gratiniete Zucchini zu Brokkoli-Granatapfel-Walnuss-Salat und Brokkoli-Katoffelstampf

am

Noch widerstehe ich den großen Kürbissen. Es wird sie ab nun noch lange genug geben. Die Zucchini, die ja auch ein Kürbis ist, der uns durch den Sommer begleitet, läßt sich  gut bis zum ersten Frost ernten. Da bleibe ich doch noch eine kleine Weile dabei, ehe ich mich von meiner Pflanze verabschieden muss und genieße die frische Frucht noch einmal ganz bewusst.

Ich lernte die Zucchini im zarten Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, während unserer ersten Familienurlaube in Umbrien, Italien, kennen und schätzen. Damals war ich unendlich enttäuscht als, zurück in Deutschland, die Zucchini in Öl gebraten weit weniger gut schmeckte. Es brauchte Zeit bis ich das richtige Zusammenspiel von gutem fruchtigem Olivenöl, jungen Zucchini, Salz und Pfeffer kannte. Seither ziehe ich Jahr für Jahr eine Zucchinipflanze auf, mal im Garten, mal im Blumentopf auf dem Balkon oder der Fensterbank, um mich an ihren Blüten und Früchten zu erfreuen.

Auch der Brokkoli, der heute so selbstverständlich auf unseren Speiseplan zu finden ist, wurde mir als Italiener vorgestellt. Das war Jahre nach meinem ersten Zusammentreffen mit der Zucchini. Wann genau kann ich gar nicht mehr sagen. Meinen ersten Granatapfel pflückte ich während einer herbstlichen Sizilienreise vom Baum. So könnte man meinen, das Gericht sei italienisch inspiriert mit einem feinen deutschen Einschlag, dem Kartoffelstampf. Doch angerichtet im typischen deutschen Dreiklang ist dieser vegetarische Teller eine kleine Liebesbekundung an meine vier Lieblingsküchen: Das italienische Gemüse mit der deutschen Kartoffel, die Granatapfel-Walnuss-Vinaigrette aus der persischen Küche, die sich so oder ähnlich  in der georgischen Küche finden lässt, und die Zugabe von Nelken, die ich erst mit der indonesischen Küche richtig schätzen lernte. Und was soll ich groß schreiben, diese ganz unterschiedlichen und zunächst fremden (Koch-)Kulturen harmonieren ganz wunderbar und heben sich gegenseitig äusserst positiv hervor.

Zutaten für 2-3 Portionen

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  • 2 Zucchini
  • Salz
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 1 Eigelb
  • 2 El Sahne
  • 50 g Mozzarella, geraspelt
  • ein paar Mandelsplitter
  • ca. 400-500 g Brokkoli
  • ca 200 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 El Sahne
  • 20 g Butter
  • 2 Gewürznelken
  • Salz
  • 1 EL Walnussöl
  • 1 EL persischen Granatapfelsirup
  • 5-6 Walnüsse
  • 1/2 Granatapfel
  • 1 kleine Schalotte
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Den Backofen auf 180° C vorheizen.

Die Zuchhini putzen und je nach größe 5-8 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Anschließend die Früchte halbieren,  die Schnittflächen mit wenig Zitronensaft besprenkeln, salzen und diese in eine eingefettete, ofenfeste Schale mit den Schnittflächen nach oben legen.

Eigelb, Sahne, Käse und Mandelsplitter miteinander vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. diese Masse gleichmäßig auf den Zucchinihälften verteilen. Im Backofen ca. 30 Minuten backen lassen.

In der Zwischenzeit Kartoffeln und Brokkoli putzen, Den Brokkoli Dritteln: 1 Teil Brokkolistrunk und 2 Teile Brokkoliröschen.

Den einen Teil der Brokkoliröschen knapp 5 Minuten in dem wieder kochendem Salzwasser der Zucchini blanchieren. Mit einem Schaumlöffel abschöpfen und gut abtropfen lassen.

Die Kartoffeln und den Brokkolistrunk schälen und in kleine Stücke schneiden. Diese mit den Gewürznelken in dem Blanchierwasser garen.

Die rohen Brokkolirosen in kleine Röschen zerteilen. Ebenso mit den blanchierten Brokkoliröschen verfahren und beide miteinander vermengen. Die Schalotte schälen und sehr fein Würfeln. Die Granatapfelkerne aus der Schale lösen, ebenso die Walnusskerne. Die Walnusskerne grob zerkleinern und kurz ohne Fett anrösten, bis sie schön nussig duften. Alles unter die Brokkoliröschen mischen.

Aus Walnussöl, Granatapfelsirup, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette anrühren und unter den Brokkolisalat geben.

Die garen Kartoffel-Brokkolistücken abschütten und die Gewürznelken entfernen. Etwas Butter und Sahne hinzugeben und mit dem Kartoffelstampfer zu einem Püree verarbeiten. Es dürfen und sollen noch kleine Stückchen dabei bleiben. Evtl. nochmals mit Salz abschmecken.

Mittlerweile sollten auch die Zucchinihälften knusprigbraun gratiniert sein und es kann nach ca 40. Minuten alles schön angerichtet werden. Guten Appetit!

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Auch diesess Gericht ist einfach vegan anzupassen.

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mir läuft der Sabber …. ich liebe Zucchini und das mit dem Granatapfelsirup … yammi … danke für das tolle Rezept ….

    Gefällt 2 Personen

    1. Wili sagt:

      Den Granatapfelsirup aber bitte nicht mit Grenadine verwechseln. Das ist hier schon einmal passiert und hat sich mir eingebrannt 😅

      Gefällt 1 Person

      1. 😂nein, nein – den Unterschied kenne ich

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  2. Es Marinsche kocht sagt:

    Auch wenn ich keine Granatapfelkerne mag….zu diesem Gericht passen sie vorzüglich 🙂

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    1. Wili sagt:

      Du magst keine Granatapfelkerne. Gut zu wissen… 😉

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      1. Es Marinsche kocht sagt:

        Aber den Sirup sehr gerne 😉

        Gefällt 1 Person

      2. Wili sagt:

        😂
        Alles klar 👍

        Gefällt 1 Person

      3. Es Marinsche kocht sagt:

        🙂

        Gefällt 1 Person

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