Projekt 52 Wochen (28): Der Einkauf

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Jetzt wohllte ich planvoll vorgehen. Es sollte ein fünf Schichten Schokodessert für meine neue Beitragsreihe „das Rezept auf Seite 32“ produziert werden. Ich freue mich ja schon sehr neugierig darauf, wie das so werden wird. Aus den wohl letzten Gartentomaten möchte ich eine Tomatentorte backen und vielleicht noch eine kräftige, aber kare Tomatensuppe mit gaaaaaaaaaanz viel Basilikum der noch üppig grünt. Also machte ich einen Einkaufsplan und notierte ordentlich, was ich wo kaufen wollte.

Vom Bauernmarkt sollten das Suppengrün, die Eier, Kartoffeln, das Klarfleisch, Ricotta, Butter und die Sahne bezogen werden, vielleicht auch noch ein Bund Rosmarin. Fast vorbildlich hielt ich mich an meinen mir selbst gegebenen Vorgaben: Die Warteschlange vor dem Milchwagen war mir einfach zu lang. Die Sahne wird also später und woanders gekauft werden. Das schöne Gelb der frischen Pfifferlinge erinnerte mich daran, dass ich schon lange Pfifferlingravioli zubereiten möchte. Also habe ich gleich mal 400 g davon mitgenommen. Die Käsefrau hatte Ziegenkäae im Angebot und auch der leckere Schafskäse lachte mich an. Der passt nämlich ganz wunderbar zu Wassermelone und Gurke, die ich beide noch zu Hause habe… Ihr versteht?!

Beim Discounter hielt ich mich vorbildlich an meine Liste. Nur Butter und Sahne kamen hier zusätzlich zu Schokolade und Katzenfutter in den Einkaufswagen. Das Baguette vom Bäcker direkt nebenan war eigentlich nicht geplant. Doch im Drogerriemarkt lief es nahezu perfekt. Dort duftete es sehr angenehm zitrusfrisch. Leise säuselte eine Melodie durch den Raum. Einiges, sah ich, das fehlte mir doch schon immer und ich nahm es mit. Anderes hatte ich einfach bei meiner Einkaufsplanung nicht im Blick gehabt. Dafür warf ich jetzt keinen Blick mehr auf den Einkaufszettel.

Mit gut gefüllten Beuteln trat ich zufrieden meinen Heimweg an. Dort angekommen durfte ich erkennen, dass ich tatsächlich und zwingend nochmals zum Einkaufen losziehen durfte. Trotz sorgfälltiger Planung und ordentlichem Notizzettel hatte ich einfach das Wesentlich, weshalb ich überhaupt den Drogeriemarkt aufsuchte, vergessen. Das Toilettenpapier.

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Das Projekt:

Initiator: Zeilenende

Partizipanten: Marinsche, Multicolorina, Gertrud,  Solera

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Oh, das kenne ich nur zu gut. Genau genommen habe ich zu dem Thema für die kommende Woche sogar einen Beitrag geplant. Mittlerweile bin ich selbst mit Einkaufszettel manchmal so Banane, dass ich Äpfel kaufe, wo ich Essigreiniger haben wollte. Aber beim Lebensmittelkauf ist das zumindest reizend: Da stellen einen die Einkäufe vor ganz reizende Herausforderungen. 🙂

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  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Things like that happen…..dann halt nochmal los…..in der Hoffnung das nun auch wirklich das Toilettenpapier gekauft wird…..denn in so einem Drogeriemarkt kann es auch wieder fiese Assoziationen geben die uns in Träumereien von feinen Köstlichkeiten o.ä. verstricken können….hach ja…… 😎

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  3. Egal mit wie vielen Listen ich einkaufe….ich vergesse immer etwas…..

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    1. Wili sagt:

      Das beruhigt mich sehr. Hast du denn auch immer so viel im Einkaufsbeutel, das gar nicht erst auf den Zetteln Standard?

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