3. Buchdate – meine Lesevorschläge an Chris

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Gespannt und ja, auch ein wenig aufgeregt war ich nun schon seit ich wusste, dass es jetzt bald wieder mit dem Buchdate losgehen würde. Ich wartete bereits darauf, da mir die Teilnahme im Dezember viel Spaß und spannende neue Lektüre geschenkt hatte. Ich hatte ja noch daran gedacht, dass es morgen losgehen würde, bevor ich gestern Abend in einen gesunden, tiefen Schlaf fiel. Heute morgen schaute ich dann auch direkt nach, ob es schon ein erstes Auswahlergebnis gäbe… und siehe da, die Auslosung ist abgeschlossen.  Die liebe wortgeflumselkritzelkram palzierte mich zwischen Michaela und Chris.

So habe ich also den ganzen nebeligen Hannovertag überlegt, welche drei Bücher ich denn Chris empfehlen mag. Die letzten drei Bücher, die er gelesen hatte,

– George R. R. Martin – Das Lied von Eis und Feuer (Band 1)
– Karl Ove Knausgård – Leben
– Sebsatian Fitzek – Die Therapie,

kenne ich so gar nicht. „Tendenziell Fantasy“ und „Thriller“ sind ja eher gar nicht meine Lesewelt. Auch Autor*innen wie Sebastian Fitzek oder Wolfgang Hohlbein sagen mir recht wenig in dem Sinne, dass ich bisher nichts von ihnen gelesen habe. Günther Bloch hingegen ist ein kleiner zarter Lichtblick, den ich für mich einordnen kann.

Doch wie beeinflusst mich nun dieses Un-Wissen bei meinen Buchempfehlungen an einen Blogger, im Alter meines Sohnes, in dessen Blog es sich hauptsächlich  um ihn dreht, seine Suche nach seinem selbst, seine Gedanken zu den unterschiedlichsten Seiten des Lebens und all dem, was ihm gerade durch den Kopf schwirrt?

Mein erster Impuls war es, ihm „Schreiben Sie mir oder ich sterbe – Liebesbriefe berühmter Frauen und Männer“, herausegeben von Petra Müller und Rainer Wieland vorzuschlagen. Eine Sammlung von Liebesbriefen berühmter Frauen und Männer aus neun Jahrhunderten. Erzählt werden aber auch die Geschichten, die hinter der jeweiligen Liebe stehen, mit Fotos, guten Texten und seltenen Faksimiles der Originalbriefe. Doch möchte ich wirklich jemanden mit Romanzen überschütten, der diese überhaupt nicht lesen möchte? Nein, das will ich dann doch lieber sein lassen.

Mein erster Lesevorschlag beschäftigt sich dennoch mit der Liebe, der Liebe eines Vaters – der wie Chris um die 30 Jahre alt ist und mit dem ich zur selben Zeit in NRW aufgewachsen bin – zu seiner Tochter und mit der alles verzehrenden Liebe zur Rockmusik, die Neil Young 1979 mit dem Song „My My, Hey Hey“ besang. Vor allem aber ist dieses Büchlein eine feinsinnige und kluge Huldigung an Neil Young:

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Navid Kermani: Das Buch der von Neil Young Getöteten

Bald nach ihrer Geburt wird die Tochter eines jungen Paars von furchtbaren Bauchkrämpfen geplagt; Tag für Tag drei Stunden grausamer Qual. Drei-Monats-Kolik nennen es die Freunde und Verwandten verharmlosend, das Geburtssouvenir eines zynischen Gottes, schimpft der Vater und ballt die Faust gen Himmel. Nach vier durchwachten Nächten rettet Neil Young das Gottvertrauen der Familie. Schon mit den ersten Gitarrenklängen beruhigt sich das Kind. Erstaunlich aber: der betörende Effekt stellt sich nur und ausschließlich bei der Musik Neil Youngs ein. Für Vater und Tochter beginnt eine Reise durch den Kosmos des kanadischen Kultmusikers hin zu verlorenen und wiedergefundenen Paradiesen und zur Möglichkeit ekstatischen Erlebens im Alltag.

 

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Nr. 1 und 3 gucke ich mir auch näher an 🙂

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  2. Zeilenende sagt:

    Hui … Das sind spannende Empfehlungen, die du da ausgesprochen hast. Da bin ich auch mal gespannt, was der gute Chris daraus machen wird. Ich hätte Entscheidungsschwierigkeiten zwischen 1 und 2 (und den Liebesbriefen, ich gebe es zu ^^).

    Gefällt 2 Personen

    1. Wili sagt:

      Dann nimm 2 😀

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      1. Zeilenende sagt:

        Nimm 2, nimm 2, mein bester Freund und ich *summ*

        Gefällt 1 Person

  3. Chris sagt:

    Hallo Wili,
    du machst es mir wirklich nicht leicht. Du empfiehlst mir ein Buch über Rockmusik, eine Huldigung an einen Musiker, dessen Band „Crazy Horse“ sogar mit einem Album in meiner Sammlung vertreten ist. Als zweites folgt Gerhard Polt, der bereits einige Male mit meiner „Lieblingsband“, den Toten Hosen, auf der Bühne stand und sogar an einem ihrer Alben mitwirkte. Und abschließend nennst du auch noch einen Thriller, um eines meiner bevorzugten Genres zu bedienen. Puh… also ich interessiere mich definitiv für alle drei, habe aber womöglich schon einen Favoriten.
    Übrigens: Die Liebesbriefe… also diese Sammlung klingt interessant. Romanze ist ja nicht gleich Romanze. Aber nein, ich bin mit deinen drei Empfehlungen sehr zufrieden 🙂

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    1. Wili sagt:

      so soll es doch auch sein. Es freut mich, wenn ich Interessantes für dich auswählen konnte und wünsche dir eine vernügliche Lektüre, was immer du nun auswählen magst.

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