Brokkoli-Tatar Pecel, Karotten-Tatar Marrakesch und eine Brot-Quiche mit Karotten-Feta-Füllung

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Geht es euch auch manchmal so? Ich scrolle mich mal mehr und mal weniger lesend durch die Beiträge mir digital bekannter und unbekannter Foodblogger*innen und bekomme Appetit bis Heißhunger, manchmal auch Neugier und Freude neues auszuprobieren.  1001 Bilder sowie neue Rezeptideen purzeln dann durch meinen Kopf.  So war es auch in der vergangenen Woche: Da blieb ich bei Magentratzerls Vorstellung zweier Rokostgerichte aus einem neuen veganen und von ihr vorgestellten Kochbuch hängen und an einer sehr schön abgelichteten Karotten-Feta Quiche in einer Lightversion bei linzersmileys.

Diese „Rohkost-Tatare“ erinnerten mich sofort an die vielfälltigen georgischen Pchàli – Rohkostzubereitungen sowie an gegartes Gemüse mit Walnüssen, frischen Kräutern und Granatapfel. Gut, Pchàli geht nicht so geschmeidig über die Zunge und klingt wesentlich weniger Hipp als Gemüse-Tatar. Es ist irgendwie so wie mit „Oatmeal“ statt „Haferbrei“…  Das vorgestellte Rote-Bete – Tatar mit Erdnussbutter ließ mich an das köstliche Sambal Pecel – eine kalte, fruchtigfrische Erdnusspaste, die aus Erdnüssen, Limetten, Chili, Palmzucker und weiteren Gewürzen im Cobek von Hand gestoßen wird – denken, das mir jeden Morgen mit Liebe auf Lombok zubereitet wurde. . Das würde super zu Rote Bete passen, die ich aber nicht vorrätig hatte. Ich konnte mit Brokkoli aufwarten.

Das vorgestellte Karotten-Tatar mit marrokanischen Aromen weckte sofort schöne Erinnerungen an meine Marrakesch-Reisen. Dort genoß ich u.a. frischen Karottensalat mit Oliven, Koriander, Chili und Salzzitrone (die Karotten waren damals von Hand in äusserst feine Stifte geschnitten gewesen). Die Zutaten hatte ich alle zu Hause, also ab damit durch den Schredder meiner Küchenmachine.

Lecker! All diese köstlichen Rohkost-Tatare schmecken pur, mit Brot, als Beilage statt oder zu Salat und lassen sich auch wunderbar zu Plätzchen, Röllchen oder Türmchen anrichten. Probiert es auch mal aus und laßt euch dabei inspirieren von euren Liebelingsaromen.

Die Kombination Karotte mit Feta hingegen war etwas völlig neues für mich. Das musste ich auch sofort ausprobieren. Etwas fertig angesetzten Hefeteig für Pfannenbrot hatte ich noch vorrätig. Der bildete kurzer Hand die Unterlage meiner „Quiche“.  Gestiftelte Karotten waren schnell mit Zwiebelstreifen angebraten und mit Feta light vermengt über den Hefeteig verteilt.

Milch ersetzte ich durch Joghurt, den ich mit Parmesankäse, Kurkuma und einem Ei verquirlte. Diese Joghurtmasse war dickflüssig und legte sich auf die Karottenmischung statt sich in deren Zwischenräumen zu verteilen. Nach 30 Minuten bei 200° C im Backofen war mein gefülltes Brot fertig und ergänzte meine beiden Rohkost-Tatare zu einer kompletten vegetarischen Mahlzeit:

Spaß hat das gemacht und lecker war es obendrein. Ich bedanke mich ganz begeistert bei Magentratzerl und Daniela Terenzi für ihre köstlichen Anregungen.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. wonnie01 sagt:

    Ich war vor kurzem das erste mal georgisch essen und war total begeistert von den Pchali und insbesondere der intensiven Gewürznote der Gerichte insgesamt. Ich werde das Rezept auf jeden Fall mal ausprobieren. Vielen lieben Dank und einen schönen Restsonntag!

    Gefällt 2 Personen

    1. Wili sagt:

      Ich war auch total begeistert, als ich georgisches Essen Kennen lernte! Hier die Rohkost-Tatare sind auch mega lecker, aber nicht typisch georgisch gewürzt. Schau mal z.B. hier: https://wiwosrezepte.com/2017/05/20/einmal-kochend-um-die-welt-georgien-pchali-mit-spinat/

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  2. Ich bin begeistert von deiner Kreation, liebe Wili, und bedanke mich ganz herzlich für die Erwähnung von linzersmileys 🙂 ! LG Daniela

    Gefällt 1 Person

  3. Susanne sagt:

    Also, ich finde Pchali klingt super…da schwingt Exotik mit,mit so etwas kriegst Du mich immer :-).
    Und natürlich freut mich, dass ich Dich inspirieren konnte.

    Gefällt 1 Person

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