Das Rezept auf Seite 32: Kalte Avocadosuppe mit Gurke und Fenchel

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Mit einer Woche Verspätung kommt heute das Rezept von Seite 32.  Mein Leben 1.0 bindet gerade meine volle Aufmerksamkeit und das Bloggen muss ein wenig hinten anstehen. Natürlich koche ich weiterhin regelmäßig und poste dann auch einen Schnapschuss auf Instagram. Das geht quasi nebenbei. Bloggen benötigt etwas mehr Zuwendung und so holpere ich ein wenig durch den Sommer 2017…

Zum Glück gibt es aber ja auch für Situationen wie diese genau die richtigen Rezeptsammlungen! Manche sind dann sogar auch noch auf Äpfeln geschrieben. Genauer –  auf den Apfelresten, die jährlich zu tausenden Tonnen bei der Apfelsafterstellung entstehen und in Südtirol zu Papier verarbeitet werden.  Appetitlich, auch wenn das Papier leider nicht nach Äpfeln duftet, nachhaltig und rundum gesund, so wie auch das, was drin steht in dem zweiten Kochbuch von Anna Jones.

Mosaik Verlag, März 2017. Gebundenes Buch, Halbleinen, 352 Seiten ISBN: 978-3-442-39312-1

 

A modern way to cook bedeutet für Anna Jones, die lange Jahre mit Jamie Oliver arbeitete und von ihm lernte, unkompliziert, im doppelten Wortsinn leicht und schnell, aber entspannt zu kochen. Folgerichtig gliedern sich die  Kapitel ihres zweiten Kochbuchs nach den Kochzeiten: „Bis der Tisch gedeckt ist“, mit 10-15 Minuten Gerichten, „Fertig in 20 Minuten“, „Auf dem Tisch in einer halben Stunde“ oder „Vierzig Minuten-Festessen“.  Doch das Essen soll nicht nur schnell zubereitet sein und sättigen. Essen sei ein Fest, „die dreimal wiederkehrende Gelegenheit, Platz zu nehmen und sich und andere mit einer gesunden, schmackhaften Mahlzeit eine Freude zu machen“ (Anna Jones, S.7). Essen soll schmecken, das Wohlbefinden heben und die Gesundheit stärken. Es geht ihr um die bewusste körperliche Selbstfürsorge über eine ausgewogene Ernährung und um eine nachhaltige Fürsorge für die Familie, Gesellschaft und Umwelt. So entwickelte sie Rezepte aus vorwiegend regionalen und saisonalen Produkten, verzichtet auf Fleisch und achtet insbesondere auf die Alltagstauglichkeit in oft allzu hektische Lebenswelten.  Dabei wird sie dankbarer Weise nicht dogmatisch. Sie verwendet sehr wohl Avocados, Süßkartoffeln, Quinoa & Co. Lebensmittel, die importiert werden. Markenzeichen von Anna Jones sind rasch zubereitete Gerichte mit besonderem Gaumenkick aus Zutaten, die ohne  Aufwand in jedem Supermarkt gekauft werden können.  Alles ist quasi für jederman nachkochbar, auch ohne großartigen Kockerfahrungen.

Ihr neues Buch wirkt auf mich sehr vertraut. Struktur und Seitenaufbau entsprechen dem Erstlingswerk: Jedem Rezept ist eine kleine Einleitung vorangestellt. Die Zubereitungsschritte sind übersichtlich gegliedert und fast schon mantraartig beginnt jede Rezeptanleitung mit dem Satz: „Sämtliche Zutaten und Geräte bereitlegen…“  Für Menschen wie mich, die mehr nach Anregungen ausschau halten als nach Kochanleitungen, sind die Zutatenstammbäume klasse, die sich auch in diesem Kochbuch wiederfinden. Sie geben einen feinen Überblick, welche Aromen gut bzw. kontrastreich miteinander harmonieren und führen mich wunderbar in die Geschmackswelt der Anna Jones ein. Ich erhalte hier viel Raum für meine eigene Küchenkreativität. Gelungen finde ich auch die abschließenden Register, in denen auf einem Blick sämtliche Rezepte bzw. Rezeptabwandlungen zu finden sind, die vegan oder glutenfrei zubereitet werden.  Kurzum, ich bin ein Fan von Anna Jones und wünsche mir noch viele weitere Rezeptsammlungen dieser Art von ihr. Ganz besonders danken möchte ich dem Mosaik Verlag. Nicht nur, weil er mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte, sondern vor allem, weil er dieses neue Konzept der Anna Jones begleitet und sich auf den neuartigen Druck auf nachhaltigem Apfelpapier einließ.

