ikan goreng garing sambal kecap – knusprig gebratene Sardinen mit fruchtigem Sambal Kecap

am

Gunung Agung bedeutet „Hoher Berg“ oder „Wunderbarer Berg“.  Für die hinduistischen Balinesen ist er der Berg auf dem die Götter und die Ahnen wohnen. Das Meer hingegen ist das Reich der bösen Geister und Dämonen. Der Legende nach entstand der Vulkan aus einem Splitter des Berges Meru, dem Weltenberg, als dieser von dem Gott Pasupati zerteilt wurde. So ist der Gunung Agung der heiligste Berg der balinesischen Hindus und wird als das Zentrum der Welt gesehen. Die Inselfläche zwischen dem Gunung Agung und dem Meer erhielten die Balinesen von den Göttern geliehen, um dort Leben zu können. Deshalb schläft beispielsweise jeder Balinese  mit dem Kopf in Richtung Berg, während seine Füße zum Meer weisen.  Jetzt hat etwas die Götter heftig erzürnt. Der Gunung Agung brodelt nach 54 Jahren wieder bedrohlich, scheint kurz vor einer heftigen Eruption zu stehen. Viele tausend Menschen wurden bereits aus der unmittelbaren Umgebung des Vulkans evakuiert und in Notunterkünfte untergebracht. Manch ein Tourist bleibt allerdings voll faszinierter Erwartung im 75 Kilometer entfernten Kuta und hofft ein gefährliches Naturereignis direkt miterleben zu können.  Ich verfolge aus 2.228,93 km Luftlinie beunruhigt die Nachrichten und entschied mich dennoch meine Sardinen auf indonesische Art zuzubereiten.  Allerdings wickelte ich dieses Mal auch eine Portion meines Reis‘ in ein Bananenblatt und legte das Päckchen auf den Sims des Küchenfensters. Eine kleine Gabe an die hinduistischen Götter.  Möge es zu keiner Katastrophe kommen.

Ikan goreng garing ist knusprig gebratener Fisch und beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Fischart. Ich wählte dieses Mal Sardinen.

Zutaten für 2 Portionen

  • 400 – 500 g Sardinen
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL frisch gepresster Orangensaft, von einer eher säuerlichen Frucht
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 2 cm frisches Kurkuma oder 1 TL Kurkumapulver
  • 5 rote Chillis (oder nach Geschmack)
  • 1 Schalotte
  • 1 Tomate *optional
  • 2 EL Kecap manis
  • 1 EL Orangensaft (frischgepresst)
  • Öl zum Braten

Zubereitung

Die Sardinen, waschen, entschuppen und ausnehmen.  Aus zwei Knoblauchzehen, Kurkuma, Koriander und Orangensaft eine Gewürzpaste mischen. Mit dieser die Sardinen gleichmäßig von Innen und Aussen einreiben und wenigstens 1 Stunde im Kühlschrank marinieren lassen. Anschließend die Sardinen von beiden Seiten in heißem Öl knusprig braten. Das braucht ca 3-4 Minuten je Seite.

Für das Sambal Kecap Chillis, Schalotte, Knoblauch und Tomate mit dem Orangensaft in einem Mörser oder einer Küchenmaschine zerkleinern. Diese Mischung in wenig Öl braten, bis ein angenehmer Duft entsteht und die Paste eine dunklere Farbe angenommen hat. Das Kecap manis unterrühren, abschmecken und das fertige Sambal vom Herd nehmen.

Den  fertigen Fisch servierte ich mit Basmatireis, Krupuk, gebratenem Tofu und  ein paar Gurken- und Ringelbete-Scheiben.

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. kormoranflug sagt:

    Wunderbar wie eine Opfergabe dargeboten – das hilft bestimmt den Geist des Gunung Agung zu besänftigen.

    Gefällt 1 Person

  2. Wili sagt:

    ein wenig hat sich alles beruhigt… 🙂

    Gefällt mir

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