Schläft ein Lied in allen Dingen… grau weiß und bunt

am

… und ich übe weiter Gesichter zu zeichnen 🙂

Nochmals nahm ich ein Kinderpotrait von mir zur Vorlage, es war eine schwarz weiß Aufnahme, bzw. in vielen verschiedenen Grautönen. Also griff ich zunächst zum Bleistift.  Ich mag den Bleistift nicht so besonders, weil ich gerne wische und das gibt so ein Graphitstift ja nur bedingt her.

ich zeichnete es vor 2 Tagen mit nur einem 4B Belistift. Die Augen sind wieder ein wenig zu groß geworden, die Nase bleibt eine große Herausforderung für mich und alles in allem war ich eher unzufrieden und ungeduldig mit mir.

Wenn ich es jetzt auf dem Foto betrachte, finde ich es gar nicht mal mehr so unbefriedigend, was mich wieder darin bestärkt, Arbeiten beiseite zu legen und mit etwas Abstand neu zu betrachten (und zu bearbeiten). Jedenfalls brachte ich dann doch wieder etwas Farbe auf das Bild, aber nur angedeutet und dezent.

Damit war ich zufriedener, wenn ich auch den Eindruck hatte, dass das Gesichtchen an Ausdruck verloren habe. Dennoch war alles immer noch sehr blass. Ich wählte einen hellgrünen Hintergrund (davon gibt es leider kein Foto) und war wieder ein bisschen zufriedener. Denn es ergab eine klare Abgrenzung zwischen Hintergrund und Gesicht.

Dann sah ich Alex tolle Marionettenportraits und entschied meinem glatten Kinderportrait einen unruhigen Dornröschenhintergund zu geben. schließlich schlummerte in diesem kleinen Mädchen damals noch das ganze Leben. Lippen und Augeniris färbte ich nochmals nach und schließlich färbte ich auch den Kragen ein. So sind nur noch „Hautpartikel“ aus Papierweiß.

Ein wenig erinnern mich die Blümchen auch an die Kirschblüte im Frühling, was ebenfalls gut zu diesem Mädchen als Hintergrund passt. Spannend, wie Ausdruck und scheinbar auch das Alter dieses Kindes sich durch Zufügen und Weglassen von Farben und weiteren Motiven wandelt. Ich mag alle drei Bilder, existent ist aber nur noch das Bunte.

Die Aufnahmen sind alle mit dem Handy gemacht, Perspektive und Lichteinflüsse waren verschieden.  Gezeichnet habe ich auf einem feinporigen Skizzenbogen von 42 x 52 mm.

 

14:30 Uhr

So, ich habe einmal versucht wortgeflumselkritzelkram Anregung in die Zeichnung einzuarbeiten, auch an den Augen unterbrach ich die Linien. Dafür zeichnete ich noch ein wenig mehr Schatten ein. Kleinigkeiten, aber es macht doch einen Unterschied, was meint ihr?

9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ich habe mit der Nase auch immer Schwierigkeiten. Meine Mallehrerin gab mir den Tipp auch bei den Nasenflügeln nur mit Schatten zu arbeiten (also keine Linien zeichnen). ……

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    1. Wili sagt:

      Guter Tipp. das versuche ich das nächste Mal. Danke 🙂

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  2. kormoranflug sagt:

    Schönes Selfie (lach), habe Dich gleich wiedererkannt.

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    1. Wili sagt:

      Ich habe mich kaum verändert… 😅😂

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  3. Alex sagt:

    Die Zeichnung hat in jeder ihrer Phasen ihren eigenen Reiz. Die letzte hat sogar eine gewisse Plastizität, die sie etwas surreal erscheinen lässt. Deinen Hintergrund finde ich toll. Super!

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    1. Wili sagt:

      Danke lieber Alex, auch für deine (dir nicht bewusste) Inspiration zu dem Hintergrund. Deine Bilder inspirieren mich überhaupt. so habe ich gestern erstmals nach dem Betrachten der Squids mit flüssigen Farben und Pinsel mein Glück versucht 🙂

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      1. Alex sagt:

        Hi Wili, das freut mich ja sehr!
        Ich bin überhaupt sehr angetan von den verschiedenen und auch unterschiedlichen, aber durchweg positiven Reaktionen. Es wird mir wieder einmal bewusst, wie unterschiedlich Menschen sehen und interpretieren/empfinden. Aber einen anderen Menschen zu Kreativem zu (ver)führen ist schon was Tolles! 🙂
        LG Alex

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      2. Wili sagt:

        Entschuldige, dass ich heute erst antworte. Die vergangenen Tage war ich viel unterwegs und kaum online. Wie gesagt mag ich deine Arbeiten sehr und sie geben mir Ideen und Anregungen, es einfach auszuprobieren. Hier siehst du nun das Ergebnis meines ersten Versuchs mit Mischtechnik (Ölpastell und Pastellkreide):
        IMG_0055

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  4. Alex sagt:

    Ich mag es.Der Baum ist schön plastisch, das Gebirge hat Perspektive, die kleinen Sprekel geben eine interessante Oberfläche und das Blumenfeld im Vordergrund erinnert mich an ein bekanntes modernes Bild, ich komm nur grade nicht drauf. Es hat aber eine fröhliches dekoratives Element, das ganz apart ist. Vor allem gefällt mir das zarte Türkis im Hintergrund des Blumenfelds.
    LG Alex

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