Nachgemixt habe ich das  Rezept auf Seite 32, eine Art Gazpacho aus Gurke, Avocado und Fenchel, die wunderbar an heißen Sonnentagen kühlt und doch auch sättigt. Andere würden diese kalte Suppe vielleicht auch den grünen Smoothies zurechnen, auch wenn dieses völlig ohne Obst auskommt. Während des Abtippens des Rezeptes fiel mir erst auf, dass dieses unvollständig und damit fehlerhaft niedergeschrieben wurde (s.u.). Mir war es beim nachmachen überhaupt nicht aufgefallen, da ich mich selten wortwörtlich an Kochanleitungen halte. Dennoch ist es ein kleiner Mangel, der bei einer Neuauflage in jedem Fall korrigiert werden sollte.

Mein Mixer ist schon ein wenig betagt und nicht ganz so leistungsfähig wie die modernen Geräte. Dennoch war meine kalte Avocadosuppe mit Gurke und Fenchel, einschließlich Vor- und Nachbereitung in 15 Minuten fertig. Auch die Reinigung des Mixers ging mir schnell von der Hand. So hatte ich viel Zeit das leckere Eissüppchen zu geneißen.

Kalte Avocadosuppe mit Gurke und Fenchel

Zutaten für 2 – 4 Personen

  • 1 reife Avocado
  • 1 Salatgurke
  • 1/2 große Fenchelknolle (ich hatte eine kleine)
  • 2 EL griechischer Joghurt (meiner war türkisch) oder Kokosjoghurt
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 Handvoll Eiswürfel
  • Meersalz und frischgemahlener schwarzer Pfeffer
  • einige Dillspitzen (meine waren getrocknet)
  • einige Basilikumblättchen
  • 1/2 grüne Chilischote (ich nahm die ganze)
  • 1 Handvoll gerösteter Kürbiskerne (ich hatte Pistazien)
  • natives Olivenöl extra oder Avocadoöl (ich hatte Pistazienöl)

Zubereitung

Sämtliche Zutaten beiseite legen.

Die Avocado entsteinen, das Fruchtfleisch auslösen und in den Becheraufsatz des Mixers geben. Die Gurke und den fenchel grob würfeln und ebenfalls hineingeben. Joghurt, Zitronensaft, Eiswürfel, je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer hinzufügen (ich gab schon alle weiteren Zutaten hinzu, was im Rezept nicht erwähnt wird). Alles auf hoher Stufe pürieren, bis eine glatte hellgrüne Suppe entstanden ist. Die Suppe eventuell mit weiterem Zitronensaft oder Salz abschmecken – sie sollte von dezentem, erfrischendem Aroma mit einer unterschwelligen Zitrusnote sein.

ich habe dann noch die  Suppenteller mit ein paar Kräutern, Pistazienöl und Pistazien dekoriert. Mir fällt erst jetzt beim Abtippen auf, dass die Rezeptanleitung einige Unterlassungen enthält. Die hatte ich während der Zubereitung einfach überlesen.

Falls ihr euch für das Kochbuch interessiert, findet ihr weitere Rezensionen bei:

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Miri & Papa sagt:

    Danke fürs Verlinken 🙂 Ja, ja, manche Kleinigkeiten im Rezept entdecke ich auch erst, wenn ich es abippe oder Rückfragen bekomme.
    Lg, Miriam

    Gefällt 1 Person

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