persische Hähnchenspieße (Djudjeh Kebab) – جوجه کباب

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Verdammt, obwohl ich mich beeilt hatte schnell nach Hause zu kommen, war es jetzt spät geworden. Ich musste mich beeilen, um das Essen bei noch ausreichendem Tageslicht fertig zu haben. So weit ist es nun schon gekommen. Statt einen ruhigen entspannten Abend bereits während des Kochens einzuleiten, drängte ich mich zur Eile. Denn ich hatte mir in den Kopf gesetzt endlich einmal ein persisches Grillgericht in den Blog zu setzen.

Das Grillen liegt Iranern im Blut, im Sommer wie im Winter, auf Holzkohle oder Gas, beim Picknick, im Garten, auf dem Balkon. Jede Gelegenheit wird genutzt.  Liebe, Leidenschaft und das Streben nach Perfektion findet sich in den persischen Kebabs und wer sie einmal gekostet hat, dem ergeht es so, wie mit dem persischen Reis. Man wird es kaum mehr anders haben wollen. Den kleinen Mehraufwand bei der Zubereitung nimmt man gerne und selbstverständlich dafür in Kauf.

Also entstand ein wenig Hektik in meiner Küche, bei der ich wider meiner Natur versuchte Ordnung zu bewahren. Schließlich wollte ich Fotos machen. Atmosphärisch hatte das wohl einen Hauch von konzentrierter und schneller Betriebsamkeit einer professionellen Küche. Eine Hauch wohlgemerkt, schließlich blieb ich hier und heute mit mir alleine.

Djudjeh Kebab – جوجه کباب

Zutaten für 2 Personen

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  • 1 Gemüsezwiebel
  • Zesten und Saft 1/2 Zitrone
  • 5 Safranfäden gemahlen und in etwas Wasser aufgelöst
  • 1/2 TL Fenchelkörner geröstet und gemahlen
  • 1/2 TL Koriander geröstet und gemahlen
  • Pfeffer
  • 100 g Joghurt
  • 2 Hähnchenschenkel (ca 500 g)

Zubereitung

Auch wenn es mehr Arbeit ist, macht es Sinn, dass ihr das Fleisch von den Hähnchenkeulen, statt Fleisch von der Hähnchenbrust nehmt. Das Fleisch der Keulen ist saftiger und aromatischer.

Hierzu müsst ihr allerdings die Hähnchenkeulen entbeinen und auch die Hähnchenhaut abziehen. Dann wird das Fleisch in gleichgroße Stücke geschnitten.

Die Zwiebel wird geschält und über eine Küchenreibe fein gerieben. Der Zwiebelbrei wird mit Zitrone, Joghurt, Safranwasser und den übrigen Gewürzen vermengt. Das Hähnchenfleisch wird in diese Joghurtmischung gegeben und sollte darin 12-24 Stunden im Kühlschrank marinieren.

ca. 20-30 Minuten vor dem Grillen wird das Fleisch aus dem Kühlschrank geholt und die Fleischstücke werden auf die Metall- oder Holzspieße geschoben.  In gut 15 Minuten werden die Hähnchenspieße von beiden Seiten auf dem Grill fertig gegart.

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Das Fleisch ist wunderbar saftig und zart. Sein unverwechselbares Aroma nach Holzkohle, Safranzwiebel und Zitrone harmoniert ganz wundrbar zu dem süß-sauer-bitter-scharfen, köstlichen Spinatsalat mit gebratenen Pflaumen von Jacqueline Amirfallah. Das Rezept verrate ich euch ein nächstes Mal oder ihr schlagt es einfach in ihrem wundervollen Kochbuch „Mit einer Prise Orient. Kulinarische Erinnerungen an meine persische Heimat“ nach, das vorraussichtlich in den nächsten Tagen erscheinen wird. Ich bin schon jetzt einfach nur begeistert.

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12 Kommentare Gib deinen ab

  1. Alex sagt:

    Klingt superlecker mit der Marinade, aber auch mit der Frucht im Salat. Genau mein Ding!

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    1. Wili sagt:

      Du solltest aber zwingend Hühnerbeine mit hinzu nehmen und nicht ausschließlich Hühnerbrust 😉

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  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Tönt nach sehr viel feinen Aromen 🙂

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    1. Wili sagt:

      Das ist etwas sehr köstliches 🙂

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  3. Boah… das sieht super aus. Ich muss unbedingt mal wieder persisch kochen 😦

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    1. Wili sagt:

      wie? du hast dieses Jahr noch kein Kebab gegrillt?? Dann aber mal los 😀

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      1. Noch nicht mal Reis 😦 Das letzte war eine Tahcheen oder wie man das schreibt 😀

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  4. ohneeinander sagt:

    Sieht das knuschprig aus 😋

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    1. Wili sagt:

      yepp, die Kartoffelwürfelchen waren richtig knusprig, das Fleisch hingegen ist butterzart, wie man so sagt 😉

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  5. asz02011961 sagt:

    Sehr, sehr leckerer Beitrag!

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    1. Wili sagt:

      Danke, es freut mich besonders, wenn es dir gefällt.

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