italienische Zutaten von A – Z

Die italienische Küche hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Sie bietet eine imense Vielfalt und Abwechslung mit sehr stark ausgeprägten Regionalküchen. Bereits die alten Römer waren leidenschaftliche Esser und strebten danach, die besten Köche und Bäcker und die besten Zutaten und Weine zu erhalten, um daraus köstliche Gerichte zu zaubern. Doch wie überall auf der Erde galt das nur für die Reichen.  Mit dem Zerfall des Römischen Reichs und dem Eindringen der Araber im Süden und der Barbaren im Norden wurden auch die Kochgewohnheiten maßgeblich beeinflusst. So brachten die Araber ührten die Araber Reis, Spinat, Safran, Orangen, Zitronen, Aprikosen und Zucker nach Süditalien, während man in Norditalien Schmorgerichte schätzen und verfeinern lernte. Im Mittelalter beeinflusste die französische Küche bedingt durch die damaligen Machtstrukturen die norditalienischen Stadtstaaten, insbesonere Florenz. Handelsbeziehungen nach Asien und schließlich auch die Entdeckung Amerikas beeinflussten die Regionalküchen Norditaliens maßgeblich.  auch heute noch ist die Küche der Regionen in Italien weit verbreitet und jede italienische Hausfrau und Mama ist stolz auf ihre familiäre Kochtradition.

Cedro

Sie ist die älteste und ehrwürdigste der Zitruspflanzen und wurde in der Antike „Medischer Apfel“ genannt. Ihre Früchte, um die es hier geht, können bis zu 2,5 Kg schwer werden und  sind von einer skurrilen Schönheit mit ihrer dicken, großporig und warzigen Schale.  Als ich sie ahnungslos und in völliger Unkenntnis das erste Mal aufgeschnitten auf einem der vielen Marktstände Siziliens sah, fragte ich mich, wer so eine Zitrone kaufen würde. Sie besteht aus viel dicker weißer Schale und wenig Fruchtfleisch. Doch je weißer und dicker, umso besser ist diese Frucht, bei der es anders zugeht, als bei der Zitrone. Ihr Fruchtfleisch schmeckt unangenehm bitter und diese weiße Schale ist wie ein zitruszartes Gedicht auf der Zunge, fein, süß und unaufdringlich. Wer von ihr kostet soll übersinnliche Fähigkeiten erhalten. Darüber hinaus wirkt sie appetitanregend und verdauungsfördernd.

 

Pistacia vera

Sie schmeckt angenehmen, mild-aromatisch, mandelähnlich. Deshalb wurde sie auch die „grüne Mandel“ genannt. Die Araber brachten die Pistazien aus dem Zweistromland nach Europa. Doch sie waren schon den Babyloniern, Assyrern, antiken Griechen und Hebräern bekannt. Selbst in der Bibel spielen sie eine Rolle: „Nehmet von dem besten des Landes … ein wenig Balsam und ein wenig Traubenhonig, Tragant und Ladanum, Pistazien und Mandeln.“  Im  1. Jahrhundert n. Chr. war es dann Kaiser Vitellius, der sie in das Rom der Antike einführte.

Für Catania, die einzige Region Italiens, in der Pistazien angebaut werden, sind aie eine der Haupteinnahmequellen. Deshalb nennen die Catanier sie auch liebevoll  „das grüne Gold Siziliens“.  Die allerbesten und teuersten Pistazien der Welt kommen von dort. „Pesto di Pistacchio“ ist ein fester Bestandteil der sizilianischen Küche und schmeckt fantastisch zu Pasta, Fisch und Fleisch.  Weitere Informationen zu Pistazien finden sich unter „persische Zutaten von Alef bis Je

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