jefuschte Schwatzbrud

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Ich fand auf dem mittlerweile schlummernden Blog von Bäcker Süpke eine gut nacharbeitbare Backanleitung für ein Rheinisches Vollkornbrot / Rheinisches Schwarzbrot, das ich hier einmal für alle Brotbackprofis verlinke. Das rheinische Schwarzbrot wird traditionell frei gestoßen statt in einer Form ausgebacken. Das ist schon eine wahre Kunst an sich.  Es wird mit Rübenkraut gewürzt.  Und schließlich wird es mit Liebe und Zuwendung umsorgt und herangezogen. Bäcker Süpke beschreibt sehr anschaulich und nachvollziehbar, wie man so einen Brotrohling beglücken kann: Den Teig mehrmals in vorgeschriebenen Rhythmen gut durchkneten und ihm anschließend ausreichend Zeit zum Verschnaufen geben, ihn beruhigend und sanft vor dem Backen einstreichen und streicheln, dass seine Endorphinausschüttung ihm die Angst vor der Hitze nehmen kann, langsam backen und schließlich sich das fertige Brot noch länger von den Hitzestrapazen erholen lassen…. aber lest es selbst.

Ich hingegen biete euch ein Rezept mit Backanleitung für ein unechtes rheinisches Schwarzbrot, also ein jefuschte Schwatzbrud. Das ist einfach, schnell und unkompliziert zuzubereiten, schmeckt sehr gut, kommt aber ehrlich gesagt nicht wirklich an das Original heran. Dabei scheitert es nicht am Geschmack, nein, es sind Form und Konsistenz, bei denen mein einfaches Kastenbrot ein paar Abstriche eingestehen muss. Doch für den alltäglichen Hausgebrauch eignet es sich prima. Sonntags gibt es dann das Original.

Zutaten

  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 140 g grobes Roggenschrot
  • 140 g grobes Weizenschrot (ich hatte dieses mal Dinkelschrot)
  • 2 EL Leinsamen
  • 2 EL Sesam
  • 4 EL Sonnenblumenkerne (die ich nicht vorrätig hatte und durch Walnusskerne ersetzte)
  • 1 TL Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 500 ml Buttermilch
  • 3 EL Rübenkraut

Zubereitung

Mehl, Schrot, Samen Salz und Trockenhefe in einer großen Schüssel miteinander vermengen. Die Buttermilch leicht erwärmen und in ihr das Rübenkraut gut verrühren. Dann wird die Buttermilch an die Mehlmischung gegeben und alles gut vermengt. Dazu reicht ein Holzlöffel. Der Teig bleibt ziemlich flüssig.

Während der Teig ein wenig Zeit zum Ausquellen hat, wird eine Kastenform mit Backpaier ausgelegt. Dieses sollte an einer Seite einen stark überstehenden Rand haben, mit dem später die Form abgedeckt werden kann. Den Teig in die Kastenform füllen, mit dem Backpapierrand abdecken und darüber einen Deckel aus Alufolie geben.

Den Backofen auf 150 ° C schalten und die Kastenform auf der mittleren Schiene einschieben. Der Ofen soll nicht vorgeheizt sein. Nun das Brot 3 1/2 bis 4 Stunden backen lassen. Nach 2 bis 2 1/2 Stunden den Alufoliendeckel abnehmen und auch das Backpaier zur Seite klappen. Wenn das Brot fertig ist, den Backofen ausschalten und das Beot im Ofen langsam auskühlen und am besten weitere 24 Stunden, wenigstens aber über Nacht Ruhen lassen.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Susanne sagt:

    Dein Brot sieht gut aus! Ich hüpfe aber trotzdem mal zu Bäcker Süpke; mein Mann vermisst nämlich das Originalbrot :-).

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    1. Wili sagt:

      Ja, mach das. Deshalb habe ich es doch auch eingestellt 😊

      Gefällt mir

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