erhalten durch das Olivenöl einen feinen süßlichen Geschmack, der wunderbar mit dem Rosmarin harmoniert.

Die Salatblätter putzen und in Streifen schneiden. Mit den Schalottenstreifen und den Kräutern mischen und nach Geschmack mit Senföl und Balsamessig abschmecken, mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Fleur de Sel würzen.

In einer kleine Pfanne die Butter schaumig schmelzen. Nun ein Ei vorsichtig am Pfannenrand aufschlagen und in die Pfanne gleiten lassen. Das Eigelb soll dabei nicht kaputtgehen. – Je frischer das Ei ist, um so besser. Meins war es leider nicht mehr so ganz. Ihr erkennt es an dem verlaufenem Eiweiß. – Bei mittlerer Hitze das Ei stocken lassen, so wie man es am liebsten mag. Wenn das Eiweiß fest und das Eigelb flüssig sein soll, nehmt es nach wenigen Minuten vom Herd und laßt es evtl. noch abgedeckt ein wenig nachstocken.

Das fertige Spiegelei ebenfalls mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und mit Fleur de Sel würzen. Dazu passt ein Wein ebenso wie ein kühles Bier oder ein klares Wasser. Ich entschied mich für einen Riesling vom Siegfriedfelsen am Rhein.

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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Es Marinsche kocht sagt:

    Na das ist doch mal ein fotogenes Spiegelei 🙂

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    1. Wili sagt:

      oh… da errötet es sogar noch in meinem Magen vor schüchternem Stolz

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Bloß nicht! So wie auf dem Foto ist es grad recht 😉

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      2. Wili sagt:

        naja, Gefühle machen, was sie wollen 😉

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      3. Es Marinsche kocht sagt:

        Recht so 😉

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  2. Alex sagt:

    Das ist sehr einladend!

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    1. Wili sagt:

      Wenn es nicht zu spät wäre, würde ich sagen, dann komm einfach vorbei. Es ist schnell eine zweite Portion gemacht.

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  3. Zeilenende sagt:

    Bei diesem Spiegelei erblasse ich ja regelrecht vor Neid.
    Was die Lebensmittel angeht, gilt es die Schuld auf beide Seiten zu verteilen: Wie können die es auch wagen, so viele leckere Sachen auf die Karte zu schreiben, die man dringend, unbedingt, sofort und alle auf einmal probieren muss. Oder anders gesagt: Manchmal darf man sich auch am Überfluss und der Auswahl erfreuen, solange man es sich nicht zur Gewohnheit macht. Denn auch das ist Wertschätzung: Ihr habt so tolle Sachen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann. 🙂

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    1. Wili sagt:

      wo du Recht hast, hast du Recht.

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