Kue nagasari dan kue singkong – gedämpfte Bananen- und Cassavaküchlein

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Backsonntag! Backsonntag? Ja, köstliches,  weiches Naschwerk stellte ich her. Doch dafür benötigte ich keinen Backofen. Mein heutiges „Gebäck“ wurde gedämpft.  Auch brauchte ich keine Butter, keine Eier und keine Backförmchen, dafür aber so exotisches wie Kokosmilch, Cassava, frisches, geraspeltes Kokosnussfleisch, Palmzucker, Pandan- und Bananenblätter. Zutaten, die es in jedem Asialaden zu erwerben gibt oder ggfs. online bestellt werden können.

Ich stelle euch heute Grundrezepte vor, die gut funktionieren. Grundsätzlich sind die Rezepturen für die Küchlein sehr flexibel und wandelbar, jenachdem welche Zutaten gerade zur Verfügung stehen oder wie süß und fruchtig man es mag. Experimentieren ist hier sehr willkommen und auf die genaue Grammzahlen kommt es absolut nicht an. Auch die Bananenblätter können einfach durch Alufolie oder hitzebeständige Förmchen ausgetauscht werden. Ich nutze sie gerne, weil es schön aussieht und weil sie Farbe wie Aroma an die Küchlein abgegeben.

Kue nagasari

Dieser köstliche, sehr süße, weiche Bananenkuchen stammt aus Java, wird aber so oder so ähnlich in ganz Indonesien, in Malaysia, Thailand, Vietnam, vermutlich überall in Südostasien hergestellt. Gerne reicht man ihn seinen Gästen oder genießt ihn morgens als kleines süßes Frühstückchen. Dabei schmecken die Küchlein warm ebenso gut wie gut gekühlt.

Zutaten

  • 300 g Mehl (egal ob Weizen- oder Reismehl oder ein anderes helles, feines Mehl)
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 500 ml Kokosnussmilch
  • 1-2 Pandanblätter oder/und Vanillearoma
  • 1 Prise Salz
  • 1 – 2 süße Kochbananen (Fruchtbananen tun es aber auch sehr gut)
  • Bananenblätter

Zubereitung

Die Bananenblätter in ca. 15 cm breite Streifen reißen. Diese in kochendem Wasser 5-7 Minuten blanchieren. So werden die Blätter geschmeidig und lassen sich gut formen. Die Blätterstreifen abtrocknen und dabei von Schmutz befreien.

In einem Topf alle Zutaten bis auf die Bananen füllen und unter ständigem Rühren erhitzen, bis eine Art glänzender Brandteigklumpen entsteht. Den Topf vom Herd nehmen, die Pandanblätter entfernen und den Teig ein wenig auskühlen lassen. Die Kochbananen schälen und in Scheiben schneiden.

Achtet beim Kauf darauf, dass die Schale der Kochbananen gelb bis schwarz ist. Grüne Kochbananen sind nicht süß, sondern schmecken ähnlich wie Kartoffeln und werden als solche eingesetzt.

Mit einem Löffel einen Klacks Teig auf einen Bananenblattstreifen geben. Eine Bananenscheibe darauf legen und diese mit Teig bedecken. Dann das Bananenblatt zu einem quadratischen oder rechteckigen Päckchen wickeln. Diese im Dampfgarer 20-30 Minuten dämpfen.

Solltet ihr keinen Dampfgarer haben stellt eine Tasse umgekehrt in einen hohen Topf, dessen Boden ihr mit Wasser gefüllt habt. Auf die Tasse stellt ihr einen Teller oder ein Sieb. Darauf legt ihr eure Bananenblattpäckchen, deckt den Topf mit einem Deckel ab und erhitzt diesen.

Kue singkong

Kue singkong sind gedämpfte Küchlein aus Cassava (Maniok),  Kokosnuss und Palmzucker. Ich habe sie auf Lombok kennen gelernt, als ich ein Dorf besuchte, in dem man sich auf die Palmzuckerproduktion spezialisiert hatte. Im Gegensatz zu den sehr süßen Nagasari schmecken diese Küchlein eher nussig, malzig und leicht salzig. Wer es lieber süßer mag, gibt einfach mehr Palmzucker hinzu.

Man könnte den Palmzucker auch durch einen anderen Zucker ersetzen, erhält dann aber ein völlig anderes Aroma und eine andere Farbe.

Zutaten

  • 500 g fein geraspelte Cassava, gut die Feuchtigkeit herausgepresst
  • 200 g frisch geraspelte Kokosnuss
  • 150 g zerstoßenen Palmzucker
  • 1 Msp Salz

Zubereitung

Alle Zutaten gut miteinander vermengen, bis eine möglichst homogene Masse entsteht.  Je 2 Teelöffel dieser Masse auf ein Bananenblatt füllen und dieses wieder zu einem Päckchen falten.  Alternativ könnt ihr die Bananenblätter auch zu kleinen Tütchen aufrollen, die ihr mit der Masse befüllt und dann zufaltet.  Die fertigen Bananenblattpäckchen ebenfalls 20-30 Minuten lang dämpfen.

 

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