Crêpe Wili – herzhaft gefüllter Crêpe auf Joghurtsauce

am

Mardi-Gras, ne t’en vas pas, je ferai des crêpes, je ferai des crêpes,
Mardi-Gras, ne t’en vas pas, je ferai des crêpes et t’en auras“.

französisches Kinderlied

„Mardi-Gras, gehe nicht weg, ich werde Crêpes backen, ich werde Crêpes backen, Mardi-Gras, gehe nicht weg, ich werde Crêpes backen und du wirst welche haben“.

Ich war bisher noch niemals nie in der Bretagne, dafür aber unzählige Male im LizBät in Köln Ehrenfeld. Auch dort hat das Crêpes-Essen eine lange Tradition. Obwohl ich ehrlich gesagt nicht zählen kann, wie oft ich dort gegessen habe, so schaffte ich es dennoch nicht, mich bis heute durch die über 50 angebotenen Crêpe – Variationen durchzufuttern.

Ein liebgewonnenes Ritual ist es für mich, am Karnevalsdienstag nach dem Veedelszug in Köln-Ehrenfeld ins LizBät zu gehen und Crêpe zu essen. Der Karnevalsdienstag heißt in Frankreich  Mardi-Gras (fetter Dienstag). Das ist der letzte Tag vor der Fastenzeit und da werden noch einmal kräftig Crêpes geschlemmt, um nicht zu sagen schlichtweg gefressen.

Auch am 2. Februar, zu Mariä Lichtmess werden in Frankreich Crêpes gegessen. Es ist dort das Fest der Kerzen,  die „fête des chandelles“, mit denen der Winter und alles teuflische vertrieben werden soll.  An diesem Tag darf jeder seine Crêpe selber zubereiten. Natürlich macht man das nicht einfach mit dem Pfannenwender, nein. Der Crêpe wird in der Luft gewendet. Dazu nimmt man einen Goldtaler in die linke Hand, die Pfanne in die rechte Hand und schwups… Bleibt der Crêpe nicht an der Decke kleben, fällt nicht zu Boden oder landet zusamengeklappt in der Pfanne, so hat man das ganze Jahr über Glück. Dabei symbolisiert der zarte Pfannekuchen die Sonne, die nach dem langen Winter endlich wieder zurück kehrt. und hoffentlich eine reiche Weizenernte bescheren wird. Ein sehr schöner Brauch.

In 14 Tagen ist Chandeleur, da will ich heute schon einmal ein wenig für mein Glück trainieren:

Zutaten für 4 Portionen

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für den Crêpe-Teig:

  • 2 Eier
  • 160 g Vollkornweizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Rohrohrzucker
  • 130 ml Milch
  • 10 g Butter

für die Füllung:

  • ca. 250 g Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel
  • 150 g Vulkanspargelblätter (Alternativ: Endiviensalat oder Winterspinat)
  • 1/4 TL Curkuma
  • 1/4 TL Advieh (persische Gewürzmischung)
  • 80 g Schafmilch-Feta
  • 2 TL Butterschmalz

für die Sauce:

  • 400 – 500 g Joghurt
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Minze *optional
  • Salz
  • 50 g Butter
  • 1/2 TL Paprikapulver

Zubereitung

Zunächst die Knoblauchzehe mit dem Salz fein zerdrücken und mit etwas Minze unter den Joghurt rühren. Diesen dann beiseite stellen und in Ruhe bei Zimmertemperatur durchziehen lassen.

Für den Crêpe-Teig die anegebenen Zutaten gut miteinander verquirlen. Die Butter vorher zerlassen, ehe sie beigefügt wird.

Diese Crêpes werden nicht ganz so fein, da Vollkornmehl auch noch etwas Weizenschrot enthält. Wenn ihr das nicht mögt, nehmt feines Mehl und siebt den Teig anschließend noch durch, um evtl. Klümpchen aufzufangen.

Den fertigen Teig lasst ihr ebenfalls ein wenig Ruhen und somit ausquellen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel und die Kartoffeln schälen und in kleine Würfelchen schneiden. Die Kartoffelwürfel kurz abspühlen und trocknen, damit sie frei von Stärke sind. Die Vulkanspargelblätter putzen und grob zerkleinern (sie haben viele Bitterstoffe. Wenn ihr das nicht mögt, müsst ihr sie gut wässern und am besten nur die feinen Blätter möglichst ohne Strunck verwenden).

In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten und mit Curkuma bestreuen. Anschließend die Karoffelwürfel und das Advieh hinzugeben und alles goldbraun rösten. Das braucht ca 15 Minuten. Nun den Vulkanspinat zufügen. Alles weitere 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren garen lassen.

Den Feta über die Gemüsemischung bröseln und unterrühren. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und mit einem Deckel abdecken, bis die Crêpes fertig sind.

Dazu eine weitere Pfanne dünn mit Fett ausstreichen und erhitzen. Mit einer Suppenkelle etwas von dem Crêpe-Teig in die Pfanne füllen und mittels Schwenken, den Teig gleichmäßig und dünn auf dem Pfannenboden verteilen.

Nach kurzer Zeit kann der Crêpe bereits gewendet werden. Dazu zunächst mittels leichtem Rütteln der Pfanne prüfen, ob er auch nicht angebacken ist. Läßt er sich hin und her schwenken, sollte es ein Kinderspiel sein, ihn mit leichtem Schwung in der Luft zu wenden. Ein Pfannenheber tut es aber grundsätzlich auch.

Die fertigen Crêpes können im Backofen bei 60º C warm gehalten werden.

Zum Servieren wird zunächst etwas Joghurtsauce auf den Tellern verteilt. Die Crêpes werden mit der Gemüsefüllung belegt und entweder zusammengefaltet oder aufgerollt über die Joghurtsauce drappiert.

In einem kleinen Pfännchen wird die Butter geschmolzen. Das Paprikapulver wird unter die schäumende Butter gerührt und diese wird abschließend über die Joghurtsauce geträufelt.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Alex sagt:

    Der Crepe sieht lecker aus!
    LG Alex

    Gefällt 1 Person

    1. Wili sagt:

      Danke, das freut mich.

      Gefällt mir

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