Karottenjoghurt (Boorani hawij) – بورانی هویچ

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Eine persische Mahlzeit ohne Joghurt ist keine persische Mahlzeit. Dabei ist die persische Küche sehr kreativ, phantasievoll und erfindungsreich bei der Zubereitung diverser Joghurtgerichte, die Boorani genannt werden. Wie es zu dieser Bezeichnung kam, kann hier nachgelesen werden. Hinter diesem Tag verbergen sich die Boorani-Rezepte, die bisher auf diesem Blog vorgestellt wurden.

Neben all den vielen guten Eigenschaften, die auch wir dem Joghurt zusprechen ist er nach der traditionellen persischen Gesundheitslehre ein kühlendes Element. Ein Schälchen Joghurt zu den köstlichen Schmorgerichten oder Eintöpfen sorgt für Ausgleich und hält die gesundheitsfördernde Balance der Speisen aufrecht.

Heute gibt es einen Karottenjoghurt, Boorani hawij. Möhren gibt es ja das ganze Jahr hindurch und sind unkompliziert zu erwerben. Damit sie uns aber ihre Süße schenken müssen wir achtsam und sanft mit ihnen umgehen. Denn Möhren haben eine geringe Stresstoleranz. Sie mögen es beispielsweise überhaupt nicht gerüttelt und geschüttelt zu werden. Also achtet nach dem Einkauf darauf, dass ihr sie behutsam und schonend nach Hause transportiert. Möhrchen mit Schütteltrauma schmecken einfach nur noch bitter.

 

Zutaten

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  • 300 g Joghurt, ideal ist griechischer oder türkischer Joghurt
  • ca 200 g Möhren
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL frischer Estragon, fein geschnitten
  • 1 Handvoll Walnusskerne
  • Salz
  • etwas Butterschmalz

Zubereitung

Die Möhren waschen und grob raspeln oder in feine Julienne schneiden. Das Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die Möhren 1-2 Minuten andünsten (Wer mag gibt ein wenig Zucker dazu und läßt die Möhren sanft karamellisieren).

Die Knoblauchzehe schälen und mit Salz fein zerreiben. Knoblauchsalz, Estragon und die grob gehackten Walnüsse mit dem Joghurt cremig verquirlen. Die Möhren noch warm unter den Joghurt heben, alles gut miteinander vermengen und auskühlen lassen.

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Mit ein wenig Brot dazu, war das heute ein schönes und einfaches Abendmahl.

9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Das klingt mal wieder ausgezeichnet liebe Wili!
    Nur frage ich mich nun, warum die Futtermöhren, die ich mir winters immer gerne von den Kaninchen ‚ausleihe‘ und die in ihrem Raschelsäcken im Landhandel so lieblos hin- hergeworfen werden, warum die also so verboten süss schmecken und viel leckerer, als die vom Bio-Bauern? Vielleicht verkraften Möhren in 20Kg-Massengemüsehaltung das erlittene Schütteltrauma besser?
    Fragende Grüße, Oli

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    1. Wili sagt:

      Das kann ja durchaus sein, schließlich können sie sich so besser eenseitig beistehen 😉
      Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich hatte folgenden Artikel aufgeschnappt und fand das doch erwähnenswert: http://www.deutschlandfunk.de/lebensmittel-verbitterte-moehren.676.de.html?dram:article_id=310709

      Gefällt 1 Person

      1. Hochinteressant und bestätigt mich mal wieder darin, dass nix über selbst angebautes und sorgsam verarbeitetes Futter geht. 🙂

        Gefällt 2 Personen

      2. Wili sagt:

        Da bin ich ganz bei dir und ich freue mich, dass du dir diesen feinen Luxus leisten kannst.

        Gefällt 1 Person

  2. Christian sagt:

    Das klingt ein bisschen zu fantastisch, was der Deutschlandfunk da auftischt. Schütteltrauma bei Möhren? Wenn man sich den Artikel genau durchliest, war das Experiment zum Zeitpunkt, als er geschrieben wurde, noch nicht abgeschlossen. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass im Artikel „Klar scheint aber zu sein, “ formuliert wird. Oder: Dabei macht es offenbar einen Unterschied, ..:“.
    „Scheint“ sich um puren Schwachsinn zu handeln.

    Das tut natürlich Deinem Karottenjoghurt keinen Abbruch. Das schmeckt sicher sehr gut! 🙂

    Liebe Grüße
    Christian

    Gefällt 1 Person

    1. Wili sagt:

      Nun lass den Möhrchen doch ihre Empfindsamkeit 😊

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      1. Christian sagt:

        Möhren sollten am Transportweg achtsam behandelt werden, das stimmt schon, damit sie keinen Schaden erleiden. Wer will schon abgeschrammte Möhren? Das beginnt beim Hinlegen auf das Förderband und Einschlichten in die Einkaufstasche und endet wo die guten Dinger zu Hause auf ihrem Platz landen. Das gilt natürlich nicht nur für Möhren.

        Gefällt 1 Person

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