Projekt 52 Wochen (25): Tschelo Kebab kubideh – چلوکباب کوبیده

am

Hannover, 14. August 2016, Hochsommer: 21° C, blauer Himmel, weiße Wölckchen. Immerhin! Vorgestern Abend überlegte ich noch den Kamin zu entfachen. Da saß ich mit Kräuterkernkuschelschäfchenpuschen an den Füßen vor dem Laptop und las, dass es auch Andernorts in Deutschland alles andere als sommerlich sei. Heute darf ich also absolut nicht meckern! Nein, ich nutze die Gelegenheit und fange einen kleinen Hannoversonnenstrahl ein für all jene, die wieder in Kälte und Regen sitzen dürfen.

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und dann feuere ich den Grill an, was der Jahreszeit entspricht, für ein leckeres Tschelo Kebab kubideh. Das mache ich heute das erste Mal und bin gespannt…

Das Projekt:

Initiator: Zeilenende

Partizipanten: Marinsche, Multicolorina, Gertrud,  Solera

Tschelo Kebab kubideh – چلوکباب کوبیده

Zutaten für 4 Personen

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  • 500 g Lammfleisch (ideal ist Lammfilet) durch den Fleischwolf gedreht
  • 1 große Zwiebel zerrieben und den Zwiebelsaft abgegoßen
  • 1 TL Tomatenmark *optional
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • Kebabspieße! Das sind breite, flache und sehr lange Spieße
  • 4 Tomaten
  • 4 sehr frische Eigelb
  • Somak
  • Butter
  • Basmatireis

Zubereitung

Dieses Essen kommt mit wenigen Zutaten und Gewürzen aus, erstrahlt dafür aber erst durch die Qualität und sorgfälltige Zubereitung der einzelnen Zutaten so wunderbar wie dieser seltene Sonnenstrahl im August 2016 über Hannover. Deshalb ist die richtige Auswahl und Zubereitung des Reis‘ für ein gutes Tschelo Kebab kubideh ebenso bedeutsam, wie die Zubereitung des Grillfleisches. Nehmt besten Basmatireis, bitte nicht den vom Discounter, sondern einen aus dem persischen oder indischen Geschäft. Wie ein gutes Tschelo gekocht wird könnt ihr hier nachlesen. Kauft auch bitte nicht das fertige Lammhack, dass es beim türkischen Händler gibt. Es ist zu grob und zu fettig. Nehmt zartes Lammfilet und laßt euch das durch den Fleischwolf drehen.

Für das Kebab vermengt ihr das Fleisch mit dem Zwiebelbrei und den Gewürzen. Ich mag es am liebsten nur mit Salz, Pfeffer, Tomatenmark und ein wenig Kurkuma gewürzt, damit der Eigengeschmack des zarten Lammfleisches richtig zur Geltung kommen kann. Andere geben noch Safran, Somak und/oder Piment dazu.

Den Fleischteig laßt ihr dann noch drei bis vier Stunden im Kühlschrank ruhen, damit sich die Aromen besser miteinander verbinden. Zudem läßt sich das kalte Fleisch einfacher auf die Speiße aufziehen.

Wie gesagt habe ich keine Übung im Beziehen und Grillen von Kebabspießen, deshalb habe ich erst einmal recht kleine Spießchen fertig gemacht:

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Dazu habe ich das Fleisch zu 4 länglichen Fleischklumpen geformt, die ich vorsichtig aufspießte – ich hatte einen Höllenrespekt vor diesen Metalspießen – und dann noch nachzuformen versuchte. Die Tomaten habe ich auf einem weiteren Spieß gezogen.

Mit dem Grillen begann ich dann, nachdem der Reis so gut wie fertig gedämpft war. Zunächst legte ich den Tomatenspieß auf den Grill ohne Grillrost, denn die Tomaten brauchen etwas länger als das Fleisch. Sie dürfen ruhig ein wenig verkohlen, denn die Haut wird vor dem Verzehr der Tomate abgezogen.

5-7 Minuten später legte ich dann die Fleischspieße auf den Grill und grillte das Fleisch von beiden Seiten jeweils gut 5 Minuten.

Angerichtet wird der Reis mit Somak, einem frischen Eigelb und etwas Butter. Neben der Tomate reicht man noch zum Kebab Zwiebelviertelchen und frische Kräuter.

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Guten Appetit

 

18 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Yay, noch mehr Sonne! Das ist ein super cooles Bild, das dir da gelungen ist. Schicken wir von Nord und Süd gleichermaßen Sonne in die Republik. 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Wili sagt:

      hast du auch Sonne geschickt? Ich habe mich heute hier noch nicht umgeschaut, vor lauter Sonnenwunder. mache ich gleich mal.

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      1. Zeilenende sagt:

        Hier ist es halt auch sehr sonnig und warm … Das kann man meinem Bild hoffentlich ansehen. *g*

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  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Liebe Grüsse mit aktuell 29 Grad 🙂

    Was hat es denn mit dem Eigelb zum Essen auf sich?

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    1. Wili sagt:

      Das weiß ein jeder, wer’s auch sei, gesund und stärkend ist das Ei“ (Wilhelm Busch).

      Traditionell gehört das Eigelb dazu, auch wenn es heute in Restaurants nur noch auf nachdrücklicher Anfrage gereicht wird. Es ist megalecker mit dem Reis, der Butter, Tomate und Somak. Den speziellen gesundheitsfördernden, bzw. ausgleichenden Hintergrund kenne ich leider nicht.

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        O.k., danke 🙂

        Ich erinnere mich an Rezepte meiner Oma, die sie Rekonvaleszenten empfohlen hat….Malzbier mit Traubenzucker und Eigelb verquirlt und für Erwachsene mit Rotwein….

        In Restaurants ist es vermutlich etwas schwierig wegen der Salmonellengefahr heutzutage….

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      2. Wili sagt:

        Ja, diese Rezepte kenne ich auch noch. Die probierte ich nie, weil sie für mich schon gruselig klingen. Aber Reis mit Eigelb passt mir 😉

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      3. Es Marinsche kocht sagt:

        Vor allem das an sich schon quietsche-süße Malzbier mit dem Traubenzucker dazu….da war das Eigelb dann auch schon egal 😉

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  3. ohneeinander sagt:

    Du isst rohe Eier? 😳

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    1. Wili sagt:

      rohes Eigelb unter den Reis gerührt ja, rohes Eiweiß niemals!

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  4. Ich fange den Sonnenstrahl auf….danke…

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