Buch-Date mit luna umbra

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Merles Welt ist voller Magie. In einem Venedig, in dem die Zauberei nie gestorben ist,  flüstert jedermann von der Fließenden Königin – doch nur Merle gewinnt ihre Freundschaft. Als die Mächte des Bösen das phantastische Wesen jagen, entbrennt im Labyrinth der dunklen Gassen und Kanäle ein abenteuerlicher Kampf. Meerjungfrauen und geflügelte Löwen, Meisterdiebe und Zauberspiegelmacher, sie alle haben ihr eigenes Interesse an der Fließenden Königin. Dach dann bricht der Boden auf, Flammen schlagen himmelhoch, und etwas Unbeschreibliches steigt aus der Erde empor …

Das 2. Buchdate, das Wortgeflumselkritzelkram und Zeilenende initiierten, brachten mich mit luna umbra zusammen. Wir durften uns gegenseitig drei Buchempfehlungen aussprechen, von denen wir meinen, dass sie sich als Weihnachtsgeschenke eignen würden und eine jede von uns durfte sich dann eine dieser Empfehlungen aussuchen, lesen und zum 1. Dezember das dabei erlebte Lesevergnügen beschreiben. Heute ist bereits der 3. Dezember und ich bin ein wenig spät dran.

luna umbra legte großen Wert darauf eine besondere Lesefreude zu bereiten, die nicht nur dazu animiert weiter lesen zu wollen, wenn das Buch fertig ist, sondern dieses auch tatsächlich ermöglicht. So fiel ihre erste Empfehlung mit folgenden Worten auf „Die Fließende Königin“ dem ersten Buch der Merletriologie von Kai Meyer, 2001 im Loewe Verlag erschienen:

„Die Merle Trilogie habe ich vor Ewigkeiten gelesen und ist auch das einzige Buch hier, welches ich zurzeit nicht selbst besitze. Ich muss gestehen, dass ich den Titel lange Zeit vergessen hatte und nur durch Zufall entdeckt hatte. Ich habe die Bücher sehr genossen und war daher enttäuscht, dass ich mich so lange nicht an die Titel erinnern konnte. Jedenfalls denke ich, dass die Merle Trilogie zu den Must-Read im Fantasybereich gehört. Es ist, wie ich finde, eine wirklich spannende Erzählung.“

Mir machte das Lesen von der ersten Zeile an tatsächlich Spaß bis zu dem Moment, da ich erkannte, dass ich das Ende der Geschichte nicht mit dem Ende des Buches erfahren würde. Die Fließende Königin ist keine in sich abgeschlossene Geschichte, die dazu verführt weitere neue Abenteuer mit den Protagonisten weiterlesen zu wollen. Es ist tatsächlich der erste Band einer dreiteiligen Fortsetzungsgeschichte, in der ich die Heldin mit ihren Begleiter*innen in ihrer Welt kennen lernen durfte. Sofort stieg ich zu Merle und Junipa, zwei Waisenmädchen, in die Gondel – und damit in ihr neues Leben als Schülerinnen eines Zauberspiegelmachers. Nach 273 Seiten, die in aller Ruhe sehr bildhaft, fantasievoll und plastisch ein märchenhaft real-irreales Venedig beschreiben, halte ich nun einige bunte Fäden in der Hand, von denen ich noch nicht weiß, wie sie miteinander verwoben sind. Das eigentliche Abenteuer, bei dem es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht, will wohl jetzt erst im nächsten Kapitel beginnen. Doch dafür müsste ich nun Band 2 kaufen. Das finde ich schade. Natürlich kann ich jetzt schreiben, der Einstieg in eine mich faszinierende Fantasiewelt ist gelungen. Doch ob diese Geschichte so rund, spannend, bildgewaltig und in sich schlüssig ist, wie beispielsweise die Triologie „Der Herr der Ringe“ ist für mich offen geblieben.  Das gewisse Etwas, der atemberaubende Cliffhanger, der mich unbedingt weiterlesen lassen möchte, ist bei mir leider nicht eingetroffen. Ich werde mir Band 2 nicht kaufen und somit nicht erfahren, ob das Böse besiegt, Venedig befreit und Merle ihrer neue Freundin Junipa wieder sehen wird.

Dennoch empfehle ich es als ein geeignetes Weihnachtsgeschenk für Menschen von 9 bis 99, die Freude an Märchen und Fantasygeschichten haben. Es ist leicht zu lesen, schön für Zwischendurch, zum Träumen und Abschalten aus der Alltagswelt. Doch bitte verschenkt gleich die gesamte Triologie.

 

 

 

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Schön, dass du mit gemacht hast und ich gestehe, dass ich vor Jahren die Triologie gelesen habe und tatsächlich nicht mehr viel von der Geschichte weiß….. Aber an märchenhaft kann ich mich auch noch erinnern ….

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  2. Zeilenende sagt:

    Danke für die Besprechung. Kai Meyer hat mich ja schon von der Beschreibung der Bücher her nie sonderlich gereizt. Und den Punkt, den du gemacht hast, mag ich auch nicht. Bei aller Reihenfreudigkeit: In einem Buch soll eine anständige Geschichte erzählt werden … Die gern ein Hintertürchen enthalten darf. Aber nicht auf Band 2 hin geschrieben ist.

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