Ein Drabble und das Rezept „Grüne Bohnen in Tomatensauce griechischer Art“(Fasolakia)

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In ihrem Storysamstag rief Tante Tex dieses mal zu einem Drabble  auf, das die Wörter Hase – Berg – Geräusch beinhaltet. Ein Drabble, das wusste ich bis dahin nicht, „ist eine meist pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern bestehen muss. Dabei wird die Überschrift nicht mitgezählt“. Also dann, probiere ich es doch auch einmal:

Was war das? Ich schreckte hoch. Mein Kopf neigte sich langsam nach links vorne. Mein rechtes Ohr fuhr seinen imaginären Hörtrichter aus. Die Hirnsynapsen durchwälzten emsig die jahrzehntehohen Berge der Geräuscherinnerungen meines Gehirns. Es war nach Mitternacht und mich hatte dieses fremde Geräusch geweckt. Die Kater schlummerten zu meinen Füßen. Das war beruhigend, denn Gefahr bestand demnach nicht. Langsam gewöhnten sich meine Augen an das fehlende Licht und unterstützten die Ohren bei ihrer Fahndungsarbeit. Was sie sahen, glaubt ihr nicht, ist aber wahr! Ein Hase hoppelte eierkackend durch mein Schlafzimmer. „Ach, ein Osterha…“ fiel ich erleichtert in den Schlaf zurück.

Versucht es doch auch einmal. Gerade für Ausschweifer wie mich ist das ein feiner Spaß. Doch nun zu dem Rezept:

„Grüne Bohnen in Tomatensauce griechischer Art“(Fasolakia)

Zutaten

  • 500 g grüne Bohnen (ich hatte die flachen, breiten Gartenbohnen)
  • 1 Dose passierte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • je 2 TL  Oregano, Thymian und Bohnenkraut
  • 1 Lorbeerbaltt
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Die Bohnen gründlich putzen und dritteln. Ich habe dabei mit einem Sparschäler die Bohnenfädchen gründlich entfernt. Denn ich mag es gar nicht, diese in den Mund zu bekommen. Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen und grob würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. – Ich wählte hierzu meinen roten Bräter –  Die Zwiebel, den Knoblauch und die getrockneten Kräuter darin anschwitzen. Anschließend die tropfnassen Bohnen hinzugeben und eine Weile andünsten. Schließlich die passierten Tomaten und das Lorbeerblatt sowie Salz und Pfeffer beifügen, den Topf mit einem Deckel abdecken und alles gemächlich bei niedriger Hitzezufuhr für ein Stündchen simmern lassen.  Die letzten 10 Minuten wird der Deckel abgenommen, damit ggfs. ein zu viel an Flüssigkeit verdunsten kann, denn die Tomatensauce sol dickflüssig und sämig werden. Um dies besser zu erreichen kann auch eine kleine geriebene Pellkartoffel in die Sauce eingerührt werden. Traditionell gehören eh Kartoffeln in die Fasolakia.

Ihr könnt dieses Bohnengericht als Suppe, Eintopf oder als warme und auch kalte Beilage anrichten. So oder so ist es einfach nur sehr schmackhaft. Für mein griechisches Sonntagsessen hatte ich übrigens als erstes die Bohnen aufgesetzt, nachdem ich die Aubergine in ihr Salzbad und die Zucchinischeiben eingesalzen hatte. Denn sie benötigten die längste Garzeit.

16 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ich kenne die Bohnen als türkische Variante mit Zucker – sehr lecker.

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    1. Wili sagt:

      die türkische Variante ist bestimmt sehr lecker, weil der Zucker die Süße der Tomaten betont. Ehrlich gesagt habe ich kein griechisches REzept und kann gar nicht sagen, ob da auch Zucker zu gehört. Aber ich habe ihn nicht vermisst 😉

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  2. Lehrercafe sagt:

    Sehr lecker, habs gerade zubereitet. Kann leider kein Foto mitschicken, alles alle.😋

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    1. Wili sagt:

      Unglaublich 😂😂

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  3. Ira Moritz sagt:

    Sehr amüsant und dann wird man auch noch satt hier, hat Spaß gemacht!

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    1. Wili sagt:

      Das freut mich 🙂

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  4. Zeilenende sagt:

    Sieht fast so aus, als ob es zu Hase passen würde. 🙂 Sehr schön übrigens die Bergmetapher und die Banalität der Überdrehung ins Absurde als Pointe … Respekt!

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    1. Wili sagt:

      Auf die Idee mit der Bergmetapher bin ich auch ein bisschen stolz *hüstel*. Die Überdrehung der Banalität ins Absurde….. Hingegen war mir gar nicht bewusst. Danke dafür.

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      1. Zeilenende sagt:

        Gern geschehen. Der Kunstgriff, eine absurde Situation im Nichts -als Normalität – verpuffen zu lassen, ist erstaunlich schwierig, gerade in der Kürze.

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      2. Wili sagt:

        Bei mir fällt das leider eher unter die Kategorie „Blindes Huhn“ und ich glaube sofort, dass so etwas gezielt und absichtsvoll schwierig zu konstruieren sein kann.

        Allerdings hatte ich gerade am Ende mehrmals die Wörter ausgetauscht und Sätze verändert, bis ich das Gefühl hatte, dass das Geschichtchen nun in sich stimmig sei. Hinzu kam, dass ich heute morgen vor der Veröffentlichung das Drabble von vro jongliert entdeckte. Ihr „Plongpongplong“ und mein ursprüngliches „klackediklackklack“ waren mir dann doch zu identisch. Das wollte ich uns beiden nicht zumuten und brauchte einen anderen Abschluss ^^

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      3. Zeilenende sagt:

        Es unbewusst … ach … Es ist einfach großartig. 🙂

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  5. Christiane sagt:

    Ach so, nur ein „eierkackender“ Hase … ich lache immer noch. Herrlich! Und dein Rezept liest sich echt lecker.
    Liebe Grüße
    Christiane

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    1. Wili sagt:

      ja, ist doch auch ganz normal. die Osterhasen haben gerade Hochkonjunktur 😉

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  6. Tante Tex sagt:

    Köstlich! 😀 Sowohl Rezept als auch der eierkackende Hase.
    Habe mir heute auf dein Rezept hin die fehlenden Bohnen besorgt. Mal sehen ob es so lecker schmeckt, wies klingt. 🙂

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    1. Wili sagt:

      Danke, das freut mich. Und gib Bescheid, ob es so schmeckt,e, wie du es dir vorstelltest.

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