gegrillter Tilapia mit Pfeffersauce

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Das war großartig. Samstag Abend entschied ich mich, einen Tilapia aus dem Tiefkühl zu nehmen, um aus Sonntag einen Fischtag zu machen und Sonntag war die Sonne so lockend über Hannover, dass ich den kleinen Holzkohlegrill auf dem Balkon anfeuerte. Über Holzkohle gegrillter Fisch ist für mich das Größte und der Tilapia, den ich zum ersten Mal zubereitete, wird ab jetzt ein treuer Begleiter auf meinem Speiseplan sein.

Der Tilapia ist übrigens ein Süßwasserfisch, der bereits vor 4000 Jahren von den Ägyptern in „Aquakulturen“ gehalten und gezüchtet wurde. Heute ist er weltweit verbreitet, was ökologisch betrachtet nicht unproblematisch ist.  Auch in Deutschland wird er vereinzelt in vorwiegend geschlossenen Aquakulturen gezogen. Ein wirklich sehr leckerer und kulinarisch vielseitiger, fettarmer Fisch,  den man aus geschlossenen Aquakulturen bezogen, durchaus genießen sollte.

Zutaten

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  • 1 mittleren Tilapia ( der locker 3-4 Personen satt macht, wird er mit den Beilagen gereicht)
  • 1 EL Traubenkernöl
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1 TL Cayennpfeffer
  • 1 TL scharfes Paprikapulver
  • 2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL zerstoßenen Thymian
  • 1/2 TL gemahlenen Rosmarin
  • 1/2 TL gemahlenen Kümmel

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  • 1 große Tomate
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 1 Zwiebel
  • 2 rote Peperoni
  • 6 Chilis (rot und grün)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 TL Limettensaft
  • 1 EL Chakalaka-Gewürzmischung
  • Salz
  • Traubenkernöl

Zubereitung

Aus den Gewürzen und dem Öl für den Fisch eine Marinade rühren. Den Fisch waschen, gut trocknen und auf beiden Seiten mehrmals bis auf die Gräten herunter einschneiden. Dann von innen und ausßen mit der Marinade einreiben und ca. eine Stunde im Kühlschrank marinieren lassen. 30 Minuten vor dem Grillen den Fisch aus dem Kühlschrank nehmen und nochmals mit Marinade bestreichen.

Das Grillrost einfetten, damit der Fisch nicht anbackt. Ideal zum Wenden ist es, den Fisch in eine Fischgrillzange zu legen. Es geht aber auch gut ohne. Den Fisch von beiden Seiten über der heißen Glut 15 bis maximal 20 Minuten goldbraun grillen. Zur Garprobe könnt ihr den Fisch einmal vorsichtig mit dem Messer einschneiden.  Wenn das Fischfleisch auch an den tiefer liegenden Gräten weiß und der Fischsaft klar ist, ist er fertig.

Während der Fisch grillt, werden alle Zutaten für die Pfeffersoße im Mörser oder in einer kleinen Küchenmaschine zerkleinert. Dazu nehmt ihr so viel oder so wenig Öl, dass ihr eine geschmeidige Paste erhaltet. Diese laßt ihr in einem kleinen Topf aufkochen, schaltet die Temperatur herunter und laßt die Sauce noch sieben bis acht Minuten simmern. Fertig. Die Sauce hält sich übrigens mehrere Wochen in Schraubgläsern verschlossen im Kühlschrank und schmeckt auch gut zu Fleisch, Geflügel, Reis und Gemüse.

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Dazu gab es ein Süßkartoffel-Avocado-Stampf mit gegrilltem Knoblauch und einen marokkanischen Favabohnensalat mit Salzzitrone und Olivenöl. Da wehte wohl ein Hauch afrikanischer Aromen über Hannover.

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