Schläft ein Lied in allen Dingen… – Hm.

am

Heute malte ich erneut nach einer Vorlage. Ich wählte ein Stilleben mit verschiedenen Früchten. Das Arrangement gefiel mir nicht so gut, doch es vereinte Motive, die ich schon länger einmal zu zeichnen versuchen wollte. Also habe ich mich an die Arbeit gemacht. Position und Form der Früchte habe ich nicht ganz exakt auf mein Blatt übertragen bekommen, bei den Kirschen in der Schale habe ich es auch gar nicht erst versucht. 

Ich habe genau 24 Pastellkreiden, von denen nun langsam die ersten aufgebraucht sind. Erstmals habe ich heute vorab auf einem Schmierblatt ausprobiert, wie ich die Farben am besten übereinander lege, bzw. vermische, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Zudem arbeitete ich ohne Zwischenfixierungen.

Eigentlich könnte ich jetzt zufrieden sein. Man möchte sich ein paar Kirschen aus der Schale greifen. Mir ist es gelungen, eine aufgeschnittene Orange und eine Kiwi zu zeichnen und auch die Bananen wirken plastisch. Bisher war ich bei aller Unzulänglichkeit immer ein wenig stolz auf das, was ich geschaffen hatte. Heute aber bin ich müde und enttäuscht. Es ist irgendwie quasi einfach nur nett geworden. Durch mein Bemühen es schulmeisterlich gut zu machen, hat dieses Bild für mich seine Lebendigkeit verloren. 


8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Alex sagt:

    Ich finde, daß Du schon wieder Fortschritte gemacht hast (leaps and bounds).
    Ein Trick wäre das Zentrum mehr in den Vordergrund zu rücken. Niemand will einen leeren Hintergrund anschauen. Zur Not kannst Du die Seiten wegschneiden.
    Ein zweiter Trick ist, die Umrisse der einzelnen Früchte mehr zu betonen (indem man sie mit schwarz oder dunkelgrau umrandet. Dadurch bekommen sie mehr Definition.
    Man kann auch den Hintergrund hinter den Früchten dunkler gestalten, um sie mehr hervorzuheben.

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    1. Wili sagt:

      Mit dem Hintergrund hast du absolut recht 😄

      Die Früchte würde ich gerne ohne Umrandung klar definiert bekommen. Vielleicht kann ich es aber auch einmal mit ganz feinen Umrissen probieren, dafür sollte ich mir vielleicht Pastellstifte zulegen. Mal sehen. Ich muss eh neue Farben kaufen. In jedem Fall Danke für die Tipps.

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  2. Myriade sagt:

    Die Frage ist halt, was kann man mit einem Stilleben ausdrücken. Klar, man kann die Technik erlernen und dann perfekte Kirschen, Bananen, Kiwis zeichnen/malen…..

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    1. Wili sagt:

      ja, genau… 😂

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  3. Mir gefällt das Bild einfach gut, es spricht mich an und ich finde es schön! Hilft dir sicher nicht sehr weiter, wenn du unzufrieden bist, aber ist meine ehrliche Meinung! Eines ist mir allerdings doch aufgefallen, links der Ausschnitt von dem ganzen Bild ist noch schöner?!

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    1. Wili sagt:

      Es freut mich sehr, dass es dir gefällt 🙂 Ich sehe auch, dass es mir gut gelungen ist (und ich sehe wie immer eine Menge kleiner Unzulänglichkeiten). Vermutlich ist es wie Myriade betonte, es war eine Übung und kein Herzensprojekt. ich erinnerte mich gestern an meinen Sohn, wie er immer jammerte, wenn er Gitarrenspielübungen machen sollte. Doch weil er dennoch durchhielt, entlockt er heute der Gitarre wundervolle Klänge 😉

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  4. Ich finde es großartig und sehe auch ganz viel Entwicklung. Und ein Stilleben ist für mich meist still und weniger lebendig 😉😊

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    1. Wili sagt:

      Danke 🙂 Vielleicht war ich gestern ein bisschen ungerecht mit mir selbst, die Entwicklung sehe ich ja auch. Und das ist toll. Vermutlich soll ich einfach zwischen diesem vielen Üben auch immer wieder etwas eigenes malen, was mich thematisch berührt und bewegt.

